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Nationalmannschaft

Nationalspielerinnen im Volley1-Check: Diese 3 Timo-Stars sind schon EM-reif

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Nach dem grossartigen Kampfsieg vorgestern gegen Afrikameister Kamerun, gab es gestern von Afrikas unzähmbaren Löwen eine 1:3-Klatsche. Unseren Volleyball-Girls ging die Puste aus!

Wie stark sind nun die Stars von Nationaltrainer Timo Lippuner vor dem ersten EM-Qualifikationsspiel gegen Österreich am Mittwoch (17:45 Uhr/Stadthalle Steyr) wirklich?

Volley1 macht den Check für alle eingesetzten Nationalspielerinnen von reif für die Bank bis reif für die EM…

LINDA KRONENBERG (27)

Solid in der Annahme, strahlt in der Offensive noch zu wenig Gefahr aus. Wenn eine Spielerin auf dem Feld nicht überzeugen kann, ist sie eine sehr gute Ergänzungsspielerin mit einer toller Einstellung für den Volleyballsport. Peinlich: Auf ihrem Trikot hat man ihren Namen falsch aufgedruckt „KRONBERG“…

Volley1-Urteil: reif für die Bank

LIVIA ZAUGG (22)

In der Meisterschaft brachte Andi Vollmer sie jeweils als Joker. Eine pflegeleichte, stets höfliche Spielerin, die nicht mit Kunst, sondern eher mit solidem Handwerk überzeugt. In der Offensive schlug sie noch zuviele Bälle in den gegnerischen Block. Trotzdem eine gute und zuverlässige Allrounderin.

Volley1-Urteil: reif für Starting Six

GABI SCHOTTROFF (21)

Bei Volero Zürich stand sie in der Champions League im Schatten von Angelina Lazarenko und Mira Todorova. Sie ist sich gewohnt auf hohem Niveau zu trainieren, bringt im Angriff (trotz optimalen körperlichen Voraussetzungen) noch zu selten den maximalen Druck in den Smash. Ruhige, zurückhaltende, sympathische Person.

Volley1-Urteil: reif für die Bank

KORINA PERKOVAC (19)

Der Volley1-Rookie of the Year schnuppert auch in der Nationalmannschaft bereits an den Starting Six. Perkovac muss noch an Sprunghöhe und Kraft zulegen, dazu die Fehlerquelle minimieren. Nichts desto trotz ist die sympathische Luzernerin die grosse Hoffnung des Schweizer Volleyballsports: Dynamisch, kraftvoll und intelligent. Zudem strahlt keine Spielerin neben dem Platz mehr Glanz und Glamour aus als Perkovac. Niemand kann sie im Spitzensport besser beraten als ihr Vater Goran (Handball Olympiasieger 1996) – in zwei Jahren muss Perkovac das Nationalteam führen können…

Volley1-Urteil: reif für Starting Six

MADLAINA MATTER (21)

Die beste Schweizer Spielerin gegen Kamerun. Sie ist die Aggressiv-Leaderin unserer Nationalmannschaft. Fleissig, dynamisch, kämpferisch ein absolutes Vorbild. Beeindruckend welche Entwicklung sie unter Trainer Andi Vollmer bei Sm’Aesch-Pfeffingen genommen hat – im Club und in der Nati unbestrittene Stammspielerin. Top Madlaina – chapeau!

Volley1-Urteil: reif für Europameisterschaft   

MELINE PIERRET (19)

Eine talentierte Zuspielerin, die bei ihrem Club NUC (neben der starken US-Starspielerin Morgan Bergren) bisher noch wenig Einsatzzeit erhalten hat. Sie ist eine junge Spielerin, die mit viel Talent und Können ausgestattet ist, aber noch an Explosivität und Schnelligkeit zulegen muss. Ein Versprechen für die Zukunft!

