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Nationalliga

Volero Zürich haut den VBC Cheseaux KornienK.O.!

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Im Spiel zwischen David (VBC Cheseaux) und Goliath (Volero Zürich) kriegt das Heimteam eine Lehrstunde: Nach nur 77 Minuten und 3 Sätzen (25:15, 25:14, 25:22) werden sie vom Ligakrösus vom Platz gefegt! 

Sie spielen in einer Liga. Aber im Grunde trennen sie Welten: Laut dem offiziellen Volley Guide beträgt das Budget von VBC Cheseaux 0,3 Mio Franken. Das von Champions League Teilnehmer Volero Zürich ist mit 2 Mio sieben Mal so hoch!

David gegen Goliath!

Das finanzielle Gefälle in der Nationalliga A ist gross. Nicht zuletzt deshalb, weil mit Volero Zürich ein internationales Schwergewicht an der Meisterschaft teilnimmt und das für Schweizer Volleyballverhältnisse über eine enorme Finanzkraft verfügt. Dadurch haben sie Profis unter Vertrag, von denen VBC Cheseaux nur träumen kann. So ist vermutlich Angriffs-As Rosir Diaz Calderon wertvoller als das gesamte Cheseaux-Team.

Wird Cheseaux bei solchen Budgetzahlen nicht schon vor dem Spiel schwindelig?

Trainer Michel Dufaux: „Nein, für meine Spielerinnen ist es eine sehr grosse Motivation gegen eine Spielerin wie Rosir Diaz Calderon zu spielen. Wenn wir die Überraschung schaffen sollten, werde ich ein grosses Fest machen!“

Bereits im 1. Satz legt Volero Zürich los wie die Feuerwehr. Wie gewohnt werden die starken Rosir Diaz Calderon und Laura Unternährer gesucht, welche dann sauber abschliessen. Klarer 25:15 Satzgewinn für den Schweizer Meister.

Im 2. Satz scheint Cheseaux immer noch in Schockstarre über den vorherigen Satzverlust zu sein. Nun schalten die Zürcherinnen nochmals einen Gang zu, erhöhen das Tempospiel, feiern die Punkte mit rhythmischen Tanzschritten. Und ratzfatz…auch dieser Satz ist mit 25:14 in der Tasche.

Der 3. Satz schaukelt die Mannschaft von Anderson Rodrigues locker nach Hause. Der Trainer gibt allen Spielerinnen wertvolle Einsatzzeit – eine faire Chance sich ins Team zu spielen. Der Klassenunterschied zwischen den beiden Teams ist nun offensichtlich. Die Cheseaux-Arbeitertruppe verliert auch diesen Satz klar und deutlich mit 25:22 Punkten.

Bei Zürich sorgen wie bereits in den anderen Spielen erneut Rosir Diaz Calderon und Laura Unternährer im Angriff für Panik beim Gegner. Die Mittelblockerinnen „Miracle“ Mira Todorova und Angelina Lazarenko sind sichere Werte und Silvia Popovic zeigt immer wieder ihre Weltklasse. Ausgezeichnet auch Zuspielerin Anastasia Kornienko, die nicht nur über einen hervorragenden Service verfügt, sondern auch im gefühlvollen Umgang mit dem Ball Erinnerungen an den einzigartigen Pianisten Sergeji Rachmaninow aufkommen lässt. Das hätte selbst ihren russischen Landsmann und Präsidenten Stav Jacobi, der mit Grippe zuhause geblieben ist, entzückt. „Nein, ich habe nie Klavier gespielt und höre auch keine klassische Musik – aber ich bin glücklich, dass ich zum Sieg des Teams beitragen konnte“, schmunzelt die sympathische Russin Kornienko. Die starke Alexandra Lazic ist aus familiären Gründen in Schweden abwesend. Volley1 wünscht der sympathischen Aussenangreiferin alles Gute und viel Kraft!

Bei Cheseaux geht lediglich von der letztjährigen Topskorerin Sarah van Roij Gefahr aus. Der Rest der Mannschaft scheint noch die kräfteraubende Partie vom Vorabend gegen ZESAR-VFM in den Knochen zu spüren und ist mit dem direkten Tempospiel klar überfordert. Trotzdem ein sympathischer familiärer Verein, der vor allem mit einer beispielhaften Nachwuchsförderung und einer tollen Stimmung zu überzeugen vermag. Und die Spielerinnen der 2. Mannschaft um Nachwuchs Nationalspielerin  Anja Blagojevic und co. helfen nach dem 3:0 Sieg über Düdingen hinter der Bar aus – chapeau!

