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C’est LUCratif! 6 Spiele, 6 Siege – Dieses 3. Liga Team sorgt für Furore

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So schön, so dramatisch, so irre kann Volleyball sein!

Der Kracher zwischen La Côte und dem ambitionierten Lausanne UC (LUC) hat alles, was ein Volleyballspiel braucht. Den Kampf, das Tempo, die Klasse, die Spannung. Beste Werbung für den Sport von beiden Teams. Aber die Stimmung ist nach dem 3:2-Kracher (25:21, 27:29, 19:25, 26:24, 15:11) bei LUC euphorisch und bei La Côte mies.

Lausannes Mittelblock-Ass Alexandra Sola nach dem Triumph zu Volley1: „Ich bin stolz auf die Mannschaft, dass wir dieses verrückte Spiel gewonnen haben, einfach cool! Es hat Riesenspass gemacht.“ Und Sonja Giger (ehemals NLB mit Züri Unterland), die nach einer längeren Wettkampfpause wieder mit Volleyball angefangen hat: „Super! Es ist einfach toll in einem solch ambitionierten Team zu spielen. Ich möchte mit meiner Erfahrung auch die jungen Spielerinnen unterstützen.“

Der Klub aus der olympischen Hauptstadt hat eine makellose Bilanz: sechs Spiele, sechs Siege. Ohlala, davon können die Herren von Supercup-Sieger LUC derzeit nur träumen. Die Frauen von LUC haben das Siegergen. Sie lassen sich nicht aufhalten, marschieren schnurstracks durch.  Im Rennen um den Aufstieg in die 2. Liga hat man nun den ersten Satz bereits in der Tasche. Einziger Wehmutstropfen ist, dass sich Alana Blagojevic am Knie verletzt hat und vorsorglich zur Arztkontrolle geht…

Das Heimteam startet trotz den verletzungsbedingten Abwesenheiten von Junioren-Nationalspielerin Anja Blagojevic (2 Wochen Pause, Fussverletzung) und Océane Follonier konzentriert in die Partie. Bestrebt die Siegesserie von bisher fünf Siegen weiter fortzusetzen. Doch der Gegner La Côte (letzte Saison 2.Liga) erweist sich als der erwartet zähe Gegner, der um jeden Ball wie ein wilder Löwe kämpft. Dank einer Aufschlagskette von Blagojevic kann man einen 19:20 Rückstand in einen 23:20 Vorsprung verwandeln. Das favorisierte Heimteam holt sich den ersten Satz doch noch mit 25:21 Punkten.

LUC rauscht im zweiten Satz los, als wäre in der heimischen Sporthalle ein Staudamm gebrochen. Tempo, Wille, Entschlossenheit – alles wieder da wie bereits schon in den ersten fünf Meisterschaftsspielen. Schnell steht es 6:1 für das Heimteam – La Côte (letzte Saison 2. Liga) sieht sich zum ersten Timeout gezwungen. Mit Erfolg – sie finden ins Spiel zurück und können als erstes Team überhaupt zur Freude des neutralen Zuschauers diese Saison gegen LUC einen Satz gewinnen (29:27).

Auch im folgenden Satz macht La Côte nahtlos dort weiter, wo sie im zweiten Satz zuvor aufgehört haben. Besonders die langen Ballwechsel können sie öfters für sich entscheiden und spielen sich so in einen Spielrausch. Hinzu kommt, dass sich bei LUC nun vermehrt unnötige Eigenfehler (insbesondere in der Annahme) einschleichen. LUC-Trainer Pierre Pfefferle erlebt ein Wechselbad der Gefühle, treibt sein Team pausenlos nach vorne. Doch La Côte zieht durch und schnappt sich diesen Satz klar 25:19.

Gelingt La Côte die Überraschung? LUC taumelt, ist aber noch nicht K.o.!

In der Pause appelliert Pfefferle an Disziplin und Charakter, die es nun braucht, um die Partie nochmals drehen zu können. Zu Beginn des vierten Satzes spielen beide Teams wieder auf Augenhöhe – doch dann zieht La Côte wieder davon. Geholfen haben da sicher auch sechs Servicefehler von LUC. Der Match scheint gelaufen, die Gäste haben sechs (!) Matchbälle (18:24). Sola sagt nach dem Spiel: „Nein, da habe ich nicht mehr an den Sieg geglaubt.“

Dann eskaliert das Volleyball-Spektakel!