Volley1-Urteil: reif für Starting Six  

MAJA STORCK (19)

Gestern gegen Kamerun hat sie unter ihrem Wert gespielt, viele Fehler gemacht, zu oft in den gegnerischen Block geschlagen. Bei Abwesenheit von Laura Künzler muss sie mit ihren hervorragenden Qualitäten die Leaderrolle noch stärker an sich reissen. Storck hat Kraft und Power – unvergessen, wie sie Volero Zürich vergangene Saison praktisch im Alleingang bodigte. Wenn Storck auf dem Spielfeld explodiert, dann werden die Gegner in der EM-Quali definitiv nichts zu lachen haben…

Volley1-Urteil: reif Starting Six

XENIA STAFFELBACH (20)

Die Newcomerin hat mit NUC eine gute Saison gespielt und auch im Cupfinal ihre Fähigkeiten wiederholt aufblitzen lassen. Sie ist eine wertvolle Ergänzungsspielerin in der Nationalmannschaft, hat aber noch zu wenig Spielzeit erhalten, um eine objektive Einstufung vornehmen zu können.

Volley1-Urteil: reif für die Bank  

LAURA KUENZLER (21)

Sie ist der Dreh- und Angelpunkt im Schweizer Spiel, unsere Lebensversicherung. Bereits in der ersten Bundesligasaison hat sie bei den Roten Raben Vilsbiburg voll eingeschlagen. Wenn sich die Schweiz für die EM qualifizieren will, dann müssen Künzler und Storck in Form sein (gegen Kamerun wurde sie geschont). Kuenzler ist die Leaderin im Team, an der sich die jungen Spielerinnen aufrichten können. Charakterlich top, zuvorkommend, bodenständig und sympathisch – sie ist unsere gefährlichste Waffe im Kampf um die EM-Qualifikation!

Volley1-Urteil: reif für Europameisterschaft

ANIKA SCHWÖRER (17)

Eine solide Spielerin, die immer wieder gute Aktionen hat, ohne dabei gross aufzufallen. Eine zuverlässige, ehrgeizige Ergänzungsspielerin, die sich noch stärker für die Starting Six aufdrängen muss. In der beliebten Teamspielerin steckt noch deutlich mehr Potential, als sie zumindest gestern gezeigt hat.

Volley1-Urteil: reif für die Bank

THAYS DEPRATI (26)

Eine gesellige, sympathische und reife Persönlichkeit, die als Libera gesetzt ist. Bereits letzte Saison überzeugte sie beim TS Volley Düdingen mit konstant guten Leistungen. Ihr sieht man stets die Freude am Sport an. Sie ist mit Leib und Seele Volleyballerin, gibt nie einen Ball verloren und ist bei allen sehr beliebt. Jeder Trainer darf sich glücklich schätzen, eine solch tolle Spielerpersönlichkeit in seinen Reihen zu haben. Abseits des Platzes ist Deprati zudem die Stilikone des Teams – bereits ihre Schwester hat einst bei der Miss Ticino Wahl teilgenommen…

Volley1-Urteil: reif für Europameisterschaft

OLIVIA WASSNER (18)

Eine Spielerin, die gegen Kamerun (noch) nicht ihr volles Potential abrufen konnte. Doch Wassner hat zweifellos gute Anlagen. Sie muss noch stärker in die Starting Six drängen, auf dem Spielfeld noch zu wenig wahrnehmbar – mit ihren spielerischen Möglichkeiten kann und sollte sie noch selbstbewusster auftreten. Eine interessante Spielerin, deren Entwicklung es genau zu beobachten gilt.

Volley1-Urteil: reif für die Bank

MATHILDE ENGEL (16)

Hallelujah! Mathilde Engel spielte furios und bewies, dass sie die Libero-Position nicht kampflos abgeben will. Die junge Spielerin verfügt über viel Talent und noch mehr Potential. Sie war gegen Kamerun zu jeder Zeit auf der Höhe und fügte sich bestens ins Team ein. Für den Nationaltrainer gut zu wissen, dass er auch auf der im Allgemeinen spärlich besetzten Libero-Position mit Engel eine sehr gute Alternative hat…

Volley1-Urteil: reif für die Bank

SAMIRA SULSER (22)

Die Rheintalerin kommt aus dem malerischen Trübbach, der Heimat der Tennislegende Martina Hingis. Sulser ist eine pflegeleichte, zuverlässige und ehrgeizige Spielerin, die immer bodenständig und zuvorkommend verhält und daher bei allen hierzulande grosse Anerkennung geniesst. Sie ist enorm reif, hat Stil und Klasse, stellt sich auch nach Niederlagen stets aufrichtig den Medien. Sie ist eine tolle Spielerin, die noch an Kraft zulegen muss, damit sie auch offensiv noch stärker in Erscheinung treten kann.

Volley1-Urteil: reif für die Bank

Volley1 wünscht allen Spielerinnen viel Glück, Erfolg und eine verletzungsfreie EM-Qualifikation!   

 

Madlaina Matter, fühlen Sie sich in der Nationalmannschaft im Klassenlager?

Bei der 1:3-Pleite gegen Kamerun war Mittelblockerin Madlaina Matter (21/Sm’Aesch Pfeffingen) die beste Spielerin auf dem Platz. Nach dem Spiel stellte sich unsere Aggressiv-Leaderin den Fragen von Volley1.

Madlaina Matter, 1:3 Klatsche gegen Kamerun – wie beurteilen Sie die heutige Teamleistung gegen Kamerun?

Madlaina Matter: Das Team war heute ziemlich müde. Irgendwie hat heute die letzte Konsequenz und der Power gefehlt. Ich bin jedoch überzeugt, wir werden im EM-Qualifikationsspiel gegen Österreich anders auftreten. In einem Ernstkampf liegt eine andere Spannung in der Luft…

Einwand! Warum hat man Ihnen den die Müdigkeit nicht angemerkt?

Madlaina Matter: Eine gute Frage, ich hatte beim gestrigen Freundschaftsspiel gegen Kamerun zwei Sätze Pause. Ich gehe nur sehr selten joggen, lediglich 2-3 Mal ins Fitness-Krafttraining.

Sie sind eine enorme Kämpfernatur. Wurde Ihnen das in die Wiege gelegt oder kann man das lernen?

Madlaina Matter: Nein, das wurde mir bestimmt nicht in die Wiege gelegt. Das beruht auf viel, viel Training.

Machen Ihnen solche Freundschaftsspiele mit der Schweizer Nationalmannschaft eigentlich Spass?

Madlaina Matter: Ich bin stolz für die Schweizer Nationalmannschaft zu spielen. Mittlerweile bin ich schon das sechste Jahr in der Elite-Nati dabei, das wird allmählich zur Normalität. Ich versuche immer jedes Spiel – egal ob Freundschaftsspiel oder nicht – professionell anzugehen. Solche Spiele sind wertvoll, da man auch mal etwas ausprobieren kann und Fehler nicht gleich schwer wie bei Ernstkämpfen wiegen.

Und herrscht mit den Teamkolleginnen ein bisschen „Klassenlager-Atmosphäre“?

Madlaina Matter: Nein (lacht)…am Abend gehen wir ins Hotel und sind zu müde, um noch gross etwas zu unternehmen. Da müssen wir uns für die bevorstehenden Trainings am Folgetag gut erholen.

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2 Comments

2 Comments

  1. Hansueli Sutter

    11. August 2018 at 5:58

    Guten Tag,

    Herzlichen Dank für Ihren Artikel. Sehr gut schrieben und ein interessanter EM Check.

    Arbeiten sie eigentlich für Swiss Volley?

    Gruss

    Hansueli

    • Dütschler Oliver

      11. August 2018 at 6:19

      Guten Tag

      Nein, Volley1 ist unabhängig und soll dem Schweizer Frauen Indoorvolleyball eine Plattform geben.

      Freundliche Grüsse,
      Oliver Dütschler
      Volley1.ch

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Nationalmannschaft

Kopf hoch, Ladies! Unzähmbare Löwinnen fressen unsere Volleyball-Titaninnen

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Der Auftritt unserer Schweizer Nationalmannschaft beim Volley Masters in Montreux verdient das Prädikat „Gut gekämpft“. Im Konzert der Grossen u.a. mit den Weltklasseteams aus China, Italien und der Türkei hat sich das Team von Timo Lippuner trotz dem achten Schlussrang achtbar aus der Affäre gezogen.

Die Pflicht wurde mehrheitlich erfüllt, die Kür hoben sich unsere Volleyball-Titaninnen noch für die beiden letzten EM-Qualifikationsspiele gegen Kroatien und Österreich auf. Natürlich standen im Nobelort Montreux nicht Volleyball-Zwergen Albanien und Österreich auf dem Court, sondern mit China, Italien und der Türkei die „Crème de la Crème“ des internationalen Volleyballsports. Die Begegnungen gegen die Topteams blieben weitgehend ohne grosse Überraschungs-Effekte. Aber nichts desto trotz muss festgehalten werden, dass uns neben Laura Künzler eine weitere Leaderin auf dem Court fehlt – nichts desto trotz haben wir uns insgesamt gegen die haushoch favorisierten Gegner beachtlich aus der Affäre gezogen haben.

Im Kampf um die goldene Ananas (Spiel um Platz 7) trumpften unsere Volleyball-Asse gegen die unzähmbaren Löwinnen aus Kamerun zunächst nochmals gross auf – dann kam es zu einem irren Last-Minute-Drama!

  1. Satz: Die Gäste betreten das Spielfeld singend mit einem afrikanischen Volkstanz! Auf der anderen Seite überrascht Nationaltrainer Timo Lippuner indem er Volley1-Rookie Korina Perkovac anstelle von Livia Zaugg in die Starting Six beruft. „Der Trainerentscheid hat mich nicht überrascht, Korina hat gestern eine Superpartie gespielt“, sagt Zaugg fair. Und auch gestern zeigt Perkovac eine solide Partie. Die Gäste von der westafrikanischen Küste bekunden insbesondere mit dem „Bananen-Service“ von Laura Künzler grösste Mühe. So dominieren unsere Volleyball-Cracks den Satz von Anfang bis zum Ende – yeees 25:18!
  2. Satz: Es geht im gleichen Stil weiter. Immer wenn die Kamerunerinnen den vermeintlichen Anschluss zu schaffen scheinen, unterlaufen ihnen wieder unnötige technische Fehler. Das Kollektiv der Schweiz funktioniert derweil immer besser, doch es ist nach wie vor gut erkennbar, dass es immer wieder Künzler ist, die dem Spiel den Stempel aufdrückt: Stark in der Defensive und in der Offensive. Sie ist die unbestrittene Chefin im Schweizer Team! Doch sie alleine kann es nicht richten. Au weia, die Löwinnen beissen unsere Ladies – 25:20 für Kamerun…
  3. Satz: Nach der kalten Dusche zeigen unsere Ladies eine starke Reaktion. Jede Spielerin weiss sich zu steigern und so bringt man die Afrikanerinnen, die grösste Schwierigkeiten mit den guten Aufschlagketten (v.a. Künzler und Perkovac) bekunden, regelrecht zur Verzweiflung. So wechselt Lippuner auch Anika Schwörer und Samira Sulser ein, die sich sofort ins Mannschaftsgefüge integrieren und so auch wertvolle Spielpraxis sammeln können. Rumms! Unsere Ladies fauchen zurück 25:11! Jetzt packen wir’s…
  4. Satz: Auch dieser Satz ist bis zum Schluss auf Messersschneide. Doch Künzler ist inzwischen verletzt draussen (Ellbogen) und so nimmt das Drama seinen Lauf. Es wird auf beiden Seiten um jeden Ball knallhart gefightet. Zahlreiche packende, spektakuläre Ballwechsel, die jeden Franken des Eintrittsgeld wert sind! Dann hat die Schweiz auf einmal Matchball, doch die Löwinnen zeigen ihre Krallen, behalten kühlen Kopf und kontern eiskalt – 28:26!
  5. Satz: Und nun kommt noch ein Blackout dazu und das Drama ist nicht mehr aufzuhalten. Nein, nein, nein… im 5. Satz spielten uns die unzähmbaren Löwinnen an die Wand! 15:1!

Die unzähmbaren Löwinnen fressen unsere Volleyball-Titaninnen und tanzen wie der Fussball-WM-Held 1990 Roger Milla!

Captain Laura Künzler steht auch nach der ärgerlichen Niederlage Rede und Antwort: „Im letzten Satz hatten wir ein totales Blackout! Natürlich war unser Ziel dieses Spiel zu gewinnen. Ich konnte nicht weiter spielen, da ich starke Schmerzen im Ellbogen verspürte – ich bin bereits angeschlagen ins Spiel gegangen.“

Und Livia Zaugg analysiert messerscharf: „Der Ausfall von Laura hat uns natürlich geschwächt. Danach hat uns eine Leaderin auf dem Platz gefehlt. Doch wir haben gezeigt, dass wir auch mit den Topteams mithalten können. Für mich war es das erste Turnier in Montreux – einfach megacool, aus dieser Erfahrung können wir viel lernen.“

Kopf hoch, Ladies! Ihr habt eine gute Visitenkarte eures Könnens abgegeben…

Nationaltrainer Timo Lippuner angesäuert: „Ich bin enttäucht, dass wir uns nicht selber belohnt haben. Im letzten Satz war der Wurm drin und die Luft draussen!“

Last but not least: Abschliessend muss auch dem gesamten Organisationskomitee mit sämtlichen (ehrenamtlichen) Helfern und den Sponsoren ein Lob ausgesprochen werden. Das unermüdliche Engagement hätte zweifellos auch im Vorfeld eine breitere Medienberichterstattung und einen grösseren Zuschauerzuspruch verdient gehabt.

Die polnische Weltklassespielerin Agnieszka Kakolevska (Pomi Volleyball Casalmaggiore/It) lobte das Turnier gegenüber Volley1 über den Klee: „Das Volley Masters in Montreux ist mein Lieblingsturnier. Hier können wir uns mit den Besten messen, so blieb bisher keine Zeit die schöne Landschaft und den See uns anzuschauen.“ Was meint sie zu den Schweizer Volleyball-Titaninnen?  „Ich kenne keine Schweizer Spielerin mit Namen, doch einige Gesichter kommen mir bekannt vor… Ich denke, es ist für die Schweizerinnen wichtig, dass sie in besseren europäischen Ligen spielen und sich so verbessern können.“

Es ist nicht nur für die Schweizer Volleyballlandschaft, sondern für die gesamte Schweizer Sportszene ein Privileg ein solch international renommiertes Turnier durchführen zu dürfen! Un grand merci à tous!

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Nationalmannschaft

Wooow! Unsere Volleyball-Nati mit einem Bein an der Europameisterschaft

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Der Siegeszug unserer Volleyball-Titaninnen geht auch in Tirana (Alb) ungebremst weiter: Überzeugender 3:0-Sieg (25:19, 25:22, 25:10) gegen die Doppeladler aus Albanien. Nun ist die erstmalige (sportlich erreichte) EM-Qualifikation zum Greifen nah!

Die hervorragenden Leistungen der jungen Schweizer Nationalmannschaft wurden auf Volley1 zuletzt zu recht ausführlich gewürdigt. Brisant: Innerhalb von einem Jahr hat sich Volley1 zur führenden Volleyball-Plattform der Schweiz gemausert, die nicht nur von tausenden Fans aufgerufen wird, sondern auch von zahlreichen Exponenten der nationalen  Medien wie dem Schweizer Fernsehen (SRF) oder Blick/Sonntagsblick intensiv verfolgt wird.

Natürlich gibt’s dabei auch stets Kritiker, die eine andere Meinung  haben und diese auch öffentlich kundtun. So geschehen auch nach dem letzten siegreichen EM-Qualifikationsspiel gegen Albanien in Schönenwerd, als einzelne Nörgler in den sozialen Medien wieder Debatten eröffneten, die so nicht zielführend sind. Die ersten Spielerinnen haben die kontroversen Diskussionen in den sozialen Medien teilweise schon am Freitagabend mitbekommen. Auch bei der Hinreise in die albanische Hauptstadt Tirana sorgten die teilweise unsachlichen Kommentare innerhalb der Mannschaft für Gesprächsstoff und wurden ausführlich thematisiert. In den Kommentaren tauchten Vorwürfe auf, dass die besten Spielerinnen nicht dabei seien oder dass die Liste der prominenten Absenzen lang sei. Volley1 hat hier einmal mehr klar Stellung für unsere Volleyball-Titaninnen bezogen. Dieser tollen Truppe, die ihre Freizeit zugunsten der Nationalmannschaft opfert, ist Anerkennung und Respekt zu zollen! Es macht einfach Spass, wie cool, keck und erfrischend unsere Nati als geschlossene Mannschaft aufspielt. Die Party soll weitergehen…

Dank diesen Supergirls dürfen wir endlich von der EM-Teilnahme träumen!

Das Spiel ist schnell erzählt: Die Schweiz bekundete keine Mühe mit dem Aussenseiter und holte sich den geforderten Pflichtsieg und die drei Punkte. Überragend einmal mehr unser Ass Laura Künzler, die Mittelblockerinnen Gabi Schottroff und Madlaina Matter sowie Allrounderin Livia Zaugg. Da kann sich Meisterschaftsfavorit Sm’Aesch Pfeffingen mit Trainer Andi Vollmer auf drei starke Spielerinnen freuen. In nur 72 Minuten wurde Albanien sang- und klanglos vom Platz gefegt!

Volley1 weiss: Noch in der Garderobe sprach Timo Lippuner zum Team: „Ihr habt es allen bewiesen, was in euch steckt! Ihr seid die Gewinner und nicht die Kritiker, die nicht hier sind!“

Heute steht für die Spielerinnen aufgrund des späten Rückflugs ausnahmsweise ein Sightseeing Trip in Tirana (418.000 Einwohner) an: Ein Besuch des Reiterstandbilds zu Ehren Skanderbegs auf dem gleichnamigen Platz, ein Besuch im Enver Hoxha –Museum oder einfach nur durch das Zentrum schlendern, lohnt sich für die kulturinteressierten Spielerinnen allemal.  Der Ausflug ist auf freiwilliger Basis, doch die meisten Spielerinnen werden sich die Gelegenheit nicht entgehen lassen. Nicht dabei sein wird Lippuner: „Solche Sightseeing Ausflüge sagen mir weniger zu. Ich werde morgen lieber Sport treiben und 20 Kilometer laufen gehen.“  Am Nachmittag ist dann der Rückflug in die Schweiz vorgesehen.

Der erste Schritt in Richtung EM ist gemacht! Nun wird die Nationalmannschaft noch Freundschaftsspiele gegen Kamerun bestreiten, danach folgt der grosse Auftritt beim Volleyball Masters in Montreux. Leider wird man dort ohne Zuspielerin Olivia Wassner antreten müssen. Die Zuspielerin, die zu den grossen Entdeckungen der ersten vier Spiele gehörte, reist zurück an die American University in Washington (USA). Mit Méline Pierret wird sie durch eine andere hungrige Zuspielerin würdig ersetzt.

Volley1 gratuliert der ganzen Mannschaft zu den hervorragenden sportlichen Leistungen in der EM-Qualifikation und freut sich auf die die Fortsetzung im Januar 2019! Wir schaffen das!

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Nationalmannschaft

Nach Albanien-Sieg: Unsere Volleyball-Titaninnen marschieren an die EM

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Drei Spiele, zwei Siege, 7:4 Sätze. Unsere Volleyball-Titaninnen fegen den Aussenseiter Albanien glatt in drei Sätzen (25:19, 25:23, 25:14) vom Spielfeld. Was soll da noch schief laufen in der EM-Qualifikation?  

„Ich bin nicht zufrieden mit unserem Auftritt. Wir sind zu ängstlich aufgetreten. In einem solchen Spiel erwarte ich, dass wir mit breiter Brust ins Spiel gehen und uns nicht verstecken“, analysierte Natitrainer Timo Lippuner.

Doch wen interessiert es? Gott sei Dank, der Pflichtsieg wurde souverän geholt, die drei Punkte sind im Trockenen! Unsere Volleyball-Titaninnen schreiten unaufhaltsam in Richtung EM…

Die Timo-Truppe bot den 480 Zuschauern in der Betoncoupe Arena in Schönenwerd eine tolle Show!

Unter den Zuschauern waren auch der albanische Botschafter der Republik Albanien, Ilir Gjoni,  das holländische Volleyball-Ass Tess van Piekartz (ehemals Sm’Aesch-Pfeffingen), das Team vom TS Volley Düdingen mit Monsterblockerin Kerley Becker sowie zahlreiche Spielerinnen-Eltern.

1.Satz: Die Schweiz hatte das Spiel über weite Strecken gut unter Kontrolle. Vor allem Kapitänin Laura Künzler (als beste Spielerin gewählt) und Maja Storck sorgten stets für Gefahr, derweil Gabi Schottroff am Block eine gute Figur machte. Auch in Höchstform präsentierte sie der Oberschiedsrichter, der einen Fehlentscheid zurückgenommen hat. Um 19:54 Uhr hatten wir den ersten Satz mit 25:19 dann im Sack!

2.Satz: Unsere Volleyball-Cracks kamen irgendwie nicht so recht auf Touren – bis Satzmitte war Albanien punktemässig ständig in Front. Danach lief es besser und die Schweiz konnte den Satz nicht zuletzt dank einer starken Livia Zaugg doch noch mit 25:23 für uns entscheiden. Dusel gehabt, Mädels…

3.Satz: Nun macht unsere Nati kurzen Prozess mit den Albanerinnen. Lippuner gibt Zaugg eine Pause und bringt Korina Perkovac, die gut spielt und allmählich an den Starting Six schnuppert. Die ist umso erstaunlicher, da sie sich in den letzten Trainings ordentlich durchbeissen musste. „Die drei Highlights heute waren: Der Auftritt von Korina, unsere Leistung am Block und unsere Moral wie wir uns stets wieder zurück ins Spiel gekämpft haben“, sagte Timo Lippuner.

Es macht einfach Spass dieser Mannschaft zuzuschauen. Natürlich würde es dem Team gut tun, wenn sich neben Künzler noch eine weitere echte Führungsspielerin herauskristallisieren würde. Unsere Volleyball-Titaninnen treten aber als beeindruckend homogene Gruppe auf – auch die Ersatzspielerinnen legen sich im Training voll ins Zeug und sind stets voll und ganz bei der Sache.

So auch das Küken der Mannschaft Anika Schwörer, die nächste Saison beim Meisterschaftsfavoriten Sm’Aesch Pfeffingen unter Trainer Andi Vollmer spielen wird. Volley1 weiss: Schwörer wurde von Lippuner nach einem überzeugenden Auftritt mit der Junioren-Nationalmannschaft am Flughafen in Athen gefragt, ob sie diesen Sommer schon etwas vorhabe… Schwörer: „Es macht unheimlich viel Spass zu dieser tollen Mannschaft zu gehören. Ich konnte schon enorm viele positive Eindrücke hier sammeln. Die Teilnahme an der EM wäre natürlich ein Traum!“ Abseits des Volleyball-Courts besucht sie die Sportkanti Aarau – allerdings war sie dort zuletzt nur selten anzutreffen. Und Hobbies? Schwörer lacht: „Aktuell ist die Schule mein Hobby…“ So cool, unbekümmert und draufgängerisch sind unsere Volleyball-Titaninnen!

Nach dem Spiel sprach auch Direktorin Volleyball von Swiss Volley, Anne-Sylvie Monnet, Klartext: „Wir haben die EM-Qualifikation gefordert. Und wir sind mit dieser jungen Mannschaft voll auf Kurs. Die erstmalige sportliche EM-Qualifikation wäre mitunter der grösste Erfolg der Schweizer Volleyball-Geschichte!“ Dann watscht sie die ewigen Besserwisser, die nicht müde werden an Timo Lippuner herumzunörgeln, ab: „Timo Lippuner ist für uns ein absoluter Glücksfall! Er hat bei uns einen unbefristeten Vertrag.“ Und zu den prominenten Absenzen im Nationalteam sagt sie: „Wer nicht da ist und wer nicht will, dem sage ich ‚Have a good life‘!“ Monnet ist eine Powerfrau mit Kompetenz, Profil und Durchsetzungsvermögen – eine Margaret Tatcher der Neuzeit…

Timo Lippuner, gibt’s heute zur Feier des Tages noch ein Bierchen? „Oh nein, ich muss mich gleich an die Analyse der nächsten Gegner machen. Aktuell komme ich mit zwei Stunden Schlaf aus…“

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