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Grosses Kino: So cool coacht Dusan Jarotta Volley Luzern zum NLB-Titel

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Volley Luzern sorgt für grosses Kino! Die Girls weisen den Gastgeber Val-de-Travers mit 3:1-Sätzen (25:18, 25:12, 24:26, 25:14) deutlich in die Schranken und bleiben drei Runden vor Schluss voll und ganz im Rennen um den NLB-Titel.

Das abgelegene Val-de-Travers im Neuenburger Jura hat nicht allzu viel zu bieten: Ein wichtiger Wirtschaftszweig ist der bis vor wenigen Jahren verbotene Absinth (Alkoholanteil 53%) – auch «grüne Fee» (fée verte) genannt – geworden. Erfunden wurde der Absinth in Couvet – dort wo das NLB-Team von Val-de-Travers seine Heimspiele austrägt. Nach einem Mordfall im August 1905 wurde der Absinth in der Schweiz bis 2005 verboten. Die Brennereien wurden in den Untergrund verlegt – die Menschen, die Absinth illegal herstellten sahen sich nicht als gewöhnliche Deliquenten, sondern als Widerstandskämpfer.

Gestern kommt vom Tabellenschlusslicht Val-de-Travers nur sehr begrenzt Widerstand: Von Beginn weg zeigen die Girls von Erfolgstrainer Dusan Jarotta, dass sie keinesfalls gekommen sind, um eine wilde Absinth-Party zu feiern, sondern um den Grundstein zu legen, dass man für den angestrebten NLB-Meistertitel bald die Korken knallen lassen kann!

Dem Heimteam Val-de-Travers unterlaufen ungewohnt viele Fehler in der Annahme, was bei Trainer Luiz Souza zu hohem Blutdruck führt. Er tobt lautstark, kommentiert jeden Fehler seines Teams, verwirft die Hände oder schlägt sie über seinem Kopf zusammen. Doch gegen die clevere Taktik von Coolman Jarotta bringt alles nichts…

Mit Coolness schaukeln die Luzernerinnen um die starke Dirigentin Dominika Jarotta, die unermüdliche Antreiberin Leona Neumannova und die unwiderstehliche Vollstreckerin Korina Perkovac – nominiert für den Volley1 „Best Rookie“ Award –  die ersten beiden Sätze mühelos nach Hause.

Im dritten Satz beweist Jarotta nicht nur Format, Stil und Klasse, sondern dass er zweifellos zu den herausragenden Trainerpersönlichkeiten im internationalen Volleyball gehört. Er gibt seinen Ersatzspielerinnen (u.a. Junioren-Nationalspielerin Adriana Smiljkovic) eine Chance ihr Können zu zeigen. Er steht auf, coacht die Jungen von der Seitenlinie aus und wird auch dann nicht nervös, als er sieht, dass der Satz verloren gehen könnte. Der Satz geht letztlich mit 24:26 unglücklich verloren, doch für die weitere Karriere dieser jungen Spielerinnen ist eine solche Erfahrung Gold wert.

Im vierten Satz lässt Jarotta dann nichts mehr anbrennen und setzt auf seine Starting Six – und ratzfatz wird das Heimteam mit 25:14 schachmatt gesetzt!

Nach dem Spiel richtet Jarotta dennoch ein paar ernste Worte und bemängelt das Verhalten einer Spielerin: „Das Spiel ist nicht aussagekräftig, der Gegner war relativ schwach. Ich ärgere mich, wenn eine Ersatzspielerin draussen lacht, anstatt konzentriert und fokussiert auf das Spiel zu sein. Sie ist jung, talentiert und kann dereinst eine gute NLA-Spielerin werden, doch die Haltung muss stimmen.“ Bei der Spielerin fliessen daraufhin die Tränen…

Kapitänin Leona Neumannova zu Volley1: „Ich kann von Dusan viel lernen. Er ist hart zu den Spielerinnen und ein guter Lehrer. Wenn bei einer jungen Spielerin mal Tränen fliessen sind das Emotionen. Positive und negative Emotionen ist eben Teil des Spiels.“

Nach dem Spiel gönnen sich Dusan Jarotta und Volley1 noch ein Gläschen Absinth aus der Region. Sympathique, santé!

Volley1-Top3: 1. Dominika Jarotta (Volley Luzern), 2. Korina Perkovac (Volley Luzern), 3. Leona Neumanova (Volley Luzern)

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YESSS! Sm’Aesch Pfeffingen ist Weiss-Blau-TESS!

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Sie haben es wirklich geschafft!

Sm’Aesch Pfeffingen besiegt nach einem unfassbar spannenden Hitchcock-Krimi den haushohen Favoriten Volero Zürich in vier Sätzen (23:25, 25:22, 25:18, 25:22) und geht in der Playoff-Finalserie überraschend mit 1:0 in Führung.

Glückwunsch, Sm’Aesch Pfeffingen!

Beim Stand von 24:22 nach 112 Minuten haut Voleros serbische Europameisterin Ana Bjelica den Ball ins Netz!

Sm’Aesch eine weiss-blaue Jubel-Traube!

Tess von Piekartz lässt einen Freudeschrei los, Libero Anna Pogany drückt Anu Ennok herzhaft und stemmt sie in die Höhe. Der nackte Wahnsinn! Die überragende Nationalspielerin aus Holland: „Wir sind überglücklich, jetzt geht es los. Volero hat zwar sehr gute Einzelspielerinnen, doch wir sind als Mannschaft richtig stark aufgetreten!“

Tess jubelt, alle jubeln! Vorneweg natürlich der Sm’Aesch-Erfolgstrainer.

Andi Vollmer: „Superstark! Wir haben heute die bessere Playoff-Form als Volero gehabt. Ich habe an der Seitenlinie überhaupt nicht gelitten, sondern einfach nur Spass gehabt. Bei uns denken alle positiv und haben keine Angst. Und Tess von Piekartz hat sich in jeden Ball reingeschmissen, sie ist ein Klassekapitän!“

Anna Pogany (Deutsche Nationalspielerin): „Ein gutes Gefühl! Wir haben nahtlos an die guten Spiele gegen Düdingen angeknüpft. Unser Teamgeist ist unglaublich, alle Spielerinnen haben Punkte gemacht. Jetzt werden wir das Spiel auf Video genau analysieren und am Mittwoch geht’s in Zürich wieder von vorne los…“

Elisa Visentin: „Das ist ein cooles Gefühl! Ich gehe noch ins Gymnasium, doch trotzdem bin ich voll und ganz im Team integriert. Nun ist alles möglich…“ Und: Wie tönt den ‚Schweizer Meister Sm’Aesch‘? „Das wäre richtig geil! Das würde ein riesiges Fest geben!“

Der Reihe nach: Wie vogelwild die erste Playoff-Finalpartie, es geht rauf und runter!

Vor dem Spiel fährt Präsident Werner Schmid zahlreiche Holzstühle auf einer Schubkarre in die Halle, derweil sich Alexandra Böhm von der Geschäftsstelle draussen mit einem Medienschaffenden über eine journalistisch unausgewogene Meldung der Schweiz. Depeschenagentur unterhält. An der Bar gönnt sich Mittelblockerin Jazmine White derweil noch einen Kaffee. Volley1 fragt: Ein bisschen Koffein vor der Finalissima? „Oh ja, ich trinke vor jedem Spiel noch einen Kaffee“, lacht die Kanadierin. Auf dem angrenzenden Spielplatz liegt Ljubica Milojevic in der Schaukel und wird von Tiiamari Sievänen angestossen.

Um Punkt 16:58 Uhr wird die Partie angepfiffen!

1.Satz: Bereits nach wenigen Minuten beim Stand von 2:6 für Volero nimmt Trainer Andi Vollmer erstmals ein Timeout. Wird das Heimteam vom Favoriten aus der Limmatstadt glatt überfahren? Denkste. Aesch macht sechs Punkte in Serie, geht mit 8:6 in Führung. Es bleibt bis zum Schluss eng – dann erlöst Mira Todorova den Schweizer Meister nach 27 Minuten zum 23:25 Satzgewinn!

Doch Sm’Aesch Pfeffingen spürt: Volero defensiv zu schwach, da geht was…

2.Satz: Doch der Auftritt der Zürcherinnen wirkt pomadig und nicht überzeugend. Trainer Avital Selinger läuft an der Seitenlinie wie ein Löwe hochkonzentriert auf und ab. Volero-Boss Stav Jacobi leidet sichtbar am Spielfeldrand. Neben ihm sitzt Volleyball-Experte und Autor Michel Bolle, dessen erfolgreiches Buch „100 Power Zitate: Für ein glückliches und erfolgreiches Leben“ in diesem Moment bestimmt sehr wertvoll für Jacobi hätte sein können. Aesch holt sich den Satz mit 25:22.

