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Sm’Aesch-Pfeffingen auf dem Leaderthron – Schokolade und verbale Haue für Schiri

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Au weia, Stav! Im Spitzenkampf zieht Sm’Aesch-Pfeffingen dem Schweizer Meister Volero Zürich in vier Sätzen (25:22, 24:26, 26:24, 25:23) den Zahn und erobert sich mit einer guten Leistung die Tabellenführung zurück. Volero-Boss Stav Jacobi übt nach dem Spiel harsche Kritik am Schiedsrichtergespann.

Dieses Volleyballspiel wird der Unparteiische Cédric Grellier aus Courfaivre so schnell wohl nicht mehr vergessen. Es beginnt gut, der Empfang ist herzlich: Anlässlich der „RESPECT“-Kampagne, die mehr Respekt und Fairness gegenüber Schiedsrichtern einfordert, überreicht Kapitän Tess von Piekartz dem Schiri ein kleines Präsent (Tafel Schokolade). Mit der „Week of the Referee“ vom 15.-21. Januar 2018 will Swiss Volley allen Schiedsrichtern einen speziellen Dank aussprechen und ihre Arbeit würdigen.

Das Duell zwischen den beiden letztjährigen Finalisten Sm’Aesch-Pfeffingen und Volero Zürich sorgt immer für Zündstoff, so auch diesmal – Punkt 17.00 Uhr, Anpfiff!

1.Satz: Es ist von Beginn weg ein offener Schlagabtausch, bei dem das Heimteam die Nase vorne hat. Das Zuspiel-Ass Tess von Piekartz legt die Bälle mustergültig für die starke Amerikanerin Nicole Walch und Nationalspielerin Maja Storck auf, die souverän abschliessen. Derweil spielt der Tabellenführer ohne die verletzte Rosir Calderon Diaz im Angriff harmlos. So ist es einmal mehr Topskorerin Storck, die dem Serienmeister den Zahn zieht und den Satzball zum 25:22 souverän verwertet!

2.Satz: Die Ohrfeige im ersten Satz hat Volero Zürich geweckt. Bis Satzmitte ist die Partie wieder ausgeglichen, dann wechselt Volero-Coach Avital Selinger die russische Nationalspielerin Angelina Lazarenko ein. Die Mittelblockerin ist derzeit in bestechender Form, hat auch in der Champions League gegen ASPTT Mulhouse für zahlreiche Glanzmomente gesorgt. Nicht zuletzt dank ihr kann Volero Zürich (glücklich) mit einem Netzroller den zweiten Satz 26:24 heimfahren. Durchatmen…

3.Satz: Die Teams schenken sich nichts, spielen auf dem gleichen Level. Die Zuschauer sind begeistert – die Präsidentin von Swiss Volley, Nora Willi, freut sich: „Das ist beste Werbung für das Schweizer Volleyball!“ Sm’Aesch-Pfeffingen spielt gross auf, doch Volero Zürich lässt sich nicht abschütteln. Beim Stand von 25:24 will Selinger die Schwedin Alexandra Lazic einwechseln, ruft sie herbei, doch sie bemerkt es zu spät. Das Spiel geht weiter und das Heimteam verwertet eiskalt zum 26:24 Satzgewinn – Selinger tobt und ist stinksauer auf seinen blonden Engel…

4.Satz: Jetzt hat der Vize-Meister einen Lauf und führt schnell 8:1 (!) – da gehen die Emotionen auf und neben dem Feld drunter und drüber. Stav Jacobi moniert fehlbare Schiedsrichter-Entscheidungen, diskutiert verärgert mit einheimischen Zuschauern, verlässt seinen Sitzplatz und schaut sich die Szenen nochmals auf Video an. Derweil bleibt Sm’Aesch-Pfeffingen cool und lässt nichts mehr anbrennen, schaukelt die Partie mit 25:23 sicher nach Hause. Aesch grüsst vier Wochen vor der Basler Fasnacht wieder von der Tabellenspitze!

Topskorerin Laura Unternährer analysiert: „Wir haben zu viele Fehler gemacht. Natürlich hätte uns Rosir Calderon Diaz helfen können, doch wir haben auch ohne sie schon gute Spiele gezeigt.“

Stav Jacobi ist sauer auf die Unparteiischen: Anstatt Schokolade gibt’s nun minutenlange verbale Haue für Schiri Grellier. Als Jacobi bemerkt, dass dieser ihn sprachlich nicht versteht, geht die Standpauke auf Englisch weiter. Zum Schluss reichen sich die beiden Volleyballfunktionäre fair die Hand und gehen im Frieden auseinander. Emotionen gehören eben zum Volleyball dazu!

Was hat Volero-Gentleman Stav Jacobi zum Vulkan werden lassen?

Und Stav Jacobi erklärt Volley1: „Der Schiedsrichter hat das Spiel dem Linienrichter überlassen. Und der Linienrichter hat mit dem Team von Sm’Aesch-Pfeffingen mitgespielt. Er hat das sicher nicht vorsätzlich gemacht – doch ein solcher lokaler Schiedsrichter sieht das, was er sehen will. Die Fehlentscheidungen sind spielentscheidend gewesen – der Schiedsrichter hätte den Linienrichter überstimmen müssen. Deshalb hat dieser Spielausgang einen faden Beigeschmack!“

Nach der zweiten Niederlage von Volero Zürich wird nun klar, dass der Meistertitel mit dieser Mannschaft kein Selbstläufer ist. Es ist davon auszugehen, dass Jacobi nochmals Verstärkung holen wird (Transferfenster bis 31. Januar). In Zürich träumt man von Olesia Rykhliuk, Foluke Akinradewo – oder läuft sogar Volleyball-Superstar Tijana Boskovic bald im Volero-Trikot auf?

Sm’Aesch-Pfeffingen jubelt, doch hebt nicht ab. Trainer Andreas Vollmer stapelt tief: „Die Mannschaft hat gut gespielt und praktisch immer geführt. Doch Meister werden wir deswegen nicht, das ist nicht realistisch. Ich muss los, ich werde heute Abend noch Videostudium vom Europacup-Gegner Stiinta Bacau machen…“

Volley1-Top3: 1. Nicole Walch (Sm’Aesch-Pfeffingen), 2. Angelina Lazarenko (Volero Zürich), 3. Tess von Piekartz (Sm’Aesch-Pfeffingen)

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Beyoncé-Double ballert Sm’Aesch Pfeffingen an Tabellenspitze

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25:16, 25:20, 25: 21! Sm’Aesch Pfeffingen ist zurück auf dem Leaderthron! Der Kronfavorit auf den Meistertitel (Anm. d. Red. Volley1-Umfrage bei NLA-Trainern) Kanti Schaffhausen wurde kalt geduscht…

Wenn die Zuschauer schon vor dem ersten Volleyball-Bier das Gefühl haben doppelt zu sehen – dann können sie sich beruhigt in ihren Sitz fallen lassen. Die Frau, die dem amerikanischen Megastar Beyoncé so sehr ähnelt, heisst Jessica Ventura (27). Besser bekannt als das Beyoncé-Double aus Brasilien.

Frisur, Kleidungsstil – sogar eine edle Designer-Sonnenbrille wie Beyoncé trägt Ventura auf der Nase. Nur beim Ruhm und den finanziellen Einnahmen liegen Ventura und Beyoncé weit auseinander…

Die Brasilianerin schwärmt vom Superstar: „Beyoncé ist einfach wunderschön. Mit ihr verglichen zu werden, ist eine grosse Ehre. Ich mag ihre Musik, dazu die grandiose Show und das Spektakel!“

Aber wie gefährlich ist das Beyoncé-Double für die Gegner?

Bei Sm’Aesch Pfeffingen gehört die routinierte Diagonalangreiferin zu den Teamstützen. Eine enorme Sprungkraft, eine vorzügliche Technik und ein bodenständiges Auftreten, machen sie zur kompletten Allrounderin. Sie liebt Kino, Tanzen, Karneval und hat zuletzt in Italien für die Vereine Omia Volley 88 und Marsala gespielt.

Trainer Andi Vollmer heute freudig: „Jessica spielt immer gegen Schaffhausen richtig stark. Dieser Gegner scheint ihr zu liegen – offenbar liebt sie Schaffhausen!“ Bereits vor der Saison lobte sie Vollmer über den Klee: „Sie ist eine erfahrene Spielerin, die Emotionen ins Spiel reinbringt. Diese brasilianische Mentalität tut meiner Mannschaft gut!“

Jessica Ventura zu Volley1 cool: „Wir haben gegen den Favoriten ruhig gespielt, waren im Block solid. Jetzt muss ich duschen gehen und danach gibt’s Käsefondue zum Abendessen – ich liebe es!“

Beyoncé erhielt für ihren Song „Crazy in Love“ einst den begehrten Grammy-Award. Wenn ihr Double weiter so rockt, liebt man auch SIE in Aesch genauso verrückt…

Nebenbei: Powerlady Dora Grozer überzeugt mit einem brillanten Auftritt und die 16-jährige Annalea Maeder ersetzt die verletzte Taylor Tashima vorzüglich.

Volley1-Top 3: 1. Dora Grozer (Sm’Aesch Pfeffingen), 2. Jessica Ventura (Sm’Aesch Pfeffingen), 3. Annalea Maeder (Sm’Aesch Pfeffingen)

 

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5-Satz-Krimi! VFM verliert Derby und fühlt sich trotzdem gut

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Das Derby zwischen Volleyball Franches-Montagnes (VFM) und Viteos NUC in Rossemaison wird erst im Tiebreak entschieden. Das Team von Coach Lauren Bertolacci kann den 5-Satz-Krimi (23:25, 29:27, 25:22, 14:25, 10:15) schliesslich knapp für sich entscheiden!

Das Spiel hätte eigentlich zwei Sieger verdient gehabt. Beide Teams lieferten sich von Beginn weg einen offenen Schlagabtausch und jagten jedem Ball hinterher. So war das Derby zwischen zwei ebenbürtigen Teams bis zum Schluss völlig offen. Auf Seiten der Jurassierinnen glänzten vor allem die Zuspielerin Jurja Vlasic (Kroatien) sowie im Angriff Nada Mitrovic (Serbien). Auf Seiten der Gäste waren einmal mehr die Amerikanerinnen Kyra Holt und Tia Scambray besonders gut aufgelegt.

Das Derby-Spektakel: Heisser Fight auf dem Feld, Bombenstimmung auf den Zuschauerrängen!

Auf den Zuschauerrängen feuerte der berüchtigte VFM-Fanclub mit Vorsänger Fabian Zürcher das Heimteam mit Hupe und Trommel pausenlos an. Mitten im Fanblock mit VFM-Schal sass auch der ehemalige Vereinspräsident Loic Chapuis. Es wurde eine Runde Bier spendiert – dazu gesungen, gelacht und gefeiert…

Doch nach einem Servicewinner im Tiebreak von Julie Lengweiler war die Derby-Pleite von VFM amtlich.

Nada Mitrovic zu Volley1: „Wir haben noch zu wenig konstant gespielt, doch trotzdem fühle ich mich gut – heute wäre auch ein Sieg drin gelegen!“

Brisant: Im Rahmen eines Besuches des Meisterschaftsspiel in der russischen Liga zwischen Champions League-Teilnehmer  Minchanka Minsk und St. Petersburg wurde Volley1 mehrfach auf Natalia Cukseeva angesprochen. Die deutsche Topskorerin in den Reihen von VFM geniesst dort immer noch einen hervorragenden Ruf.

Angesprochen auf ihr Topskorerin-Trikot meinte die ehemalige U20-Weltmeisterin (2009): „Eigentlich weiss ich gar nicht so recht, wie ich zu diesem Trikot gekommen bin…“ Typisch Cukseeva – einfach eine bodenständig und sympathische Person!

Volley1-Top 3: 1. Tia Scambray (Viteos NUC), 2. Kyra Holt (Viteos NUC), 3. Nada Mitrovic (VFM)

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Renata, Alannah und Manoela lassen VdT vom NLA-Aufstieg träumen!

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Playoffkampf in Gerlafingen, Aufatmen in Val-de-Travers!

Die Samba-Girls von Val-de-Travers feiern gegen den VBC Gerlafingen einen Drei-Punkte-Erfolg und klettern auf einen Playoffplatz. Trainer Luiz Souza setzte gleich vier (!) Brasilianerinnen ein, welche für den Unterschied sorgten.  

25:21, 28:26, 25:13 – Val-de-Travers stösst Gerlafingen aus den Playoffrängen!

Das Spiel ist zu Beginn über weite Strecken ausgeglichen, Gerlafingen scheint näher am Satzgewinn zu sein. Doch kurz vor dem Ziel kann Val-de-Travers nochmals zulegen und holt sich den ersten Satz mit 25:21. Auch im zweiten Satz ist es mehrheitlich Gerlafingen, das dem Spiel über weite Strecken seinen Stempel aufdrückt, doch in der entscheidenden Phase zeigen sie Nerven, verspielen einen Sechs-Punkte-Vorsprung und müssen diesen Satz ebenfalls mit 28:26 den Gästen überlassen. Im dritten Satz setzt Val-de-Travers dann zur Kür an, nimmt Revanche für die bittere 3:2 Heimniederlage am ersten Spieltag und unterstreicht eindrucksvoll seine Ambitionen auf eine Playoffteilnahme.

Val-de-Travers jubelt, Gerlafingen weint…

Was ist das Erfolgsgeheimnis von Val-de-Travers?

Der Verein verfügt mit Joelle Roy über eine engagierte, charismatische und weitsichtige Präsidentin. Sie pflegt einen engen Kontakt zur Mannschaft und auch zu den lokalen Medien, ohne sich dabei in den Mittelpunkt zu drängen. Ihr ganzes (ehrenamtliches) Engagement kommt vollumfänglich dem Verein zugute. Mit Trainer Luiz Souza hat sie einen absoluten Fachmann nach Val-de-Travers geholt, der weiss wie man mit älteren, verdienten Spielerinnen umgeht und wie man junge Talente nachhaltig fördert. Durch sein internationales Netzwerk gelingt es ihm immer wieder hervorragende Spielerinnen an den Fuss des Creux du Van nach Val-de-Travers zu locken.

Dazu lassen drei Brasilianerinnen eine ganze Region vom Sensations-Coup NLA-Aufstieg träumen!

Renata Schmutz: Der Kapitän der Mannschaft blickt auf eine grosse Karriere von über 20 Jahren zurück. Sie hat bereits in der Türkei, Griechenland, Spanien und Schweden gespielt. Selbst in der Seleçao (Anm. d. Red. Nationalmannschaft von Brasilien) hatte sie bereits einzelne Einsätze. Ihre Primetime hat sie zwar hinter sich, doch sie ist eine absolute Führungsspielerin – die rechte Hand des Trainers. Jeder Trainer kann sich glücklich schätzen, eine solche tolle Spielerin in seinen Reihen zu haben.

„Es war kein einfaches Spiel, doch wir müssen solche wichtigen Spiele gewinnen! Das Teamwork und die Taktik waren heute der Schlüssel zum Erfolg“, meinte Schmutz. Trainer Luiz Souza lobte Schmutz über den Klee: „Renata ist einfach ein unglaublich guter Kapitän. Sie stellt sich voll und ganz in den Dienst der Mannschaft, sie hilft den jungen Spielerinnen, sie ist die Erste im Training usw. – sie ist ein absolutes Vorbild! “  

Manoela Garcia Duarte: Die Aussenangreiferin ist die jüngere Schwester von Barbara Garcia Duarte (ex-Sm’Aesch-Pfeffingen) – die beiden Duarte-Schwestern sind die brasilianische Antwort auf die Kardashian-Schwestern. Duarte lebt in einer Wohngemeinschaft mit Mitspielerin Valeria Benvenuti aus San Marino. Da sie bereits in Frankreich gespielt hat, beherrscht sie auch nahezu fliessend die französische Sprache. Sie bringt neben Glanz und Glamour auch einen grossen Ehrgeiz mit: „Wir wollen die NLB-Meisterschaft gewinnen und in die NLA aufsteigen! Es gefällt mir in Val-de-Travers, es ist sehr ruhig hier und umgeben von einer prachtvollen Natur – doch aktuell ist es mir draussen ein bisschen zu kalt…“ Über Weihnachten wird Duarte nach Portugal fliegen und in Nazaré mit ihrer Mutter und Schwester feiern.    

Volley1 fragt Souza: Wann spielt auch Barbara in Val-de-Travers? Souza cool: „Mal schauen, warten wir ab…“

Alannah: Die gebürtige Brasilianerin ist die Jüngste in der Mannschaft. Sie lebt im Bernbiet und fährt täglich nach Val-de-Travers ins Training. Volley1 weiss: Die Gründe dafür sind Trainer Luiz Souza und Renata Schmutz. Alannah lebt noch zuhause und wird von ihren umtriebigen Eltern voll und ganz unterstützt. Sie ist erst 17 Jahre alt und DIE Entdeckung dieser Saison – eine der vielversprechendsten Volleyballtalente hierzulande. Sie möchte wie Schmutz dereinst eine grosse Karriere machen. Brisant: Im Programmheft am Samstag war sie bei der Mannschaftsaufstellung bereits als „Alannah Schmutz“ aufgeführt…    

Souza ist zufrieden: „Alannah entwickelt sich gut. Es gibt in der Schweiz nicht viele Spielerinnen in diesem Alter, die auf diesem Level spielen.“

 In Val-de-Travers feiert man brasilianischen Karneval nicht nur im Sommer…

Volley1-Top 3: 1. Manoela Garcia Duarte (Val-de-Travers), 2. Renata Schmutz (Val-de-Travers), 3. Alannah (Val-de-Travers)

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