Connect with us

Nationalliga

Rummmmms! Krisensitzung im Medizinballraum bei Volero Zürich

Published

on

Rückschlag für Volero Zürich im Kampf um die Schweizer Meisterschaft. Beim Serienmeister ärgert man sich mächtig über die 0:3 Klatsche gegen Sm’Aesch Pfeffingen und die 2:3 Pleite bei den Power Cats in Düdingen. Zwei Dreier hätten es sein sollen. Beide Konkurrenten ziehen durch den Sieg in der Tabelle an Volero Zürich vorbei.

Nach diesen Niederlagen haut der sonst so ruhige Volero Zürich Trainer Anderson Rodrigues auf den Tisch! Er versammelt seine Mannschaft nach dem heutigen Training im Medizinballraum der Trainingshalle hinter verschlossenen Türen zu einer Aussprache. Die brasilianische Aussenangreiferin Samara Almeida springt als Übersetzerin ein. „Ich bin die Einzige, die Portugiesisch spricht – aber die anderen Spielerinnen verstehen auch schon einige portugiesische Wörter. Ich versuche, so gut es geht, auf Englisch zu übersetzen“, sagt Almeida.

Die Krisensitzung dauert genau zwölf Minuten!   

Der Startrainer Rodrigues nach dem Training wortkarg: „Heute ist kein guter Tag, um etwas zu sagen. Ich bin wütend!“ Volley1 fragt nach: Was macht Sie wütend, Senhor Rodrigues? Rodrigues abgebrüht: „Die Situation.“ Dann verlässt er die Sporthalle Birch. Ebenso die Spielerinnen.

Einzig die Führungsspielerinnen Rosir Calderon Diaz, Silvija Popovic und Kapitän Ana Antonijevic – die in jedem Spiel auf konstant hohem Niveau spielen – strecken noch ihre Köpfe zusammen, besprechen sich, und verlassen zuletzt die Halle. Was erwarten Sie am Samstag für ein Spiel, Frau Popovic? „Sorry, ich muss mich beeilen, ich habe keine Zeit“, sagt Libera-Ass Popovic.

Auch Präsident Stav Jacobi schaut im Training vorbei. Er liebt und lebt Volleyball, verhält sich in jeder Situation höchst professionell – bei der Krisensitzung ist er nicht dabei. Er hat gegenüber Volley1 am Sonntag nach dem Spiel in Düdingen angekündigt, dass er die Spielerinnen auch ausserhalb des Spielfelds unter Druck setzen werde. Der mächtige SB Community-Chef Bojan Simurina wohnt dem intensiven Training ebenfalls bei – er hat die beiden Niederlagen zuletzt nicht live gesehen. Simurina: „Gott sei dank nicht…“

Volero Zürich hat die Krise: nur einen von sechs Punkten aus den letzten zwei Partien. Zwei Sätze gewonnen, sechs verloren – schon wieder vier Punkte hinter dem grössten Rivalen Sm’Aesch Pfeffingen. Und am Samstag kommt mit Kanti Schaffhausen die Mannschaft in die Sporthalle Birch (Beginn: 19:00 Uhr), welche im Saisoneröffnungsspiel die beeindruckende Serie der Zürcherinnen von 185 Siegen in Folge durchbrochen hat.

Die Stimmung beim Champions League Teilnehmer Volero Zürich ist drei Wochen vor dem Auftakt in den prestigeträchtigsten Clubwettbewerb bei Alba Blaj (Rumänien) so angespannt wie seit Jahren nicht mehr.

Continue Reading
4 Comments

4 Comments

  1. Michel F. Bolle

    22. November 2017 at 21:39

    Interessanter Artikel der doch einige Frage aufwirft! Warum ist Startrainer Rodrigues wütend? Ich hoffe doch sehr, dass er auf sich selber (eventuell auf seinen Assistenztrainer) und nicht auf die Spielerinnen wütend ist!

    Die erste Runde der Meisterschaft beginnt mit 3 doch eher unerwarteten Niederlagen des „Zürcher Star-Ensembles“, und einem zeitweise schon sehr fragwürdigen Auftreten des Voléro Teams. Klar ist das Team 2017-2018 von der Qualität her nicht vergleichbar mit Saion 2016-2017, und trotzdem sollten eigentlich Siege gegen die Amateur- und Hobbyteams der Liga nur eine Formsache sein. Anstatt Siege werden jedoch unnötige (und zum Teil sehr klare) Niederlagen eingefahren.

    Ich haben mir die Zeit genommen die 3 Niederlagen von Voléro auf Video ausführlich zu analysieren, und irgendwie kann ich verstehen dass Rodrigues wütend ist. Das Voléro Team spielt seit anfangs Saison absolut amateurhaft :

    – Ohne erkennbare offensiv und defensiv Strategie
    – Ohne erkennbare auf den Gegner angepasste Taktik
    – Block – Verteidigungs-System ist komplett desorganisiert und zweifellos nicht eintrainiert
    – Die Zuspielerin (eine der 3 besten der Welt) hat keine Offensiv-Strategie. Die Zuspiel Taktik
    wirkt hilflos und zufällig und ist nicht auf die Schwächen des gegnerischen Blocks angepasst.

    Und genau diesen Eindruck hat Volero, in allen Spielen die ich gesehen habe, auf mich gemacht. Desorganisiert, und taktisch/strategisch mit Abstand das schwächste Team der Liga.

    Ich denke hier muss jetzt und sofort analysiert werden was die Gründe sind? Ist es eventuell die Tatsache, dass das Team (mit Ausnahme von einer Spielerin) den Trainer nicht versteht? Oder werden eventuell in den Trainigns und den Spiel-Vorbereitungs-Theorien zu wenig Akzente auf Taktik, Teamorganisation und Vorbereitung auf den Gegner gelegt?

    Viele offene Fragen. Ich hoffe das die „Wut“ von Rodrigues dazu führt, dass er sein Team für die zukünftigen Spiel taktisch perfekt einstellen wird.

    Eine weitere Niederlage in dieser Meisterschaft wäre wohl nicht tragbar und auch nicht mehr akzeptabel!

    • Martin

      23. November 2017 at 10:11

      „die Amateur- und Hobbyteams der Liga“

      Warum dieser despektierliche Unterton? Muss doch wirklich nicht sein. Aber ist man sich ja seit Jahren gewohnt zu lesen, vorallem auch in Statements von Volero’s Führung. Kein Wunder verspüren die Leute auch eine gewisse Genugtuung, wenn diese SPRACHLICHE ARROGANZ mal resultatmässig „bestraft“ wird. Hat vielleicht auch damit zu tun, wenn die Halle in Zürich nicht wirklich voll wird und Volero nicht unbedingt der „Club der Herzen“ zu sein scheint hierzulande?

      • Michel F. Bolle

        23. November 2017 at 21:30

        Lieber Martin,

        Das ist kein despektierlicher Unterton! Es wäre schon lange an der Zeit im Schweizer Volleyball Nägel mit Köpfen zu machen, und die Dinge beim Namen zu nennen. Die Strategie „alles immer wieder schön zu reden“ genau so wie die „Selbstdarsteller“ Taktik hat zweifellos versagt. Nicht nur bei Valero, sondern auch anderswo in der Schweiz sind die Hallen leer und die Spiele gähnend uninteressant. Genau darum interessiert sich weder die Presse noch das Fernsehen fürs Volleyball. Eine Schweizermeisterschaft im Jassen bring im Fernsehen mehr Zuschauer als ein langweiliges und unatraktives Volleyball Spiel.

        Wen stören die Statements von Voléro während der letzten Jahre? Die amateurhaften Selbstdarstellen? Vereine die seit Jahren behaupten sie seinen Ausbildungsvereine und in Ihrem NLA Team keine einzige CH-Spielerin haben, welche die ganze Ausbildung im Verein gemacht hat? Stört es eventual Vereine die behaupten sie offerieren CH- Spielerinnen Profi Verträge, wo man bei genauem hinschauen feststellen muss, dass die Spielerinnen nur über 8 Monate einen Hungerlohn bekommen, im Sommer die Wohnung abgeben müssen und dann wieder bei den Eltern leben müssen?.

        In der Geschichte des Schweizer Volleyball gab und gibt es nur zwei Profi Vereine die Geschichte geschrieben haben. Der VBC Leysin bei den Männern und Voléro Zürich bei den Frauen. Dann gibt es Vereine die sehr nahe an der Professionalität waren oder sind: Luc Volleyball, Näfels und Amriswil bei den Männern und vor vielen Jahren mal Köniz bei den Frauen. Alles andere is wirklich amateurhaft und hobbymässig.

        Sowohl Leysin wie auch Voléro haben international Ihre Ziele nie erreicht, und einer der Gründe dafür war sie schwache und amateurhafte Liga.

        Wir brauchen in der Schweiz keine „Selbsdarsteller“ und „Schönredner“ mehr! Wir brauchen „Macher“ die einen Teil dazubeitragen, dass sich das Volleyball verbessert.

        Stav Jacobi, Daniel Quedot, Georges de Jong, Dominik Joos, Ruedi Gygly, Georges-André Carrel und Max Meier sind Exponenten und Macher die Ihren Teil dazu geleistet haben! Schade haben wir nicht mehr Leute von diesem Format haben…

        Lg

        Mitch

        • Martin

          24. November 2017 at 12:17

          Ich sehe einfach nicht wirklich viel von „Amateur- und Hobbyteams“ wenn ich mir die Startformationen der Clubs anschaue, welche Volero letztes Wochenende schlugen. Und vorallem deshalb habe ich mit obigem Kommentar reagiert.

          Sm’Aesch Pfeffingen:
          von Piekartz, Storck
          Walch, Ennok
          White, Matter
          Pogany
          3 Spielerinnen (von Piekartz, Walch, Pogany) mit Bundesligaerfahrung (eine im Kader der Deutschen NT), 2 aktuelle Schweizer NT-Spielerinnen, eine Estin (zweifellos eine der besten ihres Landes) und eine Kanadierin (Michigan State Graduate, ein renommiertes NCAA-Team). Coach Vollmer (jahrelang in der Bundesliga gearbeitet und ist Assistent im Deutschen NT).

          Düdingen:
          Marbach, Harbin
          Felinski, Granvorka
          Becker, Moffett
          Deprati
          2 Spielerinnen mit Bundesligaerfahrung (Felinski, Becker), Harbin scheint eine der TOP-
          Entdeckungen der noch jungen Saison zu sein, 2 (ehemailge?) Schweizer NT-Spielerinnen und 1 aktuelle (Deprati) und Moffett (der so wertvolle Emotional Leader). Trainiert von einem der besten Schweizer Coaches.

          Und ähnliches liesse sich auch für Kanti Schaffhausen sagen.

          Da ist einfach Qualität vorhanden. Ja, einzelne mögen (noch/wieder) im strengen Sinne Amateure sein (auch berufstätig oder auch (Teilzeit)-Studentin), aber von „Hobby“ kann doch keine Rede sein). Wenn alle diese Spielerinnen fit sind und bei guter Tagesform können die einfach ganz schönes Volleyball zeigen. UND DIES VERDIENT AUCH ANERKENNUNG. Wenn Volero schlecht spielt, passiert dies immer auch weil der Gegner sie (mehr oder weniger) dazu bringt, schlecht zu spielen und kaum ausschliesslich durch eigenes Versagen, nach meiner Meinung.

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Nationalliga

Beyoncé-Double ballert Sm’Aesch Pfeffingen an Tabellenspitze

Published

on

25:16, 25:20, 25: 21! Sm’Aesch Pfeffingen ist zurück auf dem Leaderthron! Der Kronfavorit auf den Meistertitel (Anm. d. Red. Volley1-Umfrage bei NLA-Trainern) Kanti Schaffhausen wurde kalt geduscht…

Wenn die Zuschauer schon vor dem ersten Volleyball-Bier das Gefühl haben doppelt zu sehen – dann können sie sich beruhigt in ihren Sitz fallen lassen. Die Frau, die dem amerikanischen Megastar Beyoncé so sehr ähnelt, heisst Jessica Ventura (27). Besser bekannt als das Beyoncé-Double aus Brasilien.

Frisur, Kleidungsstil – sogar eine edle Designer-Sonnenbrille wie Beyoncé trägt Ventura auf der Nase. Nur beim Ruhm und den finanziellen Einnahmen liegen Ventura und Beyoncé weit auseinander…

Die Brasilianerin schwärmt vom Superstar: „Beyoncé ist einfach wunderschön. Mit ihr verglichen zu werden, ist eine grosse Ehre. Ich mag ihre Musik, dazu die grandiose Show und das Spektakel!“

Aber wie gefährlich ist das Beyoncé-Double für die Gegner?

Bei Sm’Aesch Pfeffingen gehört die routinierte Diagonalangreiferin zu den Teamstützen. Eine enorme Sprungkraft, eine vorzügliche Technik und ein bodenständiges Auftreten, machen sie zur kompletten Allrounderin. Sie liebt Kino, Tanzen, Karneval und hat zuletzt in Italien für die Vereine Omia Volley 88 und Marsala gespielt.

Trainer Andi Vollmer heute freudig: „Jessica spielt immer gegen Schaffhausen richtig stark. Dieser Gegner scheint ihr zu liegen – offenbar liebt sie Schaffhausen!“ Bereits vor der Saison lobte sie Vollmer über den Klee: „Sie ist eine erfahrene Spielerin, die Emotionen ins Spiel reinbringt. Diese brasilianische Mentalität tut meiner Mannschaft gut!“

Jessica Ventura zu Volley1 cool: „Wir haben gegen den Favoriten ruhig gespielt, waren im Block solid. Jetzt muss ich duschen gehen und danach gibt’s Käsefondue zum Abendessen – ich liebe es!“

Beyoncé erhielt für ihren Song „Crazy in Love“ einst den begehrten Grammy-Award. Wenn ihr Double weiter so rockt, liebt man auch SIE in Aesch genauso verrückt…

Nebenbei: Powerlady Dora Grozer überzeugt mit einem brillanten Auftritt und die 16-jährige Annalea Maeder ersetzt die verletzte Taylor Tashima vorzüglich.

Volley1-Top 3: 1. Dora Grozer (Sm’Aesch Pfeffingen), 2. Jessica Ventura (Sm’Aesch Pfeffingen), 3. Annalea Maeder (Sm’Aesch Pfeffingen)

 

Continue Reading

Nationalliga

5-Satz-Krimi! VFM verliert Derby und fühlt sich trotzdem gut

Published

on

Das Derby zwischen Volleyball Franches-Montagnes (VFM) und Viteos NUC in Rossemaison wird erst im Tiebreak entschieden. Das Team von Coach Lauren Bertolacci kann den 5-Satz-Krimi (23:25, 29:27, 25:22, 14:25, 10:15) schliesslich knapp für sich entscheiden!

Das Spiel hätte eigentlich zwei Sieger verdient gehabt. Beide Teams lieferten sich von Beginn weg einen offenen Schlagabtausch und jagten jedem Ball hinterher. So war das Derby zwischen zwei ebenbürtigen Teams bis zum Schluss völlig offen. Auf Seiten der Jurassierinnen glänzten vor allem die Zuspielerin Jurja Vlasic (Kroatien) sowie im Angriff Nada Mitrovic (Serbien). Auf Seiten der Gäste waren einmal mehr die Amerikanerinnen Kyra Holt und Tia Scambray besonders gut aufgelegt.

Das Derby-Spektakel: Heisser Fight auf dem Feld, Bombenstimmung auf den Zuschauerrängen!

Auf den Zuschauerrängen feuerte der berüchtigte VFM-Fanclub mit Vorsänger Fabian Zürcher das Heimteam mit Hupe und Trommel pausenlos an. Mitten im Fanblock mit VFM-Schal sass auch der ehemalige Vereinspräsident Loic Chapuis. Es wurde eine Runde Bier spendiert – dazu gesungen, gelacht und gefeiert…

Doch nach einem Servicewinner im Tiebreak von Julie Lengweiler war die Derby-Pleite von VFM amtlich.

Nada Mitrovic zu Volley1: „Wir haben noch zu wenig konstant gespielt, doch trotzdem fühle ich mich gut – heute wäre auch ein Sieg drin gelegen!“

Brisant: Im Rahmen eines Besuches des Meisterschaftsspiel in der russischen Liga zwischen Champions League-Teilnehmer  Minchanka Minsk und St. Petersburg wurde Volley1 mehrfach auf Natalia Cukseeva angesprochen. Die deutsche Topskorerin in den Reihen von VFM geniesst dort immer noch einen hervorragenden Ruf.

Angesprochen auf ihr Topskorerin-Trikot meinte die ehemalige U20-Weltmeisterin (2009): „Eigentlich weiss ich gar nicht so recht, wie ich zu diesem Trikot gekommen bin…“ Typisch Cukseeva – einfach eine bodenständig und sympathische Person!

Volley1-Top 3: 1. Tia Scambray (Viteos NUC), 2. Kyra Holt (Viteos NUC), 3. Nada Mitrovic (VFM)

Continue Reading

Nationalliga

Renata, Alannah und Manoela lassen VdT vom NLA-Aufstieg träumen!

Published

on

Playoffkampf in Gerlafingen, Aufatmen in Val-de-Travers!

Die Samba-Girls von Val-de-Travers feiern gegen den VBC Gerlafingen einen Drei-Punkte-Erfolg und klettern auf einen Playoffplatz. Trainer Luiz Souza setzte gleich vier (!) Brasilianerinnen ein, welche für den Unterschied sorgten.  

25:21, 28:26, 25:13 – Val-de-Travers stösst Gerlafingen aus den Playoffrängen!

Das Spiel ist zu Beginn über weite Strecken ausgeglichen, Gerlafingen scheint näher am Satzgewinn zu sein. Doch kurz vor dem Ziel kann Val-de-Travers nochmals zulegen und holt sich den ersten Satz mit 25:21. Auch im zweiten Satz ist es mehrheitlich Gerlafingen, das dem Spiel über weite Strecken seinen Stempel aufdrückt, doch in der entscheidenden Phase zeigen sie Nerven, verspielen einen Sechs-Punkte-Vorsprung und müssen diesen Satz ebenfalls mit 28:26 den Gästen überlassen. Im dritten Satz setzt Val-de-Travers dann zur Kür an, nimmt Revanche für die bittere 3:2 Heimniederlage am ersten Spieltag und unterstreicht eindrucksvoll seine Ambitionen auf eine Playoffteilnahme.

Val-de-Travers jubelt, Gerlafingen weint…

Was ist das Erfolgsgeheimnis von Val-de-Travers?

Der Verein verfügt mit Joelle Roy über eine engagierte, charismatische und weitsichtige Präsidentin. Sie pflegt einen engen Kontakt zur Mannschaft und auch zu den lokalen Medien, ohne sich dabei in den Mittelpunkt zu drängen. Ihr ganzes (ehrenamtliches) Engagement kommt vollumfänglich dem Verein zugute. Mit Trainer Luiz Souza hat sie einen absoluten Fachmann nach Val-de-Travers geholt, der weiss wie man mit älteren, verdienten Spielerinnen umgeht und wie man junge Talente nachhaltig fördert. Durch sein internationales Netzwerk gelingt es ihm immer wieder hervorragende Spielerinnen an den Fuss des Creux du Van nach Val-de-Travers zu locken.

Dazu lassen drei Brasilianerinnen eine ganze Region vom Sensations-Coup NLA-Aufstieg träumen!

Renata Schmutz: Der Kapitän der Mannschaft blickt auf eine grosse Karriere von über 20 Jahren zurück. Sie hat bereits in der Türkei, Griechenland, Spanien und Schweden gespielt. Selbst in der Seleçao (Anm. d. Red. Nationalmannschaft von Brasilien) hatte sie bereits einzelne Einsätze. Ihre Primetime hat sie zwar hinter sich, doch sie ist eine absolute Führungsspielerin – die rechte Hand des Trainers. Jeder Trainer kann sich glücklich schätzen, eine solche tolle Spielerin in seinen Reihen zu haben.

„Es war kein einfaches Spiel, doch wir müssen solche wichtigen Spiele gewinnen! Das Teamwork und die Taktik waren heute der Schlüssel zum Erfolg“, meinte Schmutz. Trainer Luiz Souza lobte Schmutz über den Klee: „Renata ist einfach ein unglaublich guter Kapitän. Sie stellt sich voll und ganz in den Dienst der Mannschaft, sie hilft den jungen Spielerinnen, sie ist die Erste im Training usw. – sie ist ein absolutes Vorbild! “  

Manoela Garcia Duarte: Die Aussenangreiferin ist die jüngere Schwester von Barbara Garcia Duarte (ex-Sm’Aesch-Pfeffingen) – die beiden Duarte-Schwestern sind die brasilianische Antwort auf die Kardashian-Schwestern. Duarte lebt in einer Wohngemeinschaft mit Mitspielerin Valeria Benvenuti aus San Marino. Da sie bereits in Frankreich gespielt hat, beherrscht sie auch nahezu fliessend die französische Sprache. Sie bringt neben Glanz und Glamour auch einen grossen Ehrgeiz mit: „Wir wollen die NLB-Meisterschaft gewinnen und in die NLA aufsteigen! Es gefällt mir in Val-de-Travers, es ist sehr ruhig hier und umgeben von einer prachtvollen Natur – doch aktuell ist es mir draussen ein bisschen zu kalt…“ Über Weihnachten wird Duarte nach Portugal fliegen und in Nazaré mit ihrer Mutter und Schwester feiern.    

Volley1 fragt Souza: Wann spielt auch Barbara in Val-de-Travers? Souza cool: „Mal schauen, warten wir ab…“

Alannah: Die gebürtige Brasilianerin ist die Jüngste in der Mannschaft. Sie lebt im Bernbiet und fährt täglich nach Val-de-Travers ins Training. Volley1 weiss: Die Gründe dafür sind Trainer Luiz Souza und Renata Schmutz. Alannah lebt noch zuhause und wird von ihren umtriebigen Eltern voll und ganz unterstützt. Sie ist erst 17 Jahre alt und DIE Entdeckung dieser Saison – eine der vielversprechendsten Volleyballtalente hierzulande. Sie möchte wie Schmutz dereinst eine grosse Karriere machen. Brisant: Im Programmheft am Samstag war sie bei der Mannschaftsaufstellung bereits als „Alannah Schmutz“ aufgeführt…    

Souza ist zufrieden: „Alannah entwickelt sich gut. Es gibt in der Schweiz nicht viele Spielerinnen in diesem Alter, die auf diesem Level spielen.“

 In Val-de-Travers feiert man brasilianischen Karneval nicht nur im Sommer…

Volley1-Top 3: 1. Manoela Garcia Duarte (Val-de-Travers), 2. Renata Schmutz (Val-de-Travers), 3. Alannah (Val-de-Travers)

Continue Reading

Trending