Kapitän Aline Chacon zeigt beim Service Nerven wie Drahtseile. (Pfefferle: „Aline ist ein hervorragender Kapitän!) Die erfahrene Chinesin Yiting Cao (ehemals NLA mit Kanti Schaffhausen), hinter der selbst ein NLA-Verein her war, und die Alana Blagojevic (ehemals NLB mit Glaronia) sorgen mit mustergültigen Annahmen und eiskalten Abschlüssen dafür, dass sich die Mannschaft Punkt für Punkt wieder herankämpft. Im Mittelblock spielt die angehende Psychologin Alexandra Sola nahezu fehlerfrei. 19:14, 20:24, 21:24, 22:24, 23:24…

Nanu, geht das noch etwas? Ja! LUC wehrt tatsächlich alle sechs Matchbälle von La Côte ab und entscheidet den Hitchcock-Krimi-Satz noch mit 26:24 für sich.

Im Tie-Break vergeigt La Côte wieder eine 0:4 Führung und scheitert an der Nervenstärke der optimal eingestellten Lausannerinnen. Auch in diesem Satz erweist sich Cao als sicherer Wert für die Mannschaft – sie ist es auch, die letztlich den Matchball zum 15:11 verwertet.

Sechstes Spiel, sechster Sieg – chapeau, mesdames!

Nach dem Spiel meinte Pierre Pfefferle: „Das ist ein fantastisches Hobby, eine Passion! Wir haben heute unter Druck und Stress gut gespielt. Das stimmt mich zuversichtlich – den unser Ziel ist der Aufstieg in die 2.Liga!“

Volley1 meint: Volleyball in Lausanne – c’est LUCratif!

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LUC bodigt auch Cheseaux! Mit Volleyball-Spektakel ins Cup-Viertelfinale

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Advent, Advent ein Lichtlein brennt! Wer sagt denn, dass die Adventszeit ruhig und besinnlich ist: Lausanne UC deklassiert im Achtelfinale des Waadtländer Cup den VBC Cheseaux problemlos in drei Sätzen (25:17, 25:18, 25:17).   

Die Mannschaft von Trainer Pierre Pfefferle dominiert nicht nur die Meisterschaft nach Belieben, sondern trumpft nun auch im Cup noch gross auf. Auch der Traditionsverein Cheseaux kann die Überfliegerinnen von LUC nicht aufhalten. Rumms! Anstatt Siege gibt’s Hiebe von LUC…

Die Partie ist eine einseitige Sache: In allen drei Sätzen lässt LUC zu keinem Zeitpunkt etwas anbrennen. Trotzdem machten die Frauen von LUC dem Heimteam noch ein paar verfrühte Weihnachtsgeschenke in Form von unnötigen Fehlern. Ansonsten wäre das Resultat noch wesentlich höher aufgefallen.

Trainer Pfefferle wechselte mutig, gab auch den jüngeren und unerfahrenen Spielerinnen (beispielsweise Delphinia Al Hallali) wertvolle Spielzeit, die für deren Weiterentwicklung und Selbstvertrauen wichtig ist. Und er sendet so eine Botschaft an sein Team, dass jede Spielerin ein wichtiges Mosaikteilchen des Erfolgs ist!

Die grösste Herausforderung von LUC ist es trotz dem Klassenunterschied in der Meisterschaft und bisher im Waadtländer Cup die Konzentration zu jedem Zeitpunkt hoch zu halten. Der Durchmarsch von der vierten Liga in die zweite Liga und nächstes Jahr in die erste Liga scheint vorprogrammiert.

Weihnachten in Argentinien und im Wallis

Nach dem Spiel sagte Alana Blagojevic: „Wir hatten einige Hochs und Tiefs im Spiel, doch es macht Freude mit diesem Team zu spielen.“ Auch ihre jüngere Schwester Anja, die letzte Saison noch für Cheseaux (1. Liga) spielte und dieses Jahr im NLA-Team von Teemu Oksanen vorgesehen war, freute sich: „Ich fühle mich sehr wohl bei LUC, doch ich habe auch viele schöne Erinnerungen an diese Halle und an Cheseaux.“

Wer will dieses Team stoppen? Der Aufstieg in die zweite Liga scheint bereits nach der Meisterschafts-Hinrunde als perfekt – und nun bläst man zum Angriff auf den Titel (Waadtländer Cup)!

