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Cup-Spektakel bei Paul Klee: Sm’Aesch-Pfeffingen ballert Münchenbuchsee raus

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Der Favorit Sm’Aesch-Pfeffingen hat sich im Cup Achtelfinale gegen den soliden NLB-Tabellenführer VBC Münchenbuchsee souverän in drei Sätzen durchgesetzt (25:19, 25:13, 25:23). Nichts desto trotz wäre der bekannteste Sohn der Stadt, Paul Klee, stolz auf seine Nachfahren gewesen…

In der Provinz im Berner-Mittelland liegt Münchenbuchsee (berndeutsch: Münchebuchsi), ein beschauliches Städtchen mit 10.122 Einwohner. Als Sehenswürdigkeiten gibt es hier eine Kirche, die ehemalige Johanniterkommende und ein Schloss. Weiter ist hier eine Gehörlosenschule, ein Sonderschulheim und bis in die 1950er Jahre der erste Rundfunksender der Schweiz beheimatet gewesen. Doch insbesondere zwei Personen haben den Namen Münchenbuchsee in die weite Welt hinausgetragen: Der Maler und Grafiker Paul Klee (geb. 1879), dessen Werke heute noch in den renommiertesten Gallerien der Welt zu bewundern sind sowie der Rock-Chansonnier Stephan Eicher (geb. 1960), der mit seinen Songs seit Jahren die Charts in der Schweiz und Frankreich stürmt.

Im Achtelfinale des Schweizer Cups ist dem VBC Münchenbuchsee der Vize-Schweizermeister und Europacup Teilnehmer Sm’Aesch-Pfeffingen mit ihren Cracks Tess von Piekartz, Nicole Walch und Maja Storck zugelost worden. Ein Traumlos für jeden unterklassigen Verein: Welche Hobby-Volleyballerin träumt nicht davon, mal in einem Ernstkampf gegen die Besten spielen und vielleicht an der Sensation schnuppern zu können?

Die Sporthalle Bodenacker steht ein bisschen ausserhalb des Stadtzentrums – man würde nicht vermuten, dass hier gleich ein Cup-Kracher über die Bühne geht – wäre da nicht der Parkplatz, der buchstäblich aus allen Nähten platzt. Alle sind bereit…let‘s get ready to rumble!

1.Satz: Von Anfang an geht die Post ab: Das Heimteam spielt lange Zeit wacker mit, liegt bis Satzmitte sogar deutlich in Front. Beim Heimteam glänzen vor allem Sara Schüpbach und Sarina Schafflützel. Beim Stand von 12:8 hat Trainer Andreas Vollmer genug gesehen, nimmt das erste Timeout. Er findet das richtige Rezept, bringt sein Team zurück in die Spur. Insbesondere Nationalspielerin Maja Stork und Nicole Walch überzeugen im Angriff, derweil Madlaina Matter am Netz abräumt. Mit einem Kracher schliesst Storck den Satz mit 25:19 ab!

2.Satz: Der Vize-Meister Sm’Aesch-Pfeffingen weiss nun, dass dieses Spiel kein Sonntagsspaziergang ist. Doch nun kommt man mit dem aufsässigen Gegner deutlich besser zurecht. Kapitän Tess van Piekartz bringt ihre Mitspielerinnen wiederholt in gute Abschlussposition. Derweil scheint bei Münchenbuchsee die Luft draussen zu sein. Trainer Christian Roth und Kapitän Sara Schüpbach treiben ihre Mitspielerinnen unermüdlich an. Doch der Klassenunterschied ist nun klar ersichtlich. Ist das Feuer beim NLB-Wintermeister bereits erloschen? Es scheint so. Ratzfatz…und Sm’Aesch-Pfeffingen hat auch diesen Satz mit 25:13 in der Tasche.

3.Satz: Das Heimteam fängt sich und trumpft plötzlich wieder gross auf. Der Satz ist bis zum Schluss völlig ausgeglichen. Das Publikum feiert jeden Punkt ihrer Lieblinge frenetisch und pusht sie pausenlos nach vorne. Die Hammeraufschläge von Sarina Schafflützel stellen die Baselbieterinnen wiederholt vor Probleme – und beim Stand von 21:20 für Münchenbuchsee wir auch Vollmer wieder nervös. Nächstes Timeout. Wieder mit Erfolg – die Erfahrung gibt am Schluss den Ausschlag für das höherklassige Team. Spiel, Satz, Sieg – 25:23!

