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Nationalliga

Grosse Volley1-Prognose: Alle zehn NLA-Teams im Fokus!

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Nächstes Wochenende geht die Meisterschaft wieder los: Der Kampf um die Playoff-Plätze ist in vollem Gang . Volley1 beantwortet die wichtigsten Fragen – und gibt zu jedem Klub eine Prognose ab.

Sm‘Aesch-Pfeffingen

Die Mannschaft von Aesch-Pfeffingen hat die Hinrunde zwar dominiert, ist aber vor Weihnachten eingebrochen. Die vielen Spiele haben ordentlich Substanz gekostet – die knappe Personaldecke ist nicht für eine Dreifachbelastung mit Europacup, Meisterschaft und Cup ausgelegt. Trainer Andreas Vollmer muss desöftern improvisieren und Männer ins Training einladen, da man sonst von der Spielerinnenanzahl zu knapp besetzt ist. Die Hoffnungsträgerin heisst Maja Storck: Wenn die Diagonalangreiferin fit ist, hat sie das Zeug, ihre Mannschaft im Titelrennen zu halten.

Volley1-Tipp: Platz 3  

Volero Zürich

Der Titelverteidiger bleibt bisher unter den Erwartungen. Bei den Spielerinnen hat sich aufgrund (sprachlicher) Kommunikationsprobleme mit dem bisherigen Trainer Anderson Rodrigues Unmut, Frust und teilweise Resignation breit gemacht. Öffentlich äussert sich dazu niemand, die Furcht, den Zorn des Präsidenten Stav Jacobi und SB Community Chefs Bojan Simurina – Voleros Antwort auf Karl-Heinz Rummenigge und Uli Hoeness bei Bayern München – auf sich zu ziehen, ist zu gross. Mit dem neuen (alten) Trainer Avital Selinger hat das Team kein Alibi mehr. Es gibt viele offene Fragen: Findet Rosir Calderon Diaz zu alter Stärke zurück? Wann explodieren die Supertalente Ljubica Milojevic und Angelina Lazarenko? Holt Stav Jacobi doch noch Verstärkung, wenn der Titel in Gefahr ist? Im Umfeld von Volero Zürich halten sich zudem hartnäckige Gerüchte, dass es nächste Saison kein Profiteam in der heutigen Version mehr geben wird d.h. dass die Spielerinnen auch für ihre eigene Zukunft spielen, um sich im Hinblick auf die nächste Saison eine gute Ausgangslage verschaffen wollen. Ein Scheitern in der Gruppenphase der Champions League wäre diesbezüglich bestimmt nicht vorteilhaft…

Volley1-Tipp: Platz 1

TS Volley Düdingen

Die Powercats aus Düdingen sind ein ganz heisser Finalkandidat. Das Kader ist in der Breite sehr gut besetzt: Mit Danielle Harbin hat das Team von Dario Betello nicht nur die beste Spielerin hierzulande in seinen Reihen, sondern mit Kerley Becker auch einen nur schwer überwindbaren Fels am Netz und mit Kapitän Kristel Marbach eine geniale Zuspielerin mit Händen einer Dirigentin. Stürmen die Powercats mit der Europacup-Euphorie und einer grossen Fanbase zum Titel? Nichts ist unmöglich.

Volley1-Tipp: Platz 2

Kanti Schaffhausen

Es ist beachtlich, was Trainer Nikki Neubauer aus dieser Mannschaft herausholt. Mit Kampf und Leidenschaft hat sein Team die Titelaspiranten Volero Zürich und Aesch-Pfeffingen besiegt. Nichts desto trotz wird Kanti Schaffhausen im Titelrennen nichts zu melden haben, da das Leistungsgefälle innerhalb der Mannschaft zu gross ist. Die Topskorerin Chantal Riddle wird verletzungsbedingt wohl noch ausfallen – doch auch die ehemalige deutsche U20-Weltmeisterin Natalia Cukseeva und die grösste NLA-Kämpfernatur Elise Boillat sind jederzeit für einen Exploit gut. Spielt Kanti Schaffhausen nächste Saison wieder europäisch?

Volley1-Tipp: Platz 5

Neuchâtel UC

Die Neuenburgerinnen haben trotz viel Verletzungspech solid gespielt. Die Handschrift von Trainer Silvan Zindel kommt immer mehr zum Tragen: Im Europacup steht sein Team vor dem Einzug in die nächste Runde und kurz vor Weihnachten hat man im Derby Franches-Montagnes in einem 5-Satz-Krimi (siehe Artikel Volley1) niedergerungen. Wir legen uns fest: Zindel wird sich mit einem Europacup Platz verabschieden. Nächstes Jahr kommt Lauren Bertolacci, noch nicht abschliessend geklärt ist, ob die attraktive Assistenztrainerin Laura Girolami bleibt.

Volley1-Tipp: Platz 4

Volley Lugano

Die Tessinerinnen schlagen sich wacker, werden aber nichts mit dem Halbfinale zu tun haben. Dafür ist die Mannschaft qualitativ nicht gut genug und verfügt über keine Ausnahmekönnerinnen. Trainer Tony Zisa leistet hervorragende Arbeit in der Sonnenstube der Schweiz – mit einem Minibudget schafft er es, dass sein Team im Mittelfeld mitspielt und gegen die Direktkonkurrenten (um die Playoff-Plätze) regelmässig Punkte einfährt. Die Qualifikation für die Playoffs wird Lugano problemlos erreichen.

Volley1-Tipp: Platz 7

Edelline Köniz

Die Bernerinnen sind eine Wundertüte: Mal top, dann wieder flop! Die Mannschaft steht und fällt mit der Führungsspielerin Nette Peit. Sie ist die Einzige bei Edelline Köniz, die den Unterschied machen kann. Trainer Agris Leitis muss unbedingt das Brasil-Duo Barbara Duarte und Cécilia Aragao sowie Elza Hadzisalihovic in die Spur bringen, ansonsten wird die Playoff-Qualifikation für Köniz bis zum Schluss eine Zitterpartie.

Volley1-Tipp: Platz 8

ZESAR VFM

Die Mannschaft von Romeu Beltramelli Filho hat bisher noch weit hinter den Möglichkeiten gespielt. Zwar verfügt man nicht, über keine Ausnahmespielerin, doch das sympathische Team aus dem Jura ist enorm ausgeglichen und besitzt die Qualität und Klasse an einem guten Tag jeden Gegner zu besiegen. Allerdings muss dafür die Qualität in der Annahme und im Zuspiel noch verbessert werden. Im Europacup wird man gegen das ukrainische Spitzenteam Luzhny wohl ausscheiden, danach kann sich das Franches-Montagnes von Präsident Loic Chapuis voll und ganz auf die Meisterschaft konzentrieren und sich mit einem neu gegründeten Fanclub in der Tabelle nach vorne hocharbeiten.

Volley1-Tipp: Platz 6  

Galina Schaan

Im Ländle gibt’s immerhin einen Volleyball-Afficionado, der auf Meisterkurs ist: Der Disjockey erzeugt bei jedem Heimspiel eine Superstimmung und sorgt für Partyfeeling. Trainer Marc Demmer macht einen guten Job und ist bemüht, den Aufsteiger solange wie möglich auf Playoff-Kurs zu halten. Wenn die erfahrenen Spielerinnen nicht deutlich mehr Verantwortung übernehmen, wird nichts mit einem Playoff-Showdown im Fürstentum Liechtenstein. Er fordert von seinen Spielerinnen aus den restlichen neun Spielen, fünf Siege. Da braucht man nicht erst Mike Shiva fragen, dass dies wohl nicht eintreffen wird…

Volley1-Tipp: Platz 9

VBC Cheseaux

Auweia! Das Team von VBC Cheseaux ist der Prügelknabe der Liga: Drei Punkte aus 16 Spielen (8:47) – Tabellenletzter. Schade für das tolle Publikum: Den Spielerinnen von Trainer Michel Dufaux fehlt nicht nur der Biss und der absolute Siegeswille, sondern vor allem auch der Glaube in der Nationalliga A gegen vermeintlich höher eingeschätzte Teams bestehen zu können. Lediglich von Sarah van Rooij geht Gefahr für die Gegner aus. Allerdings muss Cheseaux zugute gehalten werden, dass Doris Stierli mit der zweiten Mannschaft einen soliden Job macht und die jungen Wilden wie Nadine Bolle, Anja Blagojevic, Alix De Micheli sowie Julie Monge (Jg. 2004!) in den nächsten Jahren ein Versprechen für eine sportlich bessere Zukunft sind.

Volley1-Tipp: Platz 10

Foto: Georges Henz

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1. Titel für Cheseaux! Überragende Kyra Holt rettet Neuchâtel UC vor Pleite

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Da ist der Titelfavorit Neuchâtel UC (NUC) nochmals mit einem blauen Auge davongekommen. Die US-Amerikanerin Kyra Holt rettete den Supercupsieger vor einer Blamage…

28:30, 25:23, 18:25, 22:25  

Das Team von Lauren Bertolacci schien nach dem Europacup-Showdown gegen Las Palmas (Spanien) sichtlich müde. Die beiden Asse Tia Scambray und Marteene Bettendorf blieben diesmal eher blass, kamen über die gesamte Spielzeit gesehen nicht wie gewohnt auf Touren. Dafür trumpfte die überragende Power-Spielerin Kyra Holt umso stärker auf!

  1. Satz: Die Neuenburgerinnen starteten mit Méline Pierret anstatt Sarah Trösch in der Starting Six. Zu Beginn bekundete Cheseaux sichtlich Mühe bei der Annahme und war gleich mehrmals einen Schritt zu spät. Doch insbesondere Captain Oriane Haemmerli sorgte mit ihrer Spielübersicht, dass sich die Mannschaft von Teemu Oksanen zunehmend steigerte und selber gute Akzente setzen konnte. Auch spielte dem Heimteam in die Karten, dass die Überfliegerin Marteene Bettendorf diesmal nicht den besten Tag einzog. Nichts desto trotz konnte Cheseaux einen Satzball nicht nutzen und musste den Satz mit 30:28 abgeben.
  2. Satz: Auch dieser Satz war bis Satzmitte ausgeglichen. Erwartungsgemäss war die spielerische Klasse mehrheitlich auf Seiten der Neuenburgerinnen, doch dank einem enormen Kämpferherz (Bertolacci: „Cheseaux fight like crazy!“) und einer sackstarken Oriane Haemmerli leistete Cheseaux erbitterten Widerstand und konnte so bis zum Satzende mithalten. Auch Cassidy Baird und Aleksandra Arsovic sorgten mit ihrer Power wiederholt für Glanzmomente. Auch diesmal brachte Oksanen das 14-jährige Talent Julie Monge wieder, die gleich einen Top-Service aufs Parkett zauberte. Derweil ihre Mutter Cécile sichtlich stolz am Offiziellentisch mithalf. Bombenstimmung in der Halle: 25:23 – Cheseaux krallte sich den Satz!
  3. Satz: Der Satzausgleich für Cheseaux war verdient und es wäre wohl für NUC noch schlimmer gekommen, wenn nicht Tyra Holt cooler als „Coolman“ Peter Steiner im Milka-Werbespott agiert hätte. Auch Xenia Staffelbach machte ein solides Spiel. Beim Stand von 16:8 für NUC wurde Nationalspielerin Julie Lengweiler (in Pink-Turnschuhen) eingewechselt. Bei der durchzogenen Leistung von Kapitän Tia Scambray hätte man sich gewünscht, dass die ehemalige Volero-Spielerin, auf die der ehemalige Volero-Startrainer Anderson Rodrigues (Olympiasieger) stets grosse Stücke hielt, früher zum Einsatz gekommen wäre. Nach dem Spiel meinte Bertolacci zu Volley1: „Julie ist eine wichtige Spielerin, sie wird künftig mehr spielen.“ Na das ist ja mal eine klare Ansage… Der Satz ging mit 25:18 an das favorisierte NUC!
  4. Satz: Innert Kürze führte Cheseaux mit 9:1 – der Aussenseiter auf direktem Weg zum Satzausgleich? Nein! Je länger der Satz dauerte, brach das Heimteam zunehmend ein. Und auf der anderen Netzseite spielte Holt weiter auf konstant hohem Niveau und sorgte mit ihrer Power für den Unterschied der zwei Mannschaften. Schliesslich konnte sich NUC mit 25:22 durchsetzen und so einen Siegertanz aufs Parkett legen. Da ist man nochmals mit einem blauen Auge davon gekommen…

Bei der Wahl der besten Spielerinnen fiel die Wahl (der Trainer) auf Tia Scambray und Marine Haemmerli. Die sympathische Scambray schien vollkommen überrascht von der Wahl und sämtliche Mitspielerinnen blickten auf Kyra Holt, die mit Abstand (!) die beste Spielerin auf dem Platz war. Natürlich sind solche Wahlen stets persönliche Ansichtssache – doch kann und soll sich ein Trainer, der voll und ganz auf das Spiel fokussiert ist, während dem Spiel wirklich noch mit einer solchen Wahl beschäftigen…?

Volley1 fragte „The Woman of the Match“ Kyra Holt: Sie haben heute den Unterschied gemacht – wie fühlt man sich als „Versicherung“ der Mannschaft?

Kyra Holt lachte: „Es ist immer gut, wenn man eine Versicherung hat… Ich bin einfach glücklich, dass wir gewonnen haben. Ich versuche stets, mir keinen Druck zu machen und ohne Stress zu spielen.“ Brisant: Der Vater der Power-Spielerin war übrigens Basketballprofi in der NBA…

Und das Cheseaux-Küken Julie Monge meinte: „Ich spiele seit meinem siebten Lebensjahr in diesem Verein. Das Niveau in der NLA ist natürlich wesentlich höher als letztes Jahr in der 1.Liga, doch es macht mir grossen Spass!“

Last but not least: Der 1. Titel ist perfekt: Die besten Bäcker kommen aus Cheseaux! Bei keinem NLA-Verein gibt es derart leckeres Gebäck wie beim Provinzclub. Schokodonuts, Rhabarberwähe, Zitronenkuchen, Marmorkuchen etc. Da kommt jeder Volleyballfreak auf seine Kosten! Klubikone Doris Stierli stolz: „Das Gebäck wird alles von vielen engagierten Leuten aus dem Verein gemacht. Wir sind hier in Cheseaux wie eine grosse Familie!“

Volley1-Top 3: 1. Kyra Holt (NUC), 2. Oriane Hämmerli (VBC Cheseaux), 3. Tabea Daillard (NUC)

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Erster Dreier perfekt! US-Girl Shelby Sullivan macht Gerlafingen froh

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Geht doch! Ein Super-Trio aus Shelby Sullivan, Aniara Munoz und Dünya Kilic zaubert den VBC Gerlafingen zum souveränen 3:1-Sieg (15:25, 25:18, 25:17, 25:20) gegen den letztjährigen NLA-Absteiger Edelline Köniz. Dank diesem Dreier darf die Mannschaft von Trainer Christian Ruff weiterhin von den Playoffs träumen!

Beim VBC Gerlafingen wird hervorragende Arbeit geleistet: Thomas und Maja Nyffenegger betreiben einen enormen Effort, damit das Dorf Gerlafingen (5118 Einwohner) auf der Schweizer Sport-Landkarte vermerkt ist. Sie sind mit Leib und Seele dabei, leben für ihren Volleyballverein – chapeau!

Das Spiel zwischen VBC Gerlafingen und Edelline Köniz ist ein Duell zweier Mannschaften, die man vor der Saison in der Tabelle eigentlich weiter vorne erwartet hat. Doch von Beginn weg zeigen beide Mannschaften temporeiches Volleyball, spielen mit Engagement und Leidenschaft. Die Zuschauer freuen sich ab dem Spektakel und feuern die Mannschaften lautstark an.

1.Satz: Die Gäste aus Köniz sind stärker, spielen konzentrierter und machen weniger Eigenfehler. Insbesondere die Gymnasiastin Chiara Montani weiss zu gefallen. Sie besuchte einst die Talent School und spielte im Nachwuchs des TS Volley Düdingen. Ihr Vater war ein leidenschaftlicher NLB-Handballer (Visp) und NLA-Tennisspieler („Gegen Roger Federer hat er aber nie gespielt…“). Der Neuzugang vom VBC Kerzers zeichnet sich vor allem durch eine solide Annahme, einen guten Absprung und kräftigen Smash aus. Immer wieder lässt sie ihr Potential aufblitzen und bringt die Gastgeberinnen in arge Schwierigkeiten. Auch Sandra Maurer ist eine wichtige Stütze im Team und lässt wiederholt ihre Klasse aufblitzen. So schaukelt Agris Leitis Team den 1. Satz problemlos mit 25:15 nach Hause!

2.Satz: Der Gerlafingen-Trainer Christian Ruff scheint in der Pause die richtigen Worte gefunden zu haben, den seine Mannschaft tritt fortan wie ausgewechselt auf. Schnell steht es nach einer Aufschlagskette von Andeia Leite Pereira 7:0. Die US-Amerikanerin Shelby Sullivan, die sogar ein Bundesliga-Offerte auf dem Tisch hatte, treibt ihre Mitspielerinnen pausenlos an. Und: Aniara Munoz hämmert die Bälle mit einer Wucht ins Feld, dass man sich diesen Geschossen nur ungern in den Weg stellt. Ratzfatz und der Satz geht mit 25:18 an das Heimteam!

3.Satz: Auch in diesem Satz macht Gerlafingen im gleichen Tempo weiter und wirkt insgesamt als Kollektiv etwas stärker als das junge Team aus Köniz. Die Zuspielerin Dünya Kilic setzt ihre Mitspielerinnen wiederholt hervorragend in Szene, damit diese nur noch abschliessen müssen. Kilic spielt seit 14 Jahren Volleyball, arbeitet als Primarlehrerin (3. Klasse) in Gerlafingen. „Einige meiner Schüler sind auch hier unter den Zuschauern, das freut mich. Ich habe selber nie gedacht, dass ich eines Tages in der NLB spielen kann“, gibt sie sich bescheiden. Mit ihrer Hilfe schnappt sich „Gingu“ auch diesen Satz mit 25:17…

4.Satz: Nun will Gerlafingen den Sack zu machen: Shelby Sullivan und Aniara Munoz laufen zu Höchstform auf und auch Lisa Steffen zeigt sich als verlässlicher Wert. Brisant: Sullivan hat im Sommer noch auf den Philippinen für Manila gespielt und belegte den 2.Platz. Nach dem Spiel klatscht sie mit kleinen Kindern ab, einige hängen ihrem Idol um den Hals. Shelby liebt Gerlafingen und Gerlafingen liebt Shelby! „Ich mag diese familiäre Atmosphäre – auch die Natur, der Lifestyle hier in der Schweiz ist toll“, sagt die lebensfrohe Mittelblockerin aus Dallas, Texas. Ihr Vertrag dauert noch bis Weihnachten – mit der Playoff-Qualifikation könnte sie Gerlafingen das schönste Geschenk überhaupt machen. Nach dem 25:20 Matchball ballt sie die Faust – Spiel, Satz, Sieg!

Volley1-Top 3: 1. Shelby Sullivan (VBC Gerlafingen), 2. Chiara Montani (Edelline Köniz), 3. Aniara Munoz (VBC Gerlafingen)

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Timo, die Volleyball-Schweiz ist verliebt in EM-Hoffnung Sarina Brunner!

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Der TS Volley Düdingen fegt Kanti Schaffhausen mit 3:2-Sätzen (25:16, 18:25, 28:26, 24:26, 15:10) vom Platz.

Die überragende Spielerin auf dem Platz: Sarina Brunner (21)! Der Neuzugang der Powercats ballert sich in die Herzen der Schweizer Volleyballfans!

Erst ihr Knaller-Auftritt beim 3:1 Sieg gegen den Supercup-Sieger Neuchâtel UC (NUC), nun knipste der Shootingstar schon wieder. 3:2 schoss Düdingen den meistgenannten Titelfavoriten ab, Brunner punktete 26mal, verwertete auch souverän den Matchball.

Und die Düdinger haben die Aussenangreiferin schon jetzt in ihr Herz geschlossen.

Wer ist Shootingstar Sarina Brunner? Angefangen hat sie mit Volleyball in der 3.Klasse (Schulnote 6 im Turnen), besuchte später die Talent School/Academy. Trotzdem schaffte sie nie den Sprung in eine Nachwuchsauswahl. Letzte Saison spielte sie in der 1.Liga für den VBC Kerzers. Ihr Vater war Zehnkämpfer, ihre Mutter spielte Volleyball (NLB/Uni Bern). Beruflich absolvierte Brunner das KV, arbeitet heute 80% im Event-Management. Ihre Hobbies: Singen, vor allem Worship-Lieder  (auch bei Hochzeiten).

Worship-Lieder sind Lobpreislieder, die insbesondere in den USA bei vielen jungen Menschen sehr populär und immer stärkeren Zulauf finden.  Unvergessen als Box-Superstar Evander Holyfield (Hall of Fame) am 28.06.1997 gegen Mike Tyson singend in die bebende MGM Grand Garden Arena in Las Vegas einmarschierte und 17.000 Fans tanzten. Tyson biss ihm in der 3.Runde das Ohr ab und sorgte damals für einen der grössten Skandale der Sportgeschichte. Das war genau zehn Tage vor Brunners Geburt…

Bei diesen TopLeistungen kann für sie der Song von Europe „The Final Countdown“ bald zur Realität werden: Die EM-Teilnahme  2019 in den vier austragenden Ländern Ungarn, Polen, Slowakei und Türkei!

Timo, diese Powerfrau wollen wir an der EM jubeln sehen.

Der Trainer Dario Bettello ist begeistert: „Sie hat einen schnellen Arm, ist in der Annahme stark und auch im Block aufgrund ihrer Sprungkraft solid. Sie kann uns viel helfen.“ Und Präsident Christian Marbach unterstreicht: „Ich würde mich freuen, wenn sie an die EM fahren könnte! Sie hat eine gute Einstellung, ist willig und ist sehr reif für ihr Alter.“

Und selbst Volleyball-Kritiker Michel Bolle meint: „Ich habe schon vor einiger Zeit erstmals von Sarina Brunner gehört. Sie ist athletisch stark, springt gut und hat enorme Power. Sie erinnert mich von der Spielweise an Laura Unternährer. In dieser Form gehört sie zweifellos in die Nati!“

Die Volleyball-Schweiz ist verliebt in Sarina.

Natitrainer Timo Lippuner: „Der EM-Zug ist für sie nicht abgefahren! Im Dezember haben wir nur 4 Tage, da bleibt – ausser bei Verletzungen – keine Zeit für Experimente. Aber wenn sie weiterhin so abliefert, wird sie auf jeden Fall aufgeboten.“

Und Brunner flirtet zurück: „Es fägt! Natürlich wäre eine EM-Teilnahme ein Traum! Ich wurde bisher aber noch von niemandem kontaktiert, so versuche ich einfach mich hier Schritt für Schritt zu verbessern.“

Knipst Brunner auch in den weiteren Pflichtspielen für die Düdingerinnen, ist für sie die EM-Teilnahme mit der Nationalmannschaft zum Greifen nah…

Volley1-Top 3: 1. Sarina Brunner (TS Volley Düdingen), 2. Karla Klaric (Kanti Schaffhausen), 3. Sabel Moffett (TS Volley Düdingen)

Foto: Ulf Schiller

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