3.Satz: Ein nahezu perfekter Satz des Heimteams. Libero Anna Pogany kratzt jeden Ball heraus und auch Zuspielerin Tess von Piekartz zeigt eine herausragende Partie – beide weltklasse! Kaum zu glauben, dass sich diese bärenstarke von Piekartz nach dieser Saison eine Volleyball-Pause gönnen möchte. Und im Angriff sind Nicole Walch, Maja Storck und Anu Ennok unwiderstehlich. Das ist Spitzenvolleyball, was das Team von Andi Vollmer zeigt – ein echter Leckerbissen für die zahlreichen begeisterten Zuschauer. Mit einem Hammersmash von Jazmine White krallt sich Aesch auch diesen Satz mit 25:18.

4.Satz: Mutmacher zum Start in den vierten Satz: Nun lässt der letztjährige Vize-Meister nichts mehr anbrennen und geht sofort mit 5:1 in Führung. Volero scheint ratlos, findet kein Rezept, um gegen dieses hervorragende Aescher Kollektiv ernsthaft Paroli bieten zu können. Jacobi schüttelt ungläubig den Kopf, tippt Textnachrichten in sein Telefon und tätigt Anrufe. Äusserlich scheint er ruhig, doch wer den sympathischen Volleyball-Afficionado kennt, weiss dass es in ihm brodelt! Andi Vollmer feiert jeden Punkt ausgiebig und animiert sein Team bis zum Schluss (25:22) nicht nachzulassen.

Dann der Triumph über den Liga-Krösus Volero: Vier Hammersätze bringen Aesch den verdienten Sieg im ersten Playoff-Finalspiel! Auch Jacobi applaudiert dem Siegerteam anerkennend. In der Niederlage zeigt sich bekanntlich die wahre Grösse…

Nochmals Andi Vollmer: „Wir haben sehr gut geblockt und haben auch besser serviert. Es wird mitunter entscheidend sein in der Playoff-Serie, wer besser aufschlägt. Natürlich haben wir noch nichts erreicht – doch heute haben wir einen ersten aber wichtigen Schritt gemacht…“

Aesch führt in der Finalissima, Aesch tanzt. Noch zweimal tanzen bis zum Titel.

Volley1-Top3: 1. Tess von Piekartz (Sm’Aesch Pfeffingen), 2. Anna Pogany (Sm’Aesch Pfeffingen), 3. Nicole Walch (Sm’Aesch Pfeffingen)

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Voleros Duracell-Hasen bodigen Kanti – Unti drückt YB die Daumen!

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Friede, Freude, Eierkuchen! Volero-Boss Stav Jacobi so locker wie nie zuvor – seine Duracell-Hasen gewinnen das Playoff-Halbfinale gegen Kanti Schaffhausen klar in drei Sätzen (25:17, 25:13, 25:15) und können heute ins Finale einziehen.

„Wann finden die Finalspiele statt?“ Das ist die häufigste Frage, die gestern unter den Zuschauern in der Sporthalle Birch diskutiert wird. Die Mannschaft von Trainer Avital Selinger ist erst am Freitagnachmittag vom Champions League Kracher gegen VakifBank Istanbul in die Limmatstadt zurückgekehrt. Trotz der diskussionslosen Niederlage in der Königsklasse ist kein Frust, sondern viel mehr Lust auf das Playoff-Halbfinale gegen die Überraschungs-Mannschaft von Kanti Schaffhausen zu spüren.

Neben der langzeitverletzten Rosir Calderon Diaz, sitzen auch Ljubica Milojevic, Samara Almeida und Tiiamari Sievänen auf der Tribüne. Alles Topspielerinnen, die in jedem anderen NLA-Team sichere Stammspielerinnen wären. Bei Kanti Schaffhausen setzt Trainer Nicki Neubauer derweil von Beginn weg auf die frischgebackene NLB-Meisterin (Volley Luzern) und „Best Rookie 2018“ Korina Perkovac. Goldrichtig, Nicki! Die 18-jährige zeigt eine gute Partie und kann im Angriff und im Block gleich mehrmals punkten.

Nicki Neubauer zu Volley1: „Ja, ich bin sehr zufrieden mit Korina. Sie ist ein guter Typ ohne jegliche Starallüren und wird uns mit Sicherheit noch viel Freude bereiten. Ich habe mich seit zwei Jahren um sie bemüht und bin glücklich, dass der Transfer zu Kanti Schaffhausen geklappt hat.“

Übrigens: Bei der Nachwuchs-Schweizermeisterschaft FINAL FOUR am 28./29. April 2018 in Neuenburg wird Korina Perkovac für das U23-Team von Volley Luzern auflaufen. Im gleichen Team wird auch ihre Kanti-Teamkollegin und baldige WG-Mitbewohnerin Marija Smiljkovic spielen – mit diesem Glanz & Glamour-Duo sind die Luzernerinnen die heissesten Favoritinnen auf den Nachwuchs SM-Titel (Volley1 wird exklusiv darüber berichten).

Zum Spiel: Die Gäste vom Munot halten jeweils bis Satzhälfte wacker mit und spielen phasenweise hochstehendes Volleyball. Doch mit zunehmender Satzdauer zeigt der Schweizer Meister in allen drei Sätzen mehr Stehvermögen. Kraftvoller und mit mehr Power! Eigentlich sollte Duracell den Volleyball-Girls von Stav Jacobi einen Werbevertrag anbieten. Wie den bekannten Batterien scheint auch Volero Zürich nie die Energie auszugehen.

Voleros Duracell-Hasen bodigen Kanti Schaffhausen – 25:17, 25:13, 25:15!

„Wir können athletisch und physisch nicht mit Volero Zürich mithalten, doch wir müssen uns mehr wehren. Da wären heute mehr Punkte drin gelegen, doch der Aufschlag muss besser und die Eigenfehler deutlich minimiert werden“, analysiert Neubauer realistisch.

Bei Volero Zürich gibt es niemanden, der ernsthaft an einer erfolgreichen Titelverteidigung zweifelt. Dafür ist Coach Avital Selinger ein zu schlauer Fuchs, der es wie kein Anderer versteht das maximale Potenzial seiner Spielerinnen abrufen. Die Volley1-Award „Best Swiss Player 2018“-Gewinnerin Laura Unternährer ehrgeizig zu Volley1: „Ich gehe davon aus, dass wir in Schaffhausen ins Finale einziehen werden. Wir müssen uns nun noch ein letztes Mal pushen und den Titel holen!“

Avital Selinger mit ernster Miene: „Ich habe dieses klare Ergebnis erwartet. Das hat nichts mit Schaffhausen zu tun, sondern wie wir uns präsentiert haben. Wir werden morgen sehen, ob sich nach dieser strengen Woche die eine oder andere Spielerin etwas ausruhen muss.“ Dann kommt sein Boss Stav Jacobi hinzu und scherzt: „Wir machen es wie New York, wir schlafen nie…“

Stav Jacobi so locker wie nie bei der Abschiedstournee von Volero Zürich – er geniesst jeden Sieg in vollen Zügen! Hier kann der Volero-Boss und Verwaltungsrat vom Fussball-Traditionsverein Grasshopper Club auch die schwachen Auftritte von GC vergessen. Seine Topskorerin Unti zum Thema Fussball: „Ich bin zwar kein Fussballfan, doch am ehesten bin ich für YB!“ Eine echte Bernerin vergisst eben ihre Wurzeln nicht…

Nebenbei: Es ist ein Armutszeugnis für die Schweizer Medienlandschaft, wenn bei einem SM Playoff-Halbfinale zwischen Champions League Teilnehmer Volero Zürich und dem sympathischen Kanti Schaffhausen die fünf aufgestellten Medientische (abgesehen von Volley1-Das Schweizer Volleyball-Portal) komplett leer bleiben. Es mag zynisch klingen: Es waren mehr Olympia-Medaillengewinnerinnen in der Halle als Medienschaffende…

Volley1-Top3: 1. Nancy Carrillo (Volero Zürich), 2. Ana Antonijevic (Volero Zürich), 3. Katerina Holaskova (Kanti Schaffhausen)

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Merci Neuchâtel UC! Ihr seid unsere Cupsieger der Herzen!

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Mit diesem Auftritt ist Neuchâtel UC der Cupsieger der Herzen: Die orange Wand der Superfans, die Klasse von Zuspielerin Morgan Bergren (24) und die Glückstränen von Mandy Wigger (30)!

Der Traum vom Cupsieg ist vorbei. Kein Grund, den Kopf hängen zu lassen! Diese Superfans sind einzigartig! Eine solche orange Wand hat man in der Schweiz zuletzt während der Fussball-Europameisterschaft vor zehn Jahren bei den Spielen von Holland gesehen. Hunderte NUC-Fans feiern ihre Mannschaft im Cupfinale. Die Anhänger singen, tanzen, schwenken Fahnen und skandieren lautstark „Ici c’est NUC!“ Die Tribüne in Fribourg färbt sich angesichts der Menschenmassen, die T-Shirts und Hüte tragen, in Windeseile orange. Bei diesem Verein wird marketingmässig vorbildliche Pionierarbeit für das Schweizer Volleyball geleistet – chapeau!

Morgan Bergrens Traum

Eine Spielerin, die dem Zuschauer sofort ins Auge springt, ist Morgan Bergren. Die Amerikanerin mit schwedischen Vorfahren hat als Zuspielerin feine Hände wie ein Pianist. Dabei steht die ausgebildete Sportlehrerin aus Indiana musikalisch eher auf Countrymusik. Sie lebt in einer Wohngemeinschaft mit ihrer besten Freundin Cassidy Pickrell, die ebenfalls bei NUC unter Vertrag ist. Die Beiden unternehmen viel zusammen, gehen shoppen, mögen es zu reisen und die Schweiz zu erkunden.

„Dieser Cupfinal hat mir unheimlich Spass gemacht! Die tolle Atmosphäre, die vielen Fans, das ist ein spezieller Tag in meiner Karriere. Ich fühle mich hier in der Schweiz sehr wohl, auch wenn es mit dem Französischlernen noch nicht so richtig geklappt hat“, lacht Bergren.

Angefangen mit Volleyball hat die bildhübsche Zuspielerin im zarten Alter von sechs Jahren in der Schule. Ihr Vater Dan arbeitet als Pferdetrainer, spielte früher Eishockey und wurde dank Tochter Morgan derart vom Volleyballvirus gepackt, dass er mittlerweile auch selber mehrere Volleyball-Mannschaften trainiert. Morgans Mutter ist Lehrerin, hat selber nie Leistungssport gemacht. „Sie war früher Cheerleaderin“, schmunzelt Bergren, „vielleicht habe ich meine Energie von ihr geerbt.“ Komplettiert wird Morgans Familie mit der jüngeren Schwester Madison.

Bevor Bergren in die Schweiz zu NUC kam, spielte die sympathische Frohnatur ein halbes Jahr in Schweden bei Svedala. Sie wird nächste Saison voraussichtlich nicht mehr bei NUC spielen und steht bei anderen NLA-Vereinen ganz oben auf der Wunschliste. Wenn sie weiter derart überragend spielt, darf sie den Traum von einer Selektion ins US-Nationalteam auch weiterhin träumen. Yes, Morgan can!

Mandy Wiggers Glückstränen

Besonders speziell war der Cupfinal auch für Mandy Wigger, die nach der Saison ihre langjährige erfolgreiche Karriere beenden und sich neuen beruflichen Herausforderungen zuwenden wird. Auch in ihrem letzten Finalspiel hat sie wie immer nochmals alles gegeben und wurde nach dem Spiel mit dem goldenen Ball als beste Spielerin ihres Teams ausgezeichnet. Die zahlreichen Schlachtenbummler von NUC feiern ihre kämpferische Diagonalangreiferin frenetisch. Daraufhin wird Wigger von ihren Gefühlen komplett übermannt und weint auf dem Spielfeld Tränen des Glücks!

„Mir ist in diesem Moment die ganze Karriere durch den Kopf gegangen. Wenn ich könnte, würde ich noch 50 Saisons anhängen, doch ich habe überall Schmerzen“, erklärte Wigger Volley1.

Sie hat in ihrer Karriere unzählige Titel gewonnen: 3x Meister, 4x Cupsieger, 2x Supercupsieger. Auch in der Nationalmannschaft war sie als Kapitänin unter Trainerin Svetlana Ilic in spielerischer und menschlicher Hinsicht stets eine grosse Stütze für die Mannschaft. Ein sicherer Wert und eine vorbildliche Spielerin, an der sich die Jungen aufrichten konnten. Sie wird künftig als Coach eine Herren-Mannschaft in der 1. Liga trainieren.

Auch Volero-Boss Stav Jacobi würdigt Wiggers Verdienste: „Mandy Wigger ist eine schillernde Persönlichkeit in der Schweizer Volleyballszene. Sie hat eine tolle Karriere gemacht, die leider oftmals durch Verletzungen überschattet wurde. Sie ist eine der Spielerinnen, die massgeblichen Anteil daran haben, dass sich das Volleyball hierzulande in den letzten Jahren weiterentwickelt hat!“

Am späten Abend haben sich Spielerinnen und Fans von NUC in der Heimstätte Salle de la Riveraine zum gemeinsamen Abendessen versammelt.

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