Libero Floriane Paschoud analysiert treffend: „Wir konzentrieren uns primär auf die Meisterschaft, der Waadtländer Cup ist für uns ein Bonus. Die anderen Mannschaften in der dritten Liga spielen teilweise gutes Volleyball, doch wir spielen eine Stufe drüber. Wir verfolgen unser langfristiges Ziel beharrlich und versuchen stets unsere beste Leistung abzurufen.“

Nun werden die Batterien über Weihnachten wieder aufgeladen, um im neuen Jahr wieder nahtlos dort anzuknüpfen, wo man dieses Jahr aufgehört hat. Angriffs-Ass Yiting Cao wird in Argentinien feiern, das Team-Küken Delphinia Al Hallali bei den Grosseltern im Wallis.

Joyeuses Fêtes de Noël à tous!

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Mega-Lausanne nicht zu stoppen: Halber Aufstieg schon perfekt!

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Spitzenreiter Lausanne UC bleibt nach dem souveränen 3:1 Sieg (25:27, 25:17, 25:22, 25:15) weiterhin ohne Niederlage.  

Die Frauen von Lausanne UC fegen durch die 3. Liga, räumen gnadenlos jeden Gegner aus dem Weg. Am Montagabend musste der VBC Pully dran glauben. Pierre Pfefferles Truppe machte dem Gegner zuerst ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk und feierte anschliessend im neunten Spiel den neunten Sieg!

Dieses Mega-Lausanne ist nicht zu stoppen – wann schicken die ersten Gegner die Punkte gleich mit der Post in die olympische Hauptstadt?

Die Haupteingänge blieben alle geschlossen, so gelangten eine Hand voll interessierte Volleyball-Afficionados nur durch einen Nebeneingang in die Sporthalle. Die Spielansetzung unter der Woche abends spät um 20.45 Uhr ist alles andere als glücklich gewählt – mehrere Spielerinnen waren darüber verärgert. Da braucht es mehr Fingerspitzengefühl bei der Spielansetzung…

Der Tabellenführer musste auf die Schwestern Alana und Anja Blagojevic sowie weiterhin die Langzeitverletzte Annaelle Cobo (alle Knieverletzung) verzichten.

Im ersten Satz legte LUC wie die Feuerwehr los, lag schnell mit zehn Punkten (17:7) in Front – doch dann schalteten Yiting Cao, Alexandra Sola, Aline Chacon und co. zwei Gänge zurück. Es schlichen sich zunehmend mehr unnötige Eigenfehler im Spiel des haushohen Favoriten ein, und man höre und staune… Pully holte sie doch tatsächlich noch den ersten Satz!

Geschenke erhalten die Freundschaft hatte sich LUC da wohl gedacht. „Pas de cadeaux, les filles!“ (Anm. d. Red. „Keine Geschenke, Mädels!“), rief die Mutter einer Spielerin – und damit es auch wirklich alle verstehen, auch in englischer Sprache „Christmas is over!“

Fertig lustig! Jetzt legte LUC nochmals eine Schippe drauf! 

In den folgenden Sätzen dominierte LUC wieder so deutlich, wie man es von Beginn weg erwartet hatte, derweil dem Heimteam und Tabellenvierten Pully mit zunehmender Spieldauer allmählich die Puste ausging. So beschenkte LUC den Gegner mit einem Satzgewinn und sich selbst mit einem 3-Punkte-Sieg! Mit durchschnittlicher Leistung zum Sieg – das nennt man Klasse!

Mittelblockerin Sonja Giger analysierte treffend: „Wir haben den Gegner zu Beginn sehr gut im  Griff gehabt – danach sind wir das Spiel streckenweise zu locker angegangen. Mit einer guten Defense und viel Kampfgeist haben sie dagegengehalten. Doch mit zunehmender Spieldauer sind wir aus dem Loch gekommen!“

Und Mathematik-Studentin Daniela Spadaro: „Das war nicht unser bestes Spiel, wir waren alle ziemlich müde. Doch Hauptsache wir konnten auch diesen Sieg einfahren. Morgen um 8.00 Uhr geht’s für mich an der Universität weiter…“

Der halbe Aufstieg ist perfekt! Nach der Hinrunde steht LUC mit 26 Punkten aus neun Spielen unangefochten einsam an der Tabellenspitze!

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Übermacht Lausanne UC unaufhaltsam – darum sind die LUC-Frauen so dominant

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C’est magnifique! Lausanne UC gewinnt den Spitzenkampf gegen das ungeschlagene Epalinges mit 3:1-Sätzen (25:20, 25:13, 24:26, 25:13). Die Mannschaft von Trainer Pierre Pfefferle steht vor dem Durchmarsch von der 4. Liga 2017/18 über die 3. Liga 2018/19 in die 2. Liga 2019/2020.

Die Ersten in der 3. Liga resignieren schon wegen dieser Lausanne-Übermacht! Und das nach dem 8. Spieltag…

Seit Beginn der Saison dominiert LUC die Liga wie nie zuvor. Acht Spiele, acht Siege. Und die neunte am Montag beim Tabellenvierten in Pully scheint für alle auch beschlossene Sache.  

Nach dem problemlosen Sieg des Lausanner Traditionsvereins am Freitagabend zu Hause in Dorigny sagte Zuspielerin Lena Pfefferle: „Ich kann mir nicht vorstellen, dass wir diese Saison ein Spiel verlieren.“

ÜBERMACHT LUC!

Selbst im Schongang scheint das Team von Pierre Pfefferle mindestens zwei Nummern zu gross für den Rest der Liga zu sein. Davon überzeugte sich gestern auch der Schweizer Volleyball-Papst Georges-André Carrel, der bei LUC die Funktion des technischen Direktors innehat.

Volley1 analysiert, warum LUC derzeit (noch) keiner stoppen kann.

Mit Floriane Paschoud ist man auf der Libero Position gut besetzt. Auch die beiden Zuspielerinnen Lena Pfefferle und Elea Tribolet lassen immer wieder ihre mit einer genialen Spielübersicht verbundene Klasse aufblitzen.  

In der Mitte stehen mit der grossgewachsenen Alexandra Sola (183cm) und der ehemaligen NLB-Spielerin Sonja Giger (Züri Unterland) zwei zuverlässige Leistungsträgerinnen. Pechvogel Annaelle Cobo hat sich bereits im einen der ersten Saisonspiele verletzt und fällt voraussichtlich die ganze Saison aus.

Im Angriff gibt’s schon im Training einen bereichernden Konkurrenzkampf um die Plätze. Um die Spielerinnen Yiting Cao und Anja Blagojevic (Junioren Nationalmannschaft) haben sogar NLA-Vereine gebuhlt. Hinzu kommt Kapitän Aline Chacon, die eine überragende Saison spielt und die Mannschaft als Kapitän vorbildlich zusammenhält. Alana Blagojevic hat zuletzt ebenfalls noch in der NLB (Glaronia) für Furore gesorgt und bringt Erfahrung und Kampfgeist in das Topteam.

Auch die Spielerinnen auf der Ersatzbank verspüren Lust anstatt Frust und sind enorm wichtig für das Team. Daniela Spadaro glänzt regelmässig in der Jokerrolle und auch Pauline Borens, Océane Follonier und Delphinia Al Hillali sind wertvolle Teile im Erfolgsmosaik von LUC.

Die Mannschaft ist unterfordert, spielt sämtliche Gegner an die Wand. Wird es den Spielerinnen nicht langweilig?

Lena Pfefferle: „Das macht einfach Spass! Mit einigen Teamkolleginnen spiele ich schon seit Jahren zusammen. Wir wollen natürlich jedes Spiel gewinnen und auch dieses Jahr erneut aufsteigen!“ Wird zu Hause oft über Volleyball gesprochen? „Oh ja! Doch das stört mich nicht – mein Vater ist ein Perfektionist und übt konstruktiv-sachliche Kritik, die einem sportlich weiterbringt“, sagt die Trainer-Tochter.

Anja Blagojevic (Nationaltrainer Timo Lippuner: „Eine der Besten ihres Jahrgangs!“): „Ich habe nicht gedacht, dass wir die Partie derart dominieren. Doch wir haben eine gute Mannschaft mit erfahrenen Spielerinnen. Bereits morgen spiele ich mit Kolleginnen bei einem „Drei gegen Drei“ Volleyball-Turnier in Nyon…“

Ein Aufstieg des Traditionsvereins LUC aus einer derart volleyballverrückten Region, ist für alle Volleyball-Afficionados eine Bereicherung!  

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