Fazit

Trainer Anderson Rodrigues (Volero Zürich): „Es ist ein solides Spiel gewesen, dass wir gut im Griff gehabt haben. Natürlich sind wir noch nicht soweit, wie es unsere Ansprüche sind, doch phasenweise ist es schon ganz ordentlich gewesen.“

Trainer Michel Dufaux (VBC Cheseaux): „Die Niederlage gegen ein Topteam wie Volero Zürich kommt nicht ganz überraschend, nichts desto trotz können wir aus solchen Partien viel lernen und dann wertvolle Schlüsse für die nächsten Herausforderungen ziehen.“

Volley1-Top3:    1. Anastasia Kornienko (Volero Zürich),   2. Silvia Popovic (Volero Zürich),   3. Laura Unternährer  (Volero Zürich)

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Nationalliga

Beyoncé-Double ballert Sm’Aesch Pfeffingen an Tabellenspitze

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25:16, 25:20, 25: 21! Sm’Aesch Pfeffingen ist zurück auf dem Leaderthron! Der Kronfavorit auf den Meistertitel (Anm. d. Red. Volley1-Umfrage bei NLA-Trainern) Kanti Schaffhausen wurde kalt geduscht…

Wenn die Zuschauer schon vor dem ersten Volleyball-Bier das Gefühl haben doppelt zu sehen – dann können sie sich beruhigt in ihren Sitz fallen lassen. Die Frau, die dem amerikanischen Megastar Beyoncé so sehr ähnelt, heisst Jessica Ventura (27). Besser bekannt als das Beyoncé-Double aus Brasilien.

Frisur, Kleidungsstil – sogar eine edle Designer-Sonnenbrille wie Beyoncé trägt Ventura auf der Nase. Nur beim Ruhm und den finanziellen Einnahmen liegen Ventura und Beyoncé weit auseinander…

Die Brasilianerin schwärmt vom Superstar: „Beyoncé ist einfach wunderschön. Mit ihr verglichen zu werden, ist eine grosse Ehre. Ich mag ihre Musik, dazu die grandiose Show und das Spektakel!“

Aber wie gefährlich ist das Beyoncé-Double für die Gegner?

Bei Sm’Aesch Pfeffingen gehört die routinierte Diagonalangreiferin zu den Teamstützen. Eine enorme Sprungkraft, eine vorzügliche Technik und ein bodenständiges Auftreten, machen sie zur kompletten Allrounderin. Sie liebt Kino, Tanzen, Karneval und hat zuletzt in Italien für die Vereine Omia Volley 88 und Marsala gespielt.

Trainer Andi Vollmer heute freudig: „Jessica spielt immer gegen Schaffhausen richtig stark. Dieser Gegner scheint ihr zu liegen – offenbar liebt sie Schaffhausen!“ Bereits vor der Saison lobte sie Vollmer über den Klee: „Sie ist eine erfahrene Spielerin, die Emotionen ins Spiel reinbringt. Diese brasilianische Mentalität tut meiner Mannschaft gut!“

Jessica Ventura zu Volley1 cool: „Wir haben gegen den Favoriten ruhig gespielt, waren im Block solid. Jetzt muss ich duschen gehen und danach gibt’s Käsefondue zum Abendessen – ich liebe es!“

Beyoncé erhielt für ihren Song „Crazy in Love“ einst den begehrten Grammy-Award. Wenn ihr Double weiter so rockt, liebt man auch SIE in Aesch genauso verrückt…

Nebenbei: Powerlady Dora Grozer überzeugt mit einem brillanten Auftritt und die 16-jährige Annalea Maeder ersetzt die verletzte Taylor Tashima vorzüglich.

Volley1-Top 3: 1. Dora Grozer (Sm’Aesch Pfeffingen), 2. Jessica Ventura (Sm’Aesch Pfeffingen), 3. Annalea Maeder (Sm’Aesch Pfeffingen)

 

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Nationalliga

5-Satz-Krimi! VFM verliert Derby und fühlt sich trotzdem gut

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Das Derby zwischen Volleyball Franches-Montagnes (VFM) und Viteos NUC in Rossemaison wird erst im Tiebreak entschieden. Das Team von Coach Lauren Bertolacci kann den 5-Satz-Krimi (23:25, 29:27, 25:22, 14:25, 10:15) schliesslich knapp für sich entscheiden!

