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Volero Zürich ist Cupsieger 2018 – Klatsch & Tratsch aus der VIP Zone

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Der Cupfinal in Fribourg ist ein einziges Volleyball-Fest! Volero Zürich setzt sich gegen Neuchâtel UC mühelos in drei Sätzen (25:18, 25:16, 25:20) durch und feiert den 13. Cupsieg in 14 Jahren!

Der NUC-Trainer Silvan Zindel identifiziert sich buchstäblich von Kopf bis Fuss mit seinem Verein: Unmittelbar vor dem Spiel zieht er sogar seine schwarzen Sportschuhe aus und schlüpft in die vereinsfarbigen, orangen Turnschuhe. Die Bühne ist angerichtet, die Zuschauer sind auf ihren Plätzen, das Spektakel kann beginnen!

Der Einmarsch der Volleyball-Gladiatoren wird mit einer Scheinwerfer-Show zelebriert: Die Spielerinnen laufen in der ausverkauften St. Leonhard-Sporthalle unter tosendem Applaus einzeln mit Kindern in die Manege ein. Zuerst der Herausforderer von NUC, dann die Titelverteidigerinnen von Volero Zürich. Es folgt wie im Protokoll vorgeschrieben die Nationalhymne – dann gibt der erfahrene Schiedsrichter Christian Wolf das Spiel frei. Los geht’s!

1.Satz: Der Favorit Volero Zürich hat das Spiel von Beginn weg unter Kontrolle. Einen Aufreger gibt’s lediglich in der Mitte des Satzes, als sich die Offiziellen von Swiss Volley plötzlich uneinig über den Spielstand sind. Voleros Erfolgstrainer Avital Selinger moniert am Offiziellentisch zurecht das falsch eingeblendete Resultat. Es folgt ein fünfminütiger Spielunterbruch. Die Spielerinnen lassen sich das Volleyball-Fest dennoch nicht verderben – sie hüpfen, klatschen und feiern mit den Fans eine Party! Der Speaker klärt die Zuschauer über die Lautsprecheranlage auf: „Wir müssen herausfinden, ob es 16:12 oder 16:11 steht…“ Peinlich in einem Schweizer Cupfinal! Doch was ist passiert? Alain Fischbacher, Präsident der Meisterschaftskommission Indoor, klärt gegenüber Volley1 auf: „Das war ganz einfach ein Fehler vom Schreiber.“ Volero Zürich lässt sich nicht aus der Ruhe bringen, schaukelt den Satz mit 25:18 ins Trockene.

2. Satz: Die Neuenburgerinnen sind mit Zuspielerin Morgan Bergren, Topskorerin Tiana Dockery und Urgestein Mandy Wigger gefährlich und haben immer wieder gute Aktionen. Doch es ist die fehlende Konstanz und die zu hohe Fehlerquote, womit sich die Mannschaft von Zindel selber schwächt. Anders Volero Zürich: Sie werden ihrer Favoritenrolle gerecht und lassen auch in diesem Satz (25:16) nichts anbrennen. Auf der Tribüne gibt’s dafür von Boss Stav Jacobi, Volero-Business-Präsident Werner Feurer und der ehemaligen Nationaltrainerin Svetlana Ilic anerkennenden Applaus.

3.Satz: Es geht im gleichen Stile weiter. Die Nachwuchs-Nationalmannschaft sieht auf der Tribüne wie Volleyball auf Spitzenniveau gespielt wird und NLB-Meistertrainer Dusan Jarotta analysiert messerscharf: „Die Überlegenheit von Volero Zürich in der Schweiz ist enorm. Das ist für sie ein Spaziergang, sie sind nicht eine Sekunde in Gefahr.“ Das soll auf keinen Fall die Leistung der Neuenburgerinnen schmälern, die ihrerseits ebenfalls ein gutes Spiel zeigen, doch schlichtwegs nicht die Klasse und das Format einer internationalen Topmannschaft haben. Es ist die serbische Europameisterin Ana Bjelica, die ihre Mannschaft mit einem krachenden Monsterblock zum 25:20-Cupsieg katapultiert!

Nationalspