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Einer für alle! Alle für einen! Drei Musketiere des Meisters bodigen Aufsteiger

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Bei den prestigeträchtigen Uster Games machen die Teams Volero Zürich und VBC Galina beste Werbung für den Schweizer Volleyballsport! Beim diskussionslosen Dreisatzsieg (25:19, 25:9, 25:17) des amtierenden Schweizer Meisters zeigen sich die drei Musketiere „Miracle“ Mira Todorova, „The Real Deal“ Anastasia Kornienko und Angelina Lazarenko in Hochform und erteilen dem verletzungsgeschwächten Aufsteiger eine Lehrstunde. 

Getreu dem weltbekannten Roman von Alexandre Dumas setzen die drei Musketiere Mira Todorova, Anastasia Kornienko und Angelina Lazarenko den Aufsteiger mit geschickter Klinge schachmatt!

Einer für alle! Alle für einen!

Der 1. Satz ist geprägt von vielen Fehlern auf beiden Seiten. Lange Zeit ist der Satz ausgeglichen bis „Miracle“ Mira Todorova anfängt richtig durchzustarten. Mit ihrer überragenden körperlichen Postur versetzt die Bulgarin die Gegenspielerinnen aus dem Ländle mit ihren Dolchstössen am Netz in Angst und Schrecken. Sie macht den Unterschied aus und sorgt dafür, dass Volero Zürich den Satz mit 25:19 sicher heimschaukelt.

Einer für alle! Alle für einen!

Im 2. Satz folgt ein Blitzstart der Zürcherinnen, schnell führen sie mit 12:0 Punkten. Die Hard-Rockerinnen spielen sich in einen regelrechten Spielrausch. Nun betritt „The Real Deal“ Anastasia Kornienko die Bühne und beginnt sofort zu zaubern. Sie behandelt den Ball mit feiner Klinge – ihre präzisen Zuspiele sind eine Augenweide, ihre Punkte ein Genuss. Da würde selbst der unterkühlte Wladimir Putin anerkennend nicken. Ein Traumservice von Kornienko und auch dieser Satz ist mit 25:8 unter Dach und Fach.

Einer für alle! Alle für einen!

Im 3. Satz sitzt dann Kornienko wieder auf der Ersatzbank – nun rockt ihre Landsfrau Angelina Lazarenko so richtig los. Gute Services und im Abschluss eiskalt. Die junge Russin, die bei der Universiade in Taipeh mit der Nationalmannschaft souverän die Goldmedaille gewann, hat massgeblichen Anteil, dass bei den Zürcherinnen nach 66 Minuten auch der letzte, finale Dolchstoss sitzt und sie auch den dritten Satz mit 25:17 in der Tasche haben – Sieg!

Bei Volero Zürich sind es die drei Musketiere Mira Todorova, Anastasia Kornienko und Angelina Lazarenko, welche dem Spiel den Stempel aufdrücken. Brisant: Mit Todorova auf dem Spielfeld hat der amtierende Schweizer Meister noch kein Spiel verloren. Kann Volero Zürich nur mit Todorova gewinnen? „Nein, unsere Erfolge basieren auf dem guten Teamwork. Ich bin topmotiviert und freue mich riesig auf die bevorstehenden Champions League Partien“, schmunzelt Todorova. Laura Unternährer wird zur eigenen Überraschung vom Veranstalter als beste Spielerin ausgezeichnet – ein Erinnerungsfoto für die Vitrine mit der bildhübschen Unti ist eben immer etwas Schönes…

„The Real Deal“ Anastasia Kornienko mit einer eleganten Louis Vuitton Tasche am Arm nach dem Spiel: „Ich freue mich sehr, dass wir diesen Sieg eingefahren haben und ich meinen Teil dazu beigetragen habe.“

Das Team von Anderson Rodrigues wird diese Woche zwei Tage nach Bayern fahren, wo man zwei interessante Testspiele gegen den Bundesligisten Rote Raben Vilsbiburg mit Nationaltrainer Timo Lippuner und der Schweizer Topskorerin Laura Künzler bestreiten wird.

Am Donnerstag fliegt der Präsident von Volero Zürich, Stav Jacobi nach Moskau zur Auslosung der Champions League. Zuvor stellt er sich noch dem Volley1-Verhör:

Gratulation zum Sieg – was meinen Sie zu den drei Musketieren Todorova, Kornienko und Lazarenko?

Stav Jacobi: Mira Todorova spielt im Angriff gut, sie muss aber noch mehr unangenehme Arbeit verrichten. Angelina Lazarenko muss an der Konzentration und Reaktion arbeiten. Und Anastasia Kornienko muss das Tempo noch stärker variieren können, sie kann von Ana Antonijevic viel lernen, die das Spiel gut beschleunigen kann.

Stimmt die Formkurve von Volero Zürich seit der Startpleite gegen Kanti Schaffhausen?

Stav Jacobi: Ja, die Mannschaft macht klare Fortschritte.

Der Tages-Anzeiger zitiert Sie, dass Sie keine Lust mehr auf Volleyball haben. Ist es primär die fehlende Dankbarkeit, die Sie für Ihr grosses Engagement vermissen?

Stav Jacobi: Nein. Man soll nichts machen, um Dankbarkeit zu erwarten. Die Entwicklung des Volleyballs in der Schweiz ist enttäuschend. Oftmals steht das Wirtschaftliche anstatt das Sportliche im Vordergrund. Der dritte Platz bei der Klub-WM ist in der Schweiz kaum zur Kenntnis genommen worden.

Wünschen Sie sich in der Champions League eine schwache Gruppe?

Stav Jacobi: Nein. Je stärker die Gruppe, desto besser. Die Mannschaft kann wertvolle Erfahrung sammeln.

Wird im Hinblick auf die Champions League nochmals Verstärkung geholt?

Stav Jacobi: Nein. Wir treten mit dieser jungen Mannschaft an.

Die Mannschaft aus dem Ländle vom deutschen Trainer Marc Demmer schlägt sich über weite Strecken wacker, versucht mit Kampf und Leidenschaft dagegen zu halten und dran zu bleiben. Insbesondere die Portugiesin Nuria Lopes da Silva zeigt sich in der Offensive gefährlich und kommt wiederholt zu sehenswerten Punkten. Allgemein ist die individuelle Klasse der Spielerinnen jedoch nicht ausreichend, um die Überflieger aus der Limmatstadt ernsthaft in Bedrängnis bringen zu können. Brisant: Das Budget des VBC Galina ist rund zehnmal (!) kleiner als das von Volero Zürich.

Das letzte Wort: Zu den Gewinnern darf sich auch das Organisationskomitee um Präsident René Pfister zählen. Mit einer erstklassigen Affiche ist es gelungen, das verwöhnte Publikum im Grossraum Zürich zu überzeugen. Der Veranstalter wurde mit einer gut gefüllten Buchholz Sporthalle (850 Zuschauer) in Uster belohnt. 

Volley1-Top3:    1. Anastasia Kornienko (Volero Zürich),   2. Mira Todorova (Volero Zürich),   3. Angelina Lazarenko (Volero Zürich)

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Beyoncé-Double ballert Sm’Aesch Pfeffingen an Tabellenspitze

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25:16, 25:20, 25: 21! Sm’Aesch Pfeffingen ist zurück auf dem Leaderthron! Der Kronfavorit auf den Meistertitel (Anm. d. Red. Volley1-Umfrage bei NLA-Trainern) Kanti Schaffhausen wurde kalt geduscht…

Wenn die Zuschauer schon vor dem ersten Volleyball-Bier das Gefühl haben doppelt zu sehen – dann können sie sich beruhigt in ihren Sitz fallen lassen. Die Frau, die dem amerikanischen Megastar Beyoncé so sehr ähnelt, heisst Jessica Ventura (27). Besser bekannt als das Beyoncé-Double aus Brasilien.

Frisur, Kleidungsstil – sogar eine edle Designer-Sonnenbrille wie Beyoncé trägt Ventura auf der Nase. Nur beim Ruhm und den finanziellen Einnahmen liegen Ventura und Beyoncé weit auseinander…

Die Brasilianerin schwärmt vom Superstar: „Beyoncé ist einfach wunderschön. Mit ihr verglichen zu werden, ist eine grosse Ehre. Ich mag ihre Musik, dazu die grandiose Show und das Spektakel!“

Aber wie gefährlich ist das Beyoncé-Double für die Gegner?

Bei Sm’Aesch Pfeffingen gehört die routinierte Diagonalangreiferin zu den Teamstützen. Eine enorme Sprungkraft, eine vorzügliche Technik und ein bodenständiges Auftreten, machen sie zur kompletten Allrounderin. Sie liebt Kino, Tanzen, Karneval und hat zuletzt in Italien für die Vereine Omia Volley 88 und Marsala gespielt.

Trainer Andi Vollmer heute freudig: „Jessica spielt immer gegen Schaffhausen richtig stark. Dieser Gegner scheint ihr zu liegen – offenbar liebt sie Schaffhausen!“ Bereits vor der Saison lobte sie Vollmer über den Klee: „Sie ist eine erfahrene Spielerin, die Emotionen ins Spiel reinbringt. Diese brasilianische Mentalität tut meiner Mannschaft gut!“

Jessica Ventura zu Volley1 cool: „Wir haben gegen den Favoriten ruhig gespielt, waren im Block solid. Jetzt muss ich duschen gehen und danach gibt’s Käsefondue zum Abendessen – ich liebe es!“

Beyoncé erhielt für ihren Song „Crazy in Love“ einst den begehrten Grammy-Award. Wenn ihr Double weiter so rockt, liebt man auch SIE in Aesch genauso verrückt…

Nebenbei: Powerlady Dora Grozer überzeugt mit einem brillanten Auftritt und die 16-jährige Annalea Maeder ersetzt die verletzte Taylor Tashima vorzüglich.

Volley1-Top 3: 1. Dora Grozer (Sm’Aesch Pfeffingen), 2. Jessica Ventura (Sm’Aesch Pfeffingen), 3. Annalea Maeder (Sm’Aesch Pfeffingen)

 

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5-Satz-Krimi! VFM verliert Derby und fühlt sich trotzdem gut

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Das Derby zwischen Volleyball Franches-Montagnes (VFM) und Viteos NUC in Rossemaison wird erst im Tiebreak entschieden. Das Team von Coach Lauren Bertolacci kann den 5-Satz-Krimi (23:25, 29:27, 25:22, 14:25, 10:15) schliesslich knapp für sich entscheiden!

Das Spiel hätte eigentlich zwei Sieger verdient gehabt. Beide Teams lieferten sich von Beginn weg einen offenen Schlagabtausch und jagten jedem Ball hinterher. So war das Derby zwischen zwei ebenbürtigen Teams bis zum Schluss völlig offen. Auf Seiten der Jurassierinnen glänzten vor allem die Zuspielerin Jurja Vlasic (Kroatien) sowie im Angriff Nada Mitrovic (Serbien). Auf Seiten der Gäste waren einmal mehr die Amerikanerinnen Kyra Holt und Tia Scambray besonders gut aufgelegt.

Das Derby-Spektakel: Heisser Fight auf dem Feld, Bombenstimmung auf den Zuschauerrängen!

Auf den Zuschauerrängen feuerte der berüchtigte VFM-Fanclub mit Vorsänger Fabian Zürcher das Heimteam mit Hupe und Trommel pausenlos an. Mitten im Fanblock mit VFM-Schal sass auch der ehemalige Vereinspräsident Loic Chapuis. Es wurde eine Runde Bier spendiert – dazu gesungen, gelacht und gefeiert…

Doch nach einem Servicewinner im Tiebreak von Julie Lengweiler war die Derby-Pleite von VFM amtlich.

Nada Mitrovic zu Volley1: „Wir haben noch zu wenig konstant gespielt, doch trotzdem fühle ich mich gut – heute wäre auch ein Sieg drin gelegen!“

Brisant: Im Rahmen eines Besuches des Meisterschaftsspiel in der russischen Liga zwischen Champions League-Teilnehmer  Minchanka Minsk und St. Petersburg wurde Volley1 mehrfach auf Natalia Cukseeva angesprochen. Die deutsche Topskorerin in den Reihen von VFM geniesst dort immer noch einen hervorragenden Ruf.

Angesprochen auf ihr Topskorerin-Trikot meinte die ehemalige U20-Weltmeisterin (2009): „Eigentlich weiss ich gar nicht so recht, wie ich zu diesem Trikot gekommen bin…“ Typisch Cukseeva – einfach eine bodenständig und sympathische Person!

Volley1-Top 3: 1. Tia Scambray (Viteos NUC), 2. Kyra Holt (Viteos NUC), 3. Nada Mitrovic (VFM)

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Renata, Alannah und Manoela lassen VdT vom NLA-Aufstieg träumen!

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Playoffkampf in Gerlafingen, Aufatmen in Val-de-Travers!

Die Samba-Girls von Val-de-Travers feiern gegen den VBC Gerlafingen einen Drei-Punkte-Erfolg und klettern auf einen Playoffplatz. Trainer Luiz Souza setzte gleich vier (!) Brasilianerinnen ein, welche für den Unterschied sorgten.  

25:21, 28:26, 25:13 – Val-de-Travers stösst Gerlafingen aus den Playoffrängen!

Das Spiel ist zu Beginn über weite Strecken ausgeglichen, Gerlafingen scheint näher am Satzgewinn zu sein. Doch kurz vor dem Ziel kann Val-de-Travers nochmals zulegen und holt sich den ersten Satz mit 25:21. Auch im zweiten Satz ist es mehrheitlich Gerlafingen, das dem Spiel über weite Strecken seinen Stempel aufdrückt, doch in der entscheidenden Phase zeigen sie Nerven, verspielen einen Sechs-Punkte-Vorsprung und müssen diesen Satz ebenfalls mit 28:26 den Gästen überlassen. Im dritten Satz setzt Val-de-Travers dann zur Kür an, nimmt Revanche für die bittere 3:2 Heimniederlage am ersten Spieltag und unterstreicht eindrucksvoll seine Ambitionen auf eine Playoffteilnahme.

Val-de-Travers jubelt, Gerlafingen weint…

Was ist das Erfolgsgeheimnis von Val-de-Travers?

Der Verein verfügt mit Joelle Roy über eine engagierte, charismatische und weitsichtige Präsidentin. Sie pflegt einen engen Kontakt zur Mannschaft und auch zu den lokalen Medien, ohne sich dabei in den Mittelpunkt zu drängen. Ihr ganzes (ehrenamtliches) Engagement kommt vollumfänglich dem Verein zugute. Mit Trainer Luiz Souza hat sie einen absoluten Fachmann nach Val-de-Travers geholt, der weiss wie man mit älteren, verdienten Spielerinnen umgeht und wie man junge Talente nachhaltig fördert. Durch sein internationales Netzwerk gelingt es ihm immer wieder hervorragende Spielerinnen an den Fuss des Creux du Van nach Val-de-Travers zu locken.

Dazu lassen drei Brasilianerinnen eine ganze Region vom Sensations-Coup NLA-Aufstieg träumen!

Renata Schmutz: Der Kapitän der Mannschaft blickt auf eine grosse Karriere von über 20 Jahren zurück. Sie hat bereits in der Türkei, Griechenland, Spanien und Schweden gespielt. Selbst in der Seleçao (Anm. d. Red. Nationalmannschaft von Brasilien) hatte sie bereits einzelne Einsätze. Ihre Primetime hat sie zwar hinter sich, doch sie ist eine absolute Führungsspielerin – die rechte Hand des Trainers. Jeder Trainer kann sich glücklich schätzen, eine solche tolle Spielerin in seinen Reihen zu haben.

„Es war kein einfaches Spiel, doch wir müssen solche wichtigen Spiele gewinnen! Das Teamwork und die Taktik waren heute der Schlüssel zum Erfolg“, meinte Schmutz. Trainer Luiz Souza lobte Schmutz über den Klee: „Renata ist einfach ein unglaublich guter Kapitän. Sie stellt sich voll und ganz in den Dienst der Mannschaft, sie hilft den jungen Spielerinnen, sie ist die Erste im Training usw. – sie ist ein absolutes Vorbild! “  

Manoela Garcia Duarte: Die Aussenangreiferin ist die jüngere Schwester von Barbara Garcia Duarte (ex-Sm’Aesch-Pfeffingen) – die beiden Duarte-Schwestern sind die brasilianische Antwort auf die Kardashian-Schwestern. Duarte lebt in einer Wohngemeinschaft mit Mitspielerin Valeria Benvenuti aus San Marino. Da sie bereits in Frankreich gespielt hat, beherrscht sie auch nahezu fliessend die französische Sprache. Sie bringt neben Glanz und Glamour auch einen grossen Ehrgeiz mit: „Wir wollen die NLB-Meisterschaft gewinnen und in die NLA aufsteigen! Es gefällt mir in Val-de-Travers, es ist sehr ruhig hier und umgeben von einer prachtvollen Natur – doch aktuell ist es mir draussen ein bisschen zu kalt…“ Über Weihnachten wird Duarte nach Portugal fliegen und in Nazaré mit ihrer Mutter und Schwester feiern.    

Volley1 fragt Souza: Wann spielt auch Barbara in Val-de-Travers? Souza cool: „Mal schauen, warten wir ab…“

Alannah: Die gebürtige Brasilianerin ist die Jüngste in der Mannschaft. Sie lebt im Bernbiet und fährt täglich nach Val-de-Travers ins Training. Volley1 weiss: Die Gründe dafür sind Trainer Luiz Souza und Renata Schmutz. Alannah lebt noch zuhause und wird von ihren umtriebigen Eltern voll und ganz unterstützt. Sie ist erst 17 Jahre alt und DIE Entdeckung dieser Saison – eine der vielversprechendsten Volleyballtalente hierzulande. Sie möchte wie Schmutz dereinst eine grosse Karriere machen. Brisant: Im Programmheft am Samstag war sie bei der Mannschaftsaufstellung bereits als „Alannah Schmutz“ aufgeführt…    

Souza ist zufrieden: „Alannah entwickelt sich gut. Es gibt in der Schweiz nicht viele Spielerinnen in diesem Alter, die auf diesem Level spielen.“

 In Val-de-Travers feiert man brasilianischen Karneval nicht nur im Sommer…

Volley1-Top 3: 1. Manoela Garcia Duarte (Val-de-Travers), 2. Renata Schmutz (Val-de-Travers), 3. Alannah (Val-de-Travers)

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