Das Spiel hätte eigentlich zwei Sieger verdient gehabt. Beide Teams lieferten sich von Beginn weg einen offenen Schlagabtausch und jagten jedem Ball hinterher. So war das Derby zwischen zwei ebenbürtigen Teams bis zum Schluss völlig offen. Auf Seiten der Jurassierinnen glänzten vor allem die Zuspielerin Jurja Vlasic (Kroatien) sowie im Angriff Nada Mitrovic (Serbien). Auf Seiten der Gäste waren einmal mehr die Amerikanerinnen Kyra Holt und Tia Scambray besonders gut aufgelegt.

Das Derby-Spektakel: Heisser Fight auf dem Feld, Bombenstimmung auf den Zuschauerrängen!

Auf den Zuschauerrängen feuerte der berüchtigte VFM-Fanclub mit Vorsänger Fabian Zürcher das Heimteam mit Hupe und Trommel pausenlos an. Mitten im Fanblock mit VFM-Schal sass auch der ehemalige Vereinspräsident Loic Chapuis. Es wurde eine Runde Bier spendiert – dazu gesungen, gelacht und gefeiert…

Doch nach einem Servicewinner im Tiebreak von Julie Lengweiler war die Derby-Pleite von VFM amtlich.

Nada Mitrovic zu Volley1: „Wir haben noch zu wenig konstant gespielt, doch trotzdem fühle ich mich gut – heute wäre auch ein Sieg drin gelegen!“

Brisant: Im Rahmen eines Besuches des Meisterschaftsspiel in der russischen Liga zwischen Champions League-Teilnehmer  Minchanka Minsk und St. Petersburg wurde Volley1 mehrfach auf Natalia Cukseeva angesprochen. Die deutsche Topskorerin in den Reihen von VFM geniesst dort immer noch einen hervorragenden Ruf.

Angesprochen auf ihr Topskorerin-Trikot meinte die ehemalige U20-Weltmeisterin (2009): „Eigentlich weiss ich gar nicht so recht, wie ich zu diesem Trikot gekommen bin…“ Typisch Cukseeva – einfach eine bodenständig und sympathische Person!

Volley1-Top 3: 1. Tia Scambray (Viteos NUC), 2. Kyra Holt (Viteos NUC), 3. Nada Mitrovic (VFM)

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Renata, Alannah und Manoela lassen VdT vom NLA-Aufstieg träumen!

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Playoffkampf in Gerlafingen, Aufatmen in Val-de-Travers!

Die Samba-Girls von Val-de-Travers feiern gegen den VBC Gerlafingen einen Drei-Punkte-Erfolg und klettern auf einen Playoffplatz. Trainer Luiz Souza setzte gleich vier (!) Brasilianerinnen ein, welche für den Unterschied sorgten.  

25:21, 28:26, 25:13 – Val-de-Travers stösst Gerlafingen aus den Playoffrängen!

Das Spiel ist zu Beginn über weite Strecken ausgeglichen, Gerlafingen scheint näher am Satzgewinn zu sein. Doch kurz vor dem Ziel kann Val-de-Travers nochmals zulegen und holt sich den ersten Satz mit 25:21. Auch im zweiten Satz ist es mehrheitlich Gerlafingen, das dem Spiel über weite Strecken seinen Stempel aufdrückt, doch in der entscheidenden Phase zeigen sie Nerven, verspielen einen Sechs-Punkte-Vorsprung und müssen diesen Satz ebenfalls mit 28:26 den Gästen überlassen. Im dritten Satz setzt Val-de-Travers dann zur Kür an, nimmt Revanche für die bittere 3:2 Heimniederlage am ersten Spieltag und unterstreicht eindrucksvoll seine Ambitionen auf eine Playoffteilnahme.

Val-de-Travers jubelt, Gerlafingen weint…

Was ist das Erfolgsgeheimnis von Val-de-Travers?

Der Verein verfügt mit Joelle Roy über eine engagierte, charismatische und weitsichtige Präsidentin. Sie pflegt einen engen Kontakt zur Mannschaft und auch zu den lokalen Medien, ohne sich dabei in den Mittelpunkt zu drängen. Ihr ganzes (ehrenamtliches) Engagement kommt vollumfänglich dem Verein zugute. Mit Trainer Luiz Souza hat sie einen absoluten Fachmann nach Val-de-Travers geholt, der weiss wie man mit älteren, verdienten Spielerinnen umgeht und wie man junge Talente nachhaltig fördert. Durch sein internationales Netzwerk gelingt es ihm immer wieder hervorragende Spielerinnen an den Fuss des Creux du Van nach Val-de-Travers zu locken.

Dazu lassen drei Brasilianerinnen eine ganze Region vom Sensations-Coup NLA-Aufstieg träumen!

Renata Schmutz: Der Kapitän der Mannschaft blickt auf eine grosse Karriere von über 20 Jahren zurück. Sie hat bereits in der Türkei, Griechenland, Spanien und Schweden gespielt. Selbst in der Seleçao (Anm. d. Red. Nationalmannschaft von Brasilien) hatte sie bereits einzelne Einsätze. Ihre Primetime hat sie zwar hinter sich, doch sie ist eine absolute Führungsspielerin – die rechte Hand des Trainers. Jeder Trainer kann sich glücklich schätzen, eine solche tolle Spielerin in seinen Reihen zu haben.

„Es war kein einfaches Spiel, doch wir müssen solche wichtigen Spiele gewinnen! Das Teamwork und die Taktik waren heute der Schlüssel zum Erfolg“, meinte Schmutz. Trainer Luiz Souza lobte Schmutz über den Klee: „Renata ist einfach ein unglaublich guter Kapitän. Sie stellt sich voll und ganz in den Dienst der Mannschaft, sie hilft den jungen Spielerinnen, sie ist die Erste im Training usw. – sie ist ein absolutes Vorbild! “  

Manoela Garcia Duarte: Die Aussenangreiferin ist die jüngere Schwester von Barbara Garcia Duarte (ex-Sm’Aesch-Pfeffingen) – die beiden Duarte-Schwestern sind die brasilianische Antwort auf die Kardashian-Schwestern. Duarte lebt in einer Wohngemeinschaft mit Mitspielerin Valeria Benvenuti aus San Marino. Da sie bereits in Frankreich gespielt hat, beherrscht sie auch nahezu fliessend die französische Sprache. Sie bringt neben Glanz und Glamour auch einen grossen Ehrgeiz mit: „Wir wollen die NLB-Meisterschaft gewinnen und in die NLA aufsteigen! Es gefällt mir in Val-de-Travers, es ist sehr ruhig hier und umgeben von einer prachtvollen Natur – doch aktuell ist es mir draussen ein bisschen zu kalt…“ Über Weihnachten wird Duarte nach Portugal fliegen und in Nazaré mit ihrer Mutter und Schwester feiern.    

Volley1 fragt Souza: Wann spielt auch Barbara in Val-de-Travers? Souza cool: „Mal schauen, warten wir ab…“

Alannah: Die gebürtige Brasilianerin ist die Jüngste in der Mannschaft. Sie lebt im Bernbiet und fährt täglich nach Val-de-Travers ins Training. Volley1 weiss: Die Gründe dafür sind Trainer Luiz Souza und Renata Schmutz. Alannah lebt noch zuhause und wird von ihren umtriebigen Eltern voll und ganz unterstützt. Sie ist erst 17 Jahre alt und DIE Entdeckung dieser Saison – eine der vielversprechendsten Volleyballtalente hierzulande. Sie möchte wie Schmutz dereinst eine grosse Karriere machen. Brisant: Im Programmheft am Samstag war sie bei der Mannschaftsaufstellung bereits als „Alannah Schmutz“ aufgeführt…    

Souza ist zufrieden: „Alannah entwickelt sich gut. Es gibt in der Schweiz nicht viele Spielerinnen in diesem Alter, die auf diesem Level spielen.“

 In Val-de-Travers feiert man brasilianischen Karneval nicht nur im Sommer…

Volley1-Top 3: 1. Manoela Garcia Duarte (Val-de-Travers), 2. Renata Schmutz (Val-de-Travers), 3. Alannah (Val-de-Travers)

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