Die Sensation ist ausgeblieben: Die Favoritinnen von Sm’Aesch-Pfeffingen ziehen ins Viertelfinale des Schweizer Cups ein. Nach der Pleite gestern Abend beim Schweizer Meister Volero Zürich, gibt dieser Sieg dem Team Motivation und Kraft, um am nächsten Mittwoch im Europapokal in der Höhle des Löwen bei Mladost Zagreb (Kroatien) das Unmögliche doch noch möglich zu machen.

Haben Sie gewusst, dass der Maler Paul Klee aus Münchenbuchsee stammt, Präsident Werner Schmid?

„Ach wirklich? Ich kenne nur das Paul Klee Museum in Bern – und die Autoverwertungs AG Rupp in Münchenbuchsee (Anm. d. Red. Werner Schmid ist beruflich in der Autobranche tätig) “, schmunzelt er. „Das Heimteam hat frech aufgespielt. Insbesondere Sara Schüpbach hat mir gut gefallen. Wenn dem Gegner alles gelingt, kann es vorkommen, dass man in Rückstand kommt und es spannend macht. Wir müssen am Mittwoch im Europacup in Zagreb ebenfalls volles Risiko gehen und genau so frech auftreten, wie es Münchenbuchsee heute gemacht hat“, analysiert Schmid.

Auch die beste Spielerin auf dem Feld, Maja Storck, zeigt sich überrascht: „Ich kenne zwar Paul Klee, aber leider nicht dessen Lebenslauf auswendig. Münchenbuchsee hat gezeigt, dass sie nicht umsonst Tabellenführer in der NLB sind. Doch für uns zählt nur der Einzug in die nächste Runde.“

Trotz dem klaren Verdikt auf dem Spielfeld, darf sich auch der Wintermeister der Nationalliga B von Trainer Christian Roth, der sich im Vorfeld noch persönlich um die Medienakkreditierungen gekümmert hat, als Sieger fühlen. Die tollen sportlichen Leistungen seiner Mannschaft in der Meisterschaft von Münchenbuchsee hätten eine grössere Zuschauerkulisse als nur 150 Zuschauer verdient. Die Bernbieterinnen haben gegen den grossen Favoriten aus Aesch gekämpft, gerackert und bis zum Schluss alles gegeben.

Trainer Christian Roth sachlich: „Schade, dass wir nicht mindestens einen Satz gewinnen konnten. Trotz Tabellenführung in der NLB ist ein Aufstieg in die NLA für uns kein Thema. Unser Ziel ist es, junge Spielerinnen in die Mannschaft zu integrieren, damit das Team weiter bestehen bleibt.“ Und das abschliessende Wort zum Sonntag hält die ehemalige NLA-Spielerin Sara Schüpbach: „Wir sind ohne Erwartungen in das Spiel gegangen. Wir wollten einfach Spass haben und den Favoriten etwas ärgern!“

Die Spielerinnen von Sm’Aesch-Pfeffingen werden sich bestimmt noch einige Zeit an den intensiven Cupfight in Paul Klees Geburtsstadt Münchenbuchsee zurückerinnern…

Volley1-Top3: 1. Maja Storck (Sm’Aesch-Pfeffingen), 2. Madlaina Matter (Sm’Aesch-Pfeffingen), 3. Sarina Schafflützel (VBC Münchenbuchsee)

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Champions League Kracher Minsk-Novara – Der Volley1 Vergleich

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Es ist das Spiel des Jahres!

Minchanka Minsk empfängt heute Abend (20.00 Uhr) in der Champions League den italienischen Meister Igor Gorgonzola Novara. Die Favoritenrolle liegt klar auf Seiten der Italienerinnen. Volley1 vergleicht die Stars vor dem heutigen Mega-Duell!

Die Meisterschaft dominiert Novara nach Belieben: 9 Spiele, 9 Siege, ungeschlagen, konkurrenzlos, spitze! Derweil hat Minsk letzte Woche mit dem Cupsieg erneut seine Übermacht in Weissrussland untermauert (Minsk spielt in der russischen Liga).

Volley1 vergleicht vor dem Mega-Duell die drei Schlüsselspieler beider Klubs: Stoliar gegen Egonu, Kalinovskaya gegen Chirichella und Kovalchuk gegen Piccinini. Wer hat wo Vorteile?

Stoliar gegen Egonu

Nadzeya Stoliar ist eine zentrale Figur im Minsker Spiel. Sie wird oft von ihren Mitspielerinnen gesucht und zählt mit ihrer enormen Sprungkraft zu den gefährlichsten Minchanka-Akteurinnen. An einem guten Tag kaum zu stoppen!

Paola Egonu gehört zweifellos zu den weltweit besten Volleyballerinnen. Nationaltrainer Timo Lippuner spricht gar von einem „Jahrhunderttalent“. Sie hat auch schon 40 Punkte erzielt. 

Kalinovskaya gegen Chirichella

Anna Kalinovskaya spielt eine bislang tadellose Saison. Sie gehörte bereits in der 1.Bundesliga bei Ladies in Black Aachen zu den gefürchtesten Mittelblockerinnen der Liga. Mit ihrem taktischen Spielverständnis und  Erfahrung  kann sie jede Gegnerin stoppen. 

Cristina Chirichella ist das Aushängeschild der italienischen Super-Nationalmannschaft. Sie ist Leaderin, Anführerin und unbestrittene Leistungsträgerin, für die das Prädikat „Weltklasse“ nicht zu hoch gegriffen ist.

Kovalchuk gegen Piccinini

Oksana Kovalchuk ist das Volleyball-Urgestein der Liga. Grosse Klasse wie die langjährige Nationalspielerin auch im Alter mit 39 Jahren immer noch abliefert– chapeau!

Francesca Piccinini ist altersmässig das Pendant bei Novara. Sie bestritt 408 Länderspiele und nahm viermal bei Olympischen Spielen für Italien teil. Im Jahr 2002 feierte sie mit dem Weltmeistertitel ihren grössten Titel.

Wer gewinnt in der Königsklasse? Die Wettanbieter favorisieren alle Novara mit 10-1. (Vielleicht macht das Mut: Vor 28 Jahren war Mike Tyson im Tokyo Dome gegen James ‚Buster‘ Douglas sogar 42-1 Favorit und unterlag sensationell durch KO in der 10.Runde.)

Der Countdown läuft…

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LUC bodigt auch Cheseaux! Mit Volleyball-Spektakel ins Cup-Viertelfinale

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Advent, Advent ein Lichtlein brennt! Wer sagt denn, dass die Adventszeit ruhig und besinnlich ist: Lausanne UC deklassiert im Achtelfinale des Waadtländer Cup den VBC Cheseaux problemlos in drei Sätzen (25:17, 25:18, 25:17).   

Die Mannschaft von Trainer Pierre Pfefferle dominiert nicht nur die Meisterschaft nach Belieben, sondern trumpft nun auch im Cup noch gross auf. Auch der Traditionsverein Cheseaux kann die Überfliegerinnen von LUC nicht aufhalten. Rumms! Anstatt Siege gibt’s Hiebe von LUC…

Die Partie ist eine einseitige Sache: In allen drei Sätzen lässt LUC zu keinem Zeitpunkt etwas anbrennen. Trotzdem machten die Frauen von LUC dem Heimteam noch ein paar verfrühte Weihnachtsgeschenke in Form von unnötigen Fehlern. Ansonsten wäre das Resultat noch wesentlich höher aufgefallen.

Trainer Pfefferle wechselte mutig, gab auch den jüngeren und unerfahrenen Spielerinnen (beispielsweise Delphinia Al Hallali) wertvolle Spielzeit, die für deren Weiterentwicklung und Selbstvertrauen wichtig ist. Und er sendet so eine Botschaft an sein Team, dass jede Spielerin ein wichtiges Mosaikteilchen des Erfolgs ist!

Die grösste Herausforderung von LUC ist es trotz dem Klassenunterschied in der Meisterschaft und bisher im Waadtländer Cup die Konzentration zu jedem Zeitpunkt hoch zu halten. Der Durchmarsch von der vierten Liga in die zweite Liga und nächstes Jahr in die erste Liga scheint vorprogrammiert.

Weihnachten in Argentinien und im Wallis

Nach dem Spiel sagte Alana Blagojevic: „Wir hatten einige Hochs und Tiefs im Spiel, doch es macht Freude mit diesem Team zu spielen.“ Auch ihre jüngere Schwester Anja, die letzte Saison noch für Cheseaux (1. Liga) spielte und dieses Jahr im NLA-Team von Teemu Oksanen vorgesehen war, freute sich: „Ich fühle mich sehr wohl bei LUC, doch ich habe auch viele schöne Erinnerungen an diese Halle und an Cheseaux.“

Wer will dieses Team stoppen? Der Aufstieg in die zweite Liga scheint bereits nach der Meisterschafts-Hinrunde als perfekt – und nun bläst man zum Angriff auf den Titel (Waadtländer Cup)!

Libero Floriane Paschoud analysiert treffend: „Wir konzentrieren uns primär auf die Meisterschaft, der Waadtländer Cup ist für uns ein Bonus. Die anderen Mannschaften in der dritten Liga spielen teilweise gutes Volleyball, doch wir spielen eine Stufe drüber. Wir verfolgen unser langfristiges Ziel beharrlich und versuchen stets unsere beste Leistung abzurufen.“

Nun werden die Batterien über Weihnachten wieder aufgeladen, um im neuen Jahr wieder nahtlos dort anzuknüpfen, wo man dieses Jahr aufgehört hat. Angriffs-Ass Yiting Cao wird in Argentinien feiern, das Team-Küken Delphinia Al Hallali bei den Grosseltern im Wallis.

Joyeuses Fêtes de Noël à tous!

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Mega-Lausanne nicht zu stoppen: Halber Aufstieg schon perfekt!

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Spitzenreiter Lausanne UC bleibt nach dem souveränen 3:1 Sieg (25:27, 25:17, 25:22, 25:15) weiterhin ohne Niederlage.  

Die Frauen von Lausanne UC fegen durch die 3. Liga, räumen gnadenlos jeden Gegner aus dem Weg. Am Montagabend musste der VBC Pully dran glauben. Pierre Pfefferles Truppe machte dem Gegner zuerst ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk und feierte anschliessend im neunten Spiel den neunten Sieg!

Dieses Mega-Lausanne ist nicht zu stoppen – wann schicken die ersten Gegner die Punkte gleich mit der Post in die olympische Hauptstadt?

Die Haupteingänge blieben alle geschlossen, so gelangten eine Hand voll interessierte Volleyball-Afficionados nur durch einen Nebeneingang in die Sporthalle. Die Spielansetzung unter der Woche abends spät um 20.45 Uhr ist alles andere als glücklich gewählt – mehrere Spielerinnen waren darüber verärgert. Da braucht es mehr Fingerspitzengefühl bei der Spielansetzung…

Der Tabellenführer musste auf die Schwestern Alana und Anja Blagojevic sowie weiterhin die Langzeitverletzte Annaelle Cobo (alle Knieverletzung) verzichten.

Im ersten Satz legte LUC wie die Feuerwehr los, lag schnell mit zehn Punkten (17:7) in Front – doch dann schalteten Yiting Cao, Alexandra Sola, Aline Chacon und co. zwei Gänge zurück. Es schlichen sich zunehmend mehr unnötige Eigenfehler im Spiel des haushohen Favoriten ein, und man höre und staune… Pully holte sie doch tatsächlich noch den ersten Satz!

Geschenke erhalten die Freundschaft hatte sich LUC da wohl gedacht. „Pas de cadeaux, les filles!“ (Anm. d. Red. „Keine Geschenke, Mädels!“), rief die Mutter einer Spielerin – und damit es auch wirklich alle verstehen, auch in englischer Sprache „Christmas is over!“

Fertig lustig! Jetzt legte LUC nochmals eine Schippe drauf! 

In den folgenden Sätzen dominierte LUC wieder so deutlich, wie man es von Beginn weg erwartet hatte, derweil dem Heimteam und Tabellenvierten Pully mit zunehmender Spieldauer allmählich die Puste ausging. So beschenkte LUC den Gegner mit einem Satzgewinn und sich selbst mit einem 3-Punkte-Sieg! Mit durchschnittlicher Leistung zum Sieg – das nennt man Klasse!

Mittelblockerin Sonja Giger analysierte treffend: „Wir haben den Gegner zu Beginn sehr gut im  Griff gehabt – danach sind wir das Spiel streckenweise zu locker angegangen. Mit einer guten Defense und viel Kampfgeist haben sie dagegengehalten. Doch mit zunehmender Spieldauer sind wir aus dem Loch gekommen!“

Und Mathematik-Studentin Daniela Spadaro: „Das war nicht unser bestes Spiel, wir waren alle ziemlich müde. Doch Hauptsache wir konnten auch diesen Sieg einfahren. Morgen um 8.00 Uhr geht’s für mich an der Universität weiter…“

Der halbe Aufstieg ist perfekt! Nach der Hinrunde steht LUC mit 26 Punkten aus neun Spielen unangefochten einsam an der Tabellenspitze!

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