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Miracle! Mira Todorova blockt Volero Zürich zum Sieg

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Der Meisterschaftsfavorit Volero Zürich gewinnt gegen Edelline Köniz mit einer überragenden Mira Todorova souverän in 4 Sätzen (25:18, 25:11, 22:25, 25:16)– gleichzeitig verlieren sie Nationalspielerin Gabi Schottroff (Mittelblock).  

Die Mannschaft von Volero Zürich hat sich nach der unglücklichen Niederlage (nach 185 Spielen in Folge) gegen Kanti Schaffhausen viel Kritik, Häme und Spott anhören müssen. Bereits unmittelbar nach der Niederlage hat Bojan Simurina, einer der mächtigsten Personen in der Volleyballszene, eine Brandrede zur Mannschaft gehalten und eindringlich an die Verantwortung jeder einzelnen Spielerinnen appelliert. Am Dienstagabend nach dem Training richtet sich dann auch Präsident Stav Jacobi an das Team und legt seine Sicht der aktuellen Situation nochmals klar und deutlich dar. Am Folgetag kommuniziert der Verein, dass die Europameisterin Bojana Zivkovic (Zuspielerin) an das Partnerteam nach Le Cannet (Fr) ausgeliehen wird. Und für das erste Heimspiel gegen Edelline Köniz spendiert der Verein Gratiseintritt für alle Zuschauer.

Mit diesem Vorgehen beweist Stav Jacobi einmal mehr, dass er nicht nur zu den kompetentesten Volleyballexperten gehört, sondern auch ein hervorragendes Gespür für den Puls der Mannschaft hat. Er ist Realist genug, um zu wissen, dass diese Mannschaft die Champions League nicht gewinnen  kann. Auch in der nationalen Meisterschaft kann es (wie bei jedem Spitzenteam) mal wieder einen Rückschritt geben. Und trotzdem wagt er das Experiment mit Anderson Rodrigues einen hochintellektuellen Strategen an die Linie zu stellen, der neue Impulse, frischen Wind in das junge Team reinbringen kann und wird.

Als das Experiment vergangene Woche ein erstes Mal scheitert, da bei der Abstimmung noch nicht alles passt, agiert Jacobi weise und vorausschauend, lässt die Spielerinnen zuerst von Simurina ins Gebet nehmen, um dann nach dem nötigen Abstand zum Spiel der Mannschaft selber seine Sicht der Dinge mitzuteilen. Damit nicht genug: Jacobi ist auch ein hochintelligenter taktischer Stratege. Er leiht Bojana Zivkovic aus, dürfte dafür eine stattliche Ausleihsumme kassieren und setzt dabei gleichzeitig ein klares Zeichen, dass er auf die jungen Spielerinnen setzt und ihnen mehr Verantwortung gibt. Mit Ana Antonjevic und Anastasia Kornienko haben die Zürcherinnen immer noch zwei hervorragende Zuspielerinnen in ihren Reihen. Er fordert und fördert eben seine Spielerinnen, die er so gerne als „zweite Familie“ bezeichnet. Eine Meisterleistung auf höchstem Niveau!

Der 1. Satz beginnt für Volero Zürich mit Pech: Die Mittelblockerin Gabi Schottroff scheidet bereits nach zwei Minuten verletzt aus. Für sie kommt Julie Lengweiler zum Einsatz. Volero  dominiert das Spiel und zwingt die ebenfalls punktelosen Gäste von Edelline Köniz zu vielen Fehlern. Besonders die Bulgarin „Miracle“ Mira Todorova, die letzte Woche noch auf der Tribüne geschmort hat, bringt frischen Wind in die Mannschaft. Nach einer knappen halben Stunde ist der Satz mit 25:18 in trockenen Tüchern.

Im 2. Satz geht es im gleichen Stil weiter. Insbesondere glänzen Mira Todorova im Mittelblock, aber auch Silvia Popovic als ruhender Pol in der Annahme, Ana  Antonjevic mit butterweichen Zuspielen und Rosir Diaz Calderon und Laura Unternährer als eiskalte Vollstreckerinnen – das Resultat 25:11 für Volero Zürich.

Im 3. Satz schafft Edelline Köniz die Wende. Angeführt von der Nationalspielerin aus Estland, Nette Peit, schafft es Köniz durch eine kämpferische Teamleistung den Satz zu gewinnen 25:22. Bricht Volero Zürich nun auseinander? Denkste…

Der 4. Satz wird zum Schaulaufen für das Heimteam. Die Gäste sind zwar bemüht, doch machen nicht den Eindruck, dass sich die Partie noch wenden können. Nach 102 Minuten verwertet Laura Unternährer den 2. Matchball den Matchball sicher 25:16 – Spiel, Satz, Sieg!

Das Team von Volero Zürich zeigt nach der Niederlage eine eindrucksvolle Reaktion und lässt die Gäste aus der Region Bern mit Ausnahme des 3. Satzes zu keinem Zeitpunkt in die Partie kommen. Die Monsterblocks von Mira Todorova eine Augenweide, Ana Antonjevic eine Bank, Ljubica Milojevic mit viel Power, Silvia Popovic ein sicherer Wert in der Defense, Rosir Diaz Calderon und Laura Unternährer punkten am Laufmeter und auch Nationalspielerin Julie Lengweiler findet sofort ihre Rolle im Team.

Anders sieht es bei Edelline Köniz aus, bei denen die Führungsspielerinnen Barbara Duarte und Nette Peit nicht recht auf Touren kommen. In der Annahme zu viele Fehler und im Angriff zumeist harmlos – dem Team von Algris Letis werden gegen den Serienmeister die Grenzen deutlich aufgezeigt.

Fazit

Trainer Anderson Rodrigues (Volero Zürich) nicht voll zufrieden: „Ich möchte heute nichts zum Spiel sagen…“

Trainer Algris Letis (Edelline Köniz): „Wir haben versucht die Fehlerquote möglichst klein zu halten. Dies ist uns in gewissen Phasen gut gelungen, doch wenn wir sie weiter reduzieren können, kann so ein Spiel auch mal anders aussehen.“

Volley1-Top3:    1. Mira Todorova (Volero Zürich),   2. Laura Unternährer (Volero Zürich),   3. Rosir Diaz Calderon (Volero Zürich)

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Beyoncé-Double ballert Sm’Aesch Pfeffingen an Tabellenspitze

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25:16, 25:20, 25: 21! Sm’Aesch Pfeffingen ist zurück auf dem Leaderthron! Der Kronfavorit auf den Meistertitel (Anm. d. Red. Volley1-Umfrage bei NLA-Trainern) Kanti Schaffhausen wurde kalt geduscht…

Wenn die Zuschauer schon vor dem ersten Volleyball-Bier das Gefühl haben doppelt zu sehen – dann können sie sich beruhigt in ihren Sitz fallen lassen. Die Frau, die dem amerikanischen Megastar Beyoncé so sehr ähnelt, heisst Jessica Ventura (27). Besser bekannt als das Beyoncé-Double aus Brasilien.

Frisur, Kleidungsstil – sogar eine edle Designer-Sonnenbrille wie Beyoncé trägt Ventura auf der Nase. Nur beim Ruhm und den finanziellen Einnahmen liegen Ventura und Beyoncé weit auseinander…

Die Brasilianerin schwärmt vom Superstar: „Beyoncé ist einfach wunderschön. Mit ihr verglichen zu werden, ist eine grosse Ehre. Ich mag ihre Musik, dazu die grandiose Show und das Spektakel!“

Aber wie gefährlich ist das Beyoncé-Double für die Gegner?

Bei Sm’Aesch Pfeffingen gehört die routinierte Diagonalangreiferin zu den Teamstützen. Eine enorme Sprungkraft, eine vorzügliche Technik und ein bodenständiges Auftreten, machen sie zur kompletten Allrounderin. Sie liebt Kino, Tanzen, Karneval und hat zuletzt in Italien für die Vereine Omia Volley 88 und Marsala gespielt.

Trainer Andi Vollmer heute freudig: „Jessica spielt immer gegen Schaffhausen richtig stark. Dieser Gegner scheint ihr zu liegen – offenbar liebt sie Schaffhausen!“ Bereits vor der Saison lobte sie Vollmer über den Klee: „Sie ist eine erfahrene Spielerin, die Emotionen ins Spiel reinbringt. Diese brasilianische Mentalität tut meiner Mannschaft gut!“

Jessica Ventura zu Volley1 cool: „Wir haben gegen den Favoriten ruhig gespielt, waren im Block solid. Jetzt muss ich duschen gehen und danach gibt’s Käsefondue zum Abendessen – ich liebe es!“

Beyoncé erhielt für ihren Song „Crazy in Love“ einst den begehrten Grammy-Award. Wenn ihr Double weiter so rockt, liebt man auch SIE in Aesch genauso verrückt…

Nebenbei: Powerlady Dora Grozer überzeugt mit einem brillanten Auftritt und die 16-jährige Annalea Maeder ersetzt die verletzte Taylor Tashima vorzüglich.

Volley1-Top 3: 1. Dora Grozer (Sm’Aesch Pfeffingen), 2. Jessica Ventura (Sm’Aesch Pfeffingen), 3. Annalea Maeder (Sm’Aesch Pfeffingen)

 

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5-Satz-Krimi! VFM verliert Derby und fühlt sich trotzdem gut

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Das Derby zwischen Volleyball Franches-Montagnes (VFM) und Viteos NUC in Rossemaison wird erst im Tiebreak entschieden. Das Team von Coach Lauren Bertolacci kann den 5-Satz-Krimi (23:25, 29:27, 25:22, 14:25, 10:15) schliesslich knapp für sich entscheiden!

Das Spiel hätte eigentlich zwei Sieger verdient gehabt. Beide Teams lieferten sich von Beginn weg einen offenen Schlagabtausch und jagten jedem Ball hinterher. So war das Derby zwischen zwei ebenbürtigen Teams bis zum Schluss völlig offen. Auf Seiten der Jurassierinnen glänzten vor allem die Zuspielerin Jurja Vlasic (Kroatien) sowie im Angriff Nada Mitrovic (Serbien). Auf Seiten der Gäste waren einmal mehr die Amerikanerinnen Kyra Holt und Tia Scambray besonders gut aufgelegt.

Das Derby-Spektakel: Heisser Fight auf dem Feld, Bombenstimmung auf den Zuschauerrängen!

Auf den Zuschauerrängen feuerte der berüchtigte VFM-Fanclub mit Vorsänger Fabian Zürcher das Heimteam mit Hupe und Trommel pausenlos an. Mitten im Fanblock mit VFM-Schal sass auch der ehemalige Vereinspräsident Loic Chapuis. Es wurde eine Runde Bier spendiert – dazu gesungen, gelacht und gefeiert…

Doch nach einem Servicewinner im Tiebreak von Julie Lengweiler war die Derby-Pleite von VFM amtlich.

Nada Mitrovic zu Volley1: „Wir haben noch zu wenig konstant gespielt, doch trotzdem fühle ich mich gut – heute wäre auch ein Sieg drin gelegen!“

Brisant: Im Rahmen eines Besuches des Meisterschaftsspiel in der russischen Liga zwischen Champions League-Teilnehmer  Minchanka Minsk und St. Petersburg wurde Volley1 mehrfach auf Natalia Cukseeva angesprochen. Die deutsche Topskorerin in den Reihen von VFM geniesst dort immer noch einen hervorragenden Ruf.

Angesprochen auf ihr Topskorerin-Trikot meinte die ehemalige U20-Weltmeisterin (2009): „Eigentlich weiss ich gar nicht so recht, wie ich zu diesem Trikot gekommen bin…“ Typisch Cukseeva – einfach eine bodenständig und sympathische Person!

Volley1-Top 3: 1. Tia Scambray (Viteos NUC), 2. Kyra Holt (Viteos NUC), 3. Nada Mitrovic (VFM)

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Renata, Alannah und Manoela lassen VdT vom NLA-Aufstieg träumen!

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Playoffkampf in Gerlafingen, Aufatmen in Val-de-Travers!

Die Samba-Girls von Val-de-Travers feiern gegen den VBC Gerlafingen einen Drei-Punkte-Erfolg und klettern auf einen Playoffplatz. Trainer Luiz Souza setzte gleich vier (!) Brasilianerinnen ein, welche für den Unterschied sorgten.  

25:21, 28:26, 25:13 – Val-de-Travers stösst Gerlafingen aus den Playoffrängen!

Das Spiel ist zu Beginn über weite Strecken ausgeglichen, Gerlafingen scheint näher am Satzgewinn zu sein. Doch kurz vor dem Ziel kann Val-de-Travers nochmals zulegen und holt sich den ersten Satz mit 25:21. Auch im zweiten Satz ist es mehrheitlich Gerlafingen, das dem Spiel über weite Strecken seinen Stempel aufdrückt, doch in der entscheidenden Phase zeigen sie Nerven, verspielen einen Sechs-Punkte-Vorsprung und müssen diesen Satz ebenfalls mit 28:26 den Gästen überlassen. Im dritten Satz setzt Val-de-Travers dann zur Kür an, nimmt Revanche für die bittere 3:2 Heimniederlage am ersten Spieltag und unterstreicht eindrucksvoll seine Ambitionen auf eine Playoffteilnahme.

Val-de-Travers jubelt, Gerlafingen weint…

Was ist das Erfolgsgeheimnis von Val-de-Travers?

Der Verein verfügt mit Joelle Roy über eine engagierte, charismatische und weitsichtige Präsidentin. Sie pflegt einen engen Kontakt zur Mannschaft und auch zu den lokalen Medien, ohne sich dabei in den Mittelpunkt zu drängen. Ihr ganzes (ehrenamtliches) Engagement kommt vollumfänglich dem Verein zugute. Mit Trainer Luiz Souza hat sie einen absoluten Fachmann nach Val-de-Travers geholt, der weiss wie man mit älteren, verdienten Spielerinnen umgeht und wie man junge Talente nachhaltig fördert. Durch sein internationales Netzwerk gelingt es ihm immer wieder hervorragende Spielerinnen an den Fuss des Creux du Van nach Val-de-Travers zu locken.

Dazu lassen drei Brasilianerinnen eine ganze Region vom Sensations-Coup NLA-Aufstieg träumen!

Renata Schmutz: Der Kapitän der Mannschaft blickt auf eine grosse Karriere von über 20 Jahren zurück. Sie hat bereits in der Türkei, Griechenland, Spanien und Schweden gespielt. Selbst in der Seleçao (Anm. d. Red. Nationalmannschaft von Brasilien) hatte sie bereits einzelne Einsätze. Ihre Primetime hat sie zwar hinter sich, doch sie ist eine absolute Führungsspielerin – die rechte Hand des Trainers. Jeder Trainer kann sich glücklich schätzen, eine solche tolle Spielerin in seinen Reihen zu haben.

„Es war kein einfaches Spiel, doch wir müssen solche wichtigen Spiele gewinnen! Das Teamwork und die Taktik waren heute der Schlüssel zum Erfolg“, meinte Schmutz. Trainer Luiz Souza lobte Schmutz über den Klee: „Renata ist einfach ein unglaublich guter Kapitän. Sie stellt sich voll und ganz in den Dienst der Mannschaft, sie hilft den jungen Spielerinnen, sie ist die Erste im Training usw. – sie ist ein absolutes Vorbild! “  

Manoela Garcia Duarte: Die Aussenangreiferin ist die jüngere Schwester von Barbara Garcia Duarte (ex-Sm’Aesch-Pfeffingen) – die beiden Duarte-Schwestern sind die brasilianische Antwort auf die Kardashian-Schwestern. Duarte lebt in einer Wohngemeinschaft mit Mitspielerin Valeria Benvenuti aus San Marino. Da sie bereits in Frankreich gespielt hat, beherrscht sie auch nahezu fliessend die französische Sprache. Sie bringt neben Glanz und Glamour auch einen grossen Ehrgeiz mit: „Wir wollen die NLB-Meisterschaft gewinnen und in die NLA aufsteigen! Es gefällt mir in Val-de-Travers, es ist sehr ruhig hier und umgeben von einer prachtvollen Natur – doch aktuell ist es mir draussen ein bisschen zu kalt…“ Über Weihnachten wird Duarte nach Portugal fliegen und in Nazaré mit ihrer Mutter und Schwester feiern.    

Volley1 fragt Souza: Wann spielt auch Barbara in Val-de-Travers? Souza cool: „Mal schauen, warten wir ab…“

Alannah: Die gebürtige Brasilianerin ist die Jüngste in der Mannschaft. Sie lebt im Bernbiet und fährt täglich nach Val-de-Travers ins Training. Volley1 weiss: Die Gründe dafür sind Trainer Luiz Souza und Renata Schmutz. Alannah lebt noch zuhause und wird von ihren umtriebigen Eltern voll und ganz unterstützt. Sie ist erst 17 Jahre alt und DIE Entdeckung dieser Saison – eine der vielversprechendsten Volleyballtalente hierzulande. Sie möchte wie Schmutz dereinst eine grosse Karriere machen. Brisant: Im Programmheft am Samstag war sie bei der Mannschaftsaufstellung bereits als „Alannah Schmutz“ aufgeführt…    

Souza ist zufrieden: „Alannah entwickelt sich gut. Es gibt in der Schweiz nicht viele Spielerinnen in diesem Alter, die auf diesem Level spielen.“

 In Val-de-Travers feiert man brasilianischen Karneval nicht nur im Sommer…

Volley1-Top 3: 1. Manoela Garcia Duarte (Val-de-Travers), 2. Renata Schmutz (Val-de-Travers), 3. Alannah (Val-de-Travers)

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