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Rüüdig guet! Volley Luzern bleibt auf dem NLB Leaderthron

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Die Mannschaft von Volley Luzern mit Dominika Jarotta und Korina Perkovac sorgt weiterhin für Furore und dominiert die NLB – trotzdem ist ein Aufstieg in die NLA aus finanzieller Sicht kein Thema. Die Ladies gewinnen auch den Spitzenkampf gegen den VBC Aadorf klar in vier Sätzen (25:18, 21:25, 25:19, 25:13) und festigen den Leaderthron.

In der Doppelturnhalle Säli feiern die rund 80 Fans von Volley Top Luzern den Triumph über ein hartnäckiges Aadorf. Die Mannschaft von Dusan Jarotta zeigt eine starke Leistung und weist die Gäste klar und deutlich in die Schranken.

Rüüdig guet, Dominika!

Auf der Position der Zuspielerin glänzt Dominika Jarotta mit einem guten Gefühl für Tempoanpassungen und einer aussergewöhnlichen Spielübersicht. Es gelingt ihr, ihre Mitspielerinnen immer wieder hervorragend in Szene zu setzen. Die Germanistik-Studentin der Uni Basel, die auch im Kulturzentrum arbeitet und an der Kanti Deutsch für Erst- und Zweitklässler unterrichtet, hat früher unter Nationaltrainer Timo Lippuner bei den Junioren von Volero Zürich gespielt. Später ist sie im Seeland bei Biel und bei Sm’Aesch Pfeffingen in der höchsten Spielklasse aktiv gewesen und hat auch in der Schweizer Nationalmannschaft einige Einsätze gehabt. Heutzutage trainiert die Tochter des Trainers aus beruflichen Gründen lediglich noch zweimal pro Woche und gibt ihre grosse Erfahrung an junge Spieler weiter.

Rüüdig guet, Korina!

Im Angriff verdient sich einmal mehr Nationalspielerin Korina Perkovac Bestnoten. Sie verfügt nicht nur über ein beachtliches Spielverständnis, sondern auch über jede Menge Energie und Power. Stark im Angriff, solid in der Annahme – nicht erstaunlich, dass Nati-Trainer Timo Lippuner sie auch für die EM-Qualifikationsvorbereitung (Gegner: Albanien, Kroatien u. Österreich) unbedingt im Kader haben will. Brisant: Korinas Vater Goran Perkovac hat Kroatien bei den Olympischen Spielen in Atlanta 1996 sensationell zur Goldmedaille geführt. Gut möglich, dass nun ausgerechnet seine bildhübsche Tochter Korina Kroatien den EM-Traum zunichte macht…

Gerne hätte Volley1 Korina Perkovac nach dem Spiel dazu noch befragt, doch sie verschwindet sofort nach dem Spiel: „Sorry, ich habe leider gar keine Zeit, ich bin total im Stress…“

Dafür nimmt sich Dusan Jarotta umso mehr Zeit – der ehemalige erfolgreiche Junioren-Nationalspieler der Tschechoslowakei lebt bereits seit 25 Jahren in der Schweiz, hat früher die Herren- und Damen-Nationalmannschaft der Schweiz trainiert und ist stolz, dass seine Tochter Dominika für die Schweiz gespielt hat.  „Für meine Tochter ist die Schweiz die erste Heimat, für mich ist es die zweite Heimat. So gesehen habe ich Freude, dass sie sich durchgesetzt und für die Schweiz gespielt hat – als Vater drücke ich natürlich der Mannschaft die Daumen, in der meine Tochter spielt.“

Für das Volleyballteam aus Aadorf – eine Thurgauer Gemeinde (8.355 Einwohner), die mit dem Slogan „Am Puls der Schweiz“ wirbt – gibt’s in Luzern nichts zu holen. Zu viele unnötige Fehler in der Annahme und im Angriff sorgen (trotz beherztem Engagement) in den entscheidenden Situationen dafür, dass sich die Gäste über weite Strecken selber im Weg stehen. Letztlich sind die Luzernerinnen einfach abgebrühter, verlieren trotz des Satzverlusts die Nerven nicht und schaukeln die Partie sicher nach Hause.

Teamgeist und Ämtli als Erfolgsfaktoren

Der Höhenflug von Volley Luzern hat zwei Gründe: Erstens die Ausgeglichenheit des Kaders und zweitens hat es Trainer Dusan Jarotta geschafft, das Team zu einer verschworenen Einheit zu formen. Der Teamgeist zeigt sich, dass jede Spielerin genau weiss, welche Erwartungen an sie gerichtet sind und eine klare Rolle auf und neben dem Feld zugewiesen erhält.

Brisant: Bei Volley Luzern hat jede Spielerin wie in einer Schulklasse ein „Ämtli“ zugewiesen. Die Spielerinnen übernehmen Verantwortung und werden so selbstbewusster und selbstständiger, da sind sich die Pädagogen einig. So ist Korina Perkovac für die Halle und Dominika Jarotta für die Lizenzen zuständig. Adriana Smiljkovic, die jüngere Schwester von Kanti Schaffhausens Mittelblock-Ass Marija, erklärt: „Ich bin für den Auf- und Abbau des Kiosks verantwortlich. Die Lizenzverantwortliche bringt die Lizenzen zu allen Spielen mit und die Hallenverantwortliche schaut, dass die Halle für die Trainings jeweils reserviert ist.“

Plattform für Talente in der Zentralschweiz

In der Nationalliga B ist und bleibt Volley Luzern das Mass aller Dinge. Der Verein überzeugt mit einer gesunden Politik und stellt den besten Volleyball-Talenten der Zentralschweiz eine hervorragende Plattform, sich unter einem international reputierten Trainer sportlich weiterzuentwickeln, um später auch für die höchste Spielklasse gerüstet zu sein. Erfolgreiche NLA-Spielerinnen wie Gabi Schottroff (Volero Zürich), Marija Smiljkovic oder Korina Perkovac (beide Kanti Schaffhausen) haben sich bereits ihre Sporen bei Luzern abverdient.

Zur Erinnerung: Das Frauenteam von Volley Top Luzern ist freiwillig in die NLB abgestiegen. Die finanzielle Situation hat es nicht mehr zugelassen, zwei NLA-Teams zu unterhalten. So spielen heute einzig die Männer noch in der obersten Liga. Zu Beginn der letzten Saison ist von Volley Top Luzern ein Budget für beide NLA-Teams von 350.000 Franken kommuniziert worden.

Der Aufstieg ist aus finanziellen Gründen kein Thema. Was ist dann das Ziel, Dusan Jarotta? „Wir wollen immer besser werden. Die Spielerinnen sollen sich qualitativ weiter entwickeln, später vielleicht mal den Sprung in die Nationalliga A oder sogar in die Nati schaffen. Und wer weiss vielleicht kommen dann genau diese Spielerinnen wieder zurück nach Luzern“, sagt Jarotta.

Volley1-Top3:    1. Leona Neumannova (Volley Luzern),   2. Dominika Jarotta (Volley Luzern),   3. Korina Perkovac (Volley Luzern)

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1. Titel für Cheseaux! Überragende Kyra Holt rettet Neuchâtel UC vor Pleite

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Da ist der Titelfavorit Neuchâtel UC (NUC) nochmals mit einem blauen Auge davongekommen. Die US-Amerikanerin Kyra Holt rettete den Supercupsieger vor einer Blamage…

28:30, 25:23, 18:25, 22:25  

Das Team von Lauren Bertolacci schien nach dem Europacup-Showdown gegen Las Palmas (Spanien) sichtlich müde. Die beiden Asse Tia Scambray und Marteene Bettendorf blieben diesmal eher blass, kamen über die gesamte Spielzeit gesehen nicht wie gewohnt auf Touren. Dafür trumpfte die überragende Power-Spielerin Kyra Holt umso stärker auf!

  1. Satz: Die Neuenburgerinnen starteten mit Méline Pierret anstatt Sarah Trösch in der Starting Six. Zu Beginn bekundete Cheseaux sichtlich Mühe bei der Annahme und war gleich mehrmals einen Schritt zu spät. Doch insbesondere Captain Oriane Haemmerli sorgte mit ihrer Spielübersicht, dass sich die Mannschaft von Teemu Oksanen zunehmend steigerte und selber gute Akzente setzen konnte. Auch spielte dem Heimteam in die Karten, dass die Überfliegerin Marteene Bettendorf diesmal nicht den besten Tag einzog. Nichts desto trotz konnte Cheseaux einen Satzball nicht nutzen und musste den Satz mit 30:28 abgeben.
  2. Satz: Auch dieser Satz war bis Satzmitte ausgeglichen. Erwartungsgemäss war die spielerische Klasse mehrheitlich auf Seiten der Neuenburgerinnen, doch dank einem enormen Kämpferherz (Bertolacci: „Cheseaux fight like crazy!“) und einer sackstarken Oriane Haemmerli leistete Cheseaux erbitterten Widerstand und konnte so bis zum Satzende mithalten. Auch Cassidy Baird und Aleksandra Arsovic sorgten mit ihrer Power wiederholt für Glanzmomente. Auch diesmal brachte Oksanen das 14-jährige Talent Julie Monge wieder, die gleich einen Top-Service aufs Parkett zauberte. Derweil ihre Mutter Cécile sichtlich stolz am Offiziellentisch mithalf. Bombenstimmung in der Halle: 25:23 – Cheseaux krallte sich den Satz!
  3. Satz: Der Satzausgleich für Cheseaux war verdient und es wäre wohl für NUC noch schlimmer gekommen, wenn nicht Tyra Holt cooler als „Coolman“ Peter Steiner im Milka-Werbespott agiert hätte. Auch Xenia Staffelbach machte ein solides Spiel. Beim Stand von 16:8 für NUC wurde Nationalspielerin Julie Lengweiler (in Pink-Turnschuhen) eingewechselt. Bei der durchzogenen Leistung von Kapitän Tia Scambray hätte man sich gewünscht, dass die ehemalige Volero-Spielerin, auf die der ehemalige Volero-Startrainer Anderson Rodrigues (Olympiasieger) stets grosse Stücke hielt, früher zum Einsatz gekommen wäre. Nach dem Spiel meinte Bertolacci zu Volley1: „Julie ist eine wichtige Spielerin, sie wird künftig mehr spielen.“ Na das ist ja mal eine klare Ansage… Der Satz ging mit 25:18 an das favorisierte NUC!
  4. Satz: Innert Kürze führte Cheseaux mit 9:1 – der Aussenseiter auf direktem Weg zum Satzausgleich? Nein! Je länger der Satz dauerte, brach das Heimteam zunehmend ein. Und auf der anderen Netzseite spielte Holt weiter auf konstant hohem Niveau und sorgte mit ihrer Power für den Unterschied der zwei Mannschaften. Schliesslich konnte sich NUC mit 25:22 durchsetzen und so einen Siegertanz aufs Parkett legen. Da ist man nochmals mit einem blauen Auge davon gekommen…

Bei der Wahl der besten Spielerinnen fiel die Wahl (der Trainer) auf Tia Scambray und Marine Haemmerli. Die sympathische Scambray schien vollkommen überrascht von der Wahl und sämtliche Mitspielerinnen blickten auf Kyra Holt, die mit Abstand (!) die beste Spielerin auf dem Platz war. Natürlich sind solche Wahlen stets persönliche Ansichtssache – doch kann und soll sich ein Trainer, der voll und ganz auf das Spiel fokussiert ist, während dem Spiel wirklich noch mit einer solchen Wahl beschäftigen…?

Volley1 fragte „The Woman of the Match“ Kyra Holt: Sie haben heute den Unterschied gemacht – wie fühlt man sich als „Versicherung“ der Mannschaft?

Kyra Holt lachte: „Es ist immer gut, wenn man eine Versicherung hat… Ich bin einfach glücklich, dass wir gewonnen haben. Ich versuche stets, mir keinen Druck zu machen und ohne Stress zu spielen.“ Brisant: Der Vater der Power-Spielerin war übrigens Basketballprofi in der NBA…

Und das Cheseaux-Küken Julie Monge meinte: „Ich spiele seit meinem siebten Lebensjahr in diesem Verein. Das Niveau in der NLA ist natürlich wesentlich höher als letztes Jahr in der 1.Liga, doch es macht mir grossen Spass!“

Last but not least: Der 1. Titel ist perfekt: Die besten Bäcker kommen aus Cheseaux! Bei keinem NLA-Verein gibt es derart leckeres Gebäck wie beim Provinzclub. Schokodonuts, Rhabarberwähe, Zitronenkuchen, Marmorkuchen etc. Da kommt jeder Volleyballfreak auf seine Kosten! Klubikone Doris Stierli stolz: „Das Gebäck wird alles von vielen engagierten Leuten aus dem Verein gemacht. Wir sind hier in Cheseaux wie eine grosse Familie!“

Volley1-Top 3: 1. Kyra Holt (NUC), 2. Oriane Hämmerli (VBC Cheseaux), 3. Tabea Daillard (NUC)

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Erster Dreier perfekt! US-Girl Shelby Sullivan macht Gerlafingen froh

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Geht doch! Ein Super-Trio aus Shelby Sullivan, Aniara Munoz und Dünya Kilic zaubert den VBC Gerlafingen zum souveränen 3:1-Sieg (15:25, 25:18, 25:17, 25:20) gegen den letztjährigen NLA-Absteiger Edelline Köniz. Dank diesem Dreier darf die Mannschaft von Trainer Christian Ruff weiterhin von den Playoffs träumen!

Beim VBC Gerlafingen wird hervorragende Arbeit geleistet: Thomas und Maja Nyffenegger betreiben einen enormen Effort, damit das Dorf Gerlafingen (5118 Einwohner) auf der Schweizer Sport-Landkarte vermerkt ist. Sie sind mit Leib und Seele dabei, leben für ihren Volleyballverein – chapeau!

Das Spiel zwischen VBC Gerlafingen und Edelline Köniz ist ein Duell zweier Mannschaften, die man vor der Saison in der Tabelle eigentlich weiter vorne erwartet hat. Doch von Beginn weg zeigen beide Mannschaften temporeiches Volleyball, spielen mit Engagement und Leidenschaft. Die Zuschauer freuen sich ab dem Spektakel und feuern die Mannschaften lautstark an.

1.Satz: Die Gäste aus Köniz sind stärker, spielen konzentrierter und machen weniger Eigenfehler. Insbesondere die Gymnasiastin Chiara Montani weiss zu gefallen. Sie besuchte einst die Talent School und spielte im Nachwuchs des TS Volley Düdingen. Ihr Vater war ein leidenschaftlicher NLB-Handballer (Visp) und NLA-Tennisspieler („Gegen Roger Federer hat er aber nie gespielt…“). Der Neuzugang vom VBC Kerzers zeichnet sich vor allem durch eine solide Annahme, einen guten Absprung und kräftigen Smash aus. Immer wieder lässt sie ihr Potential aufblitzen und bringt die Gastgeberinnen in arge Schwierigkeiten. Auch Sandra Maurer ist eine wichtige Stütze im Team und lässt wiederholt ihre Klasse aufblitzen. So schaukelt Agris Leitis Team den 1. Satz problemlos mit 25:15 nach Hause!

2.Satz: Der Gerlafingen-Trainer Christian Ruff scheint in der Pause die richtigen Worte gefunden zu haben, den seine Mannschaft tritt fortan wie ausgewechselt auf. Schnell steht es nach einer Aufschlagskette von Andeia Leite Pereira 7:0. Die US-Amerikanerin Shelby Sullivan, die sogar ein Bundesliga-Offerte auf dem Tisch hatte, treibt ihre Mitspielerinnen pausenlos an. Und: Aniara Munoz hämmert die Bälle mit einer Wucht ins Feld, dass man sich diesen Geschossen nur ungern in den Weg stellt. Ratzfatz und der Satz geht mit 25:18 an das Heimteam!

3.Satz: Auch in diesem Satz macht Gerlafingen im gleichen Tempo weiter und wirkt insgesamt als Kollektiv etwas stärker als das junge Team aus Köniz. Die Zuspielerin Dünya Kilic setzt ihre Mitspielerinnen wiederholt hervorragend in Szene, damit diese nur noch abschliessen müssen. Kilic spielt seit 14 Jahren Volleyball, arbeitet als Primarlehrerin (3. Klasse) in Gerlafingen. „Einige meiner Schüler sind auch hier unter den Zuschauern, das freut mich. Ich habe selber nie gedacht, dass ich eines Tages in der NLB spielen kann“, gibt sie sich bescheiden. Mit ihrer Hilfe schnappt sich „Gingu“ auch diesen Satz mit 25:17…

4.Satz: Nun will Gerlafingen den Sack zu machen: Shelby Sullivan und Aniara Munoz laufen zu Höchstform auf und auch Lisa Steffen zeigt sich als verlässlicher Wert. Brisant: Sullivan hat im Sommer noch auf den Philippinen für Manila gespielt und belegte den 2.Platz. Nach dem Spiel klatscht sie mit kleinen Kindern ab, einige hängen ihrem Idol um den Hals. Shelby liebt Gerlafingen und Gerlafingen liebt Shelby! „Ich mag diese familiäre Atmosphäre – auch die Natur, der Lifestyle hier in der Schweiz ist toll“, sagt die lebensfrohe Mittelblockerin aus Dallas, Texas. Ihr Vertrag dauert noch bis Weihnachten – mit der Playoff-Qualifikation könnte sie Gerlafingen das schönste Geschenk überhaupt machen. Nach dem 25:20 Matchball ballt sie die Faust – Spiel, Satz, Sieg!

Volley1-Top 3: 1. Shelby Sullivan (VBC Gerlafingen), 2. Chiara Montani (Edelline Köniz), 3. Aniara Munoz (VBC Gerlafingen)

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Timo, die Volleyball-Schweiz ist verliebt in EM-Hoffnung Sarina Brunner!

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Der TS Volley Düdingen fegt Kanti Schaffhausen mit 3:2-Sätzen (25:16, 18:25, 28:26, 24:26, 15:10) vom Platz.

Die überragende Spielerin auf dem Platz: Sarina Brunner (21)! Der Neuzugang der Powercats ballert sich in die Herzen der Schweizer Volleyballfans!

Erst ihr Knaller-Auftritt beim 3:1 Sieg gegen den Supercup-Sieger Neuchâtel UC (NUC), nun knipste der Shootingstar schon wieder. 3:2 schoss Düdingen den meistgenannten Titelfavoriten ab, Brunner punktete 26mal, verwertete auch souverän den Matchball.

Und die Düdinger haben die Aussenangreiferin schon jetzt in ihr Herz geschlossen.

Wer ist Shootingstar Sarina Brunner? Angefangen hat sie mit Volleyball in der 3.Klasse (Schulnote 6 im Turnen), besuchte später die Talent School/Academy. Trotzdem schaffte sie nie den Sprung in eine Nachwuchsauswahl. Letzte Saison spielte sie in der 1.Liga für den VBC Kerzers. Ihr Vater war Zehnkämpfer, ihre Mutter spielte Volleyball (NLB/Uni Bern). Beruflich absolvierte Brunner das KV, arbeitet heute 80% im Event-Management. Ihre Hobbies: Singen, vor allem Worship-Lieder  (auch bei Hochzeiten).

Worship-Lieder sind Lobpreislieder, die insbesondere in den USA bei vielen jungen Menschen sehr populär und immer stärkeren Zulauf finden.  Unvergessen als Box-Superstar Evander Holyfield (Hall of Fame) am 28.06.1997 gegen Mike Tyson singend in die bebende MGM Grand Garden Arena in Las Vegas einmarschierte und 17.000 Fans tanzten. Tyson biss ihm in der 3.Runde das Ohr ab und sorgte damals für einen der grössten Skandale der Sportgeschichte. Das war genau zehn Tage vor Brunners Geburt…

Bei diesen TopLeistungen kann für sie der Song von Europe „The Final Countdown“ bald zur Realität werden: Die EM-Teilnahme  2019 in den vier austragenden Ländern Ungarn, Polen, Slowakei und Türkei!

Timo, diese Powerfrau wollen wir an der EM jubeln sehen.

Der Trainer Dario Bettello ist begeistert: „Sie hat einen schnellen Arm, ist in der Annahme stark und auch im Block aufgrund ihrer Sprungkraft solid. Sie kann uns viel helfen.“ Und Präsident Christian Marbach unterstreicht: „Ich würde mich freuen, wenn sie an die EM fahren könnte! Sie hat eine gute Einstellung, ist willig und ist sehr reif für ihr Alter.“

Und selbst Volleyball-Kritiker Michel Bolle meint: „Ich habe schon vor einiger Zeit erstmals von Sarina Brunner gehört. Sie ist athletisch stark, springt gut und hat enorme Power. Sie erinnert mich von der Spielweise an Laura Unternährer. In dieser Form gehört sie zweifellos in die Nati!“

Die Volleyball-Schweiz ist verliebt in Sarina.

Natitrainer Timo Lippuner: „Der EM-Zug ist für sie nicht abgefahren! Im Dezember haben wir nur 4 Tage, da bleibt – ausser bei Verletzungen – keine Zeit für Experimente. Aber wenn sie weiterhin so abliefert, wird sie auf jeden Fall aufgeboten.“

Und Brunner flirtet zurück: „Es fägt! Natürlich wäre eine EM-Teilnahme ein Traum! Ich wurde bisher aber noch von niemandem kontaktiert, so versuche ich einfach mich hier Schritt für Schritt zu verbessern.“

Knipst Brunner auch in den weiteren Pflichtspielen für die Düdingerinnen, ist für sie die EM-Teilnahme mit der Nationalmannschaft zum Greifen nah…

Volley1-Top 3: 1. Sarina Brunner (TS Volley Düdingen), 2. Karla Klaric (Kanti Schaffhausen), 3. Sabel Moffett (TS Volley Düdingen)

Foto: Ulf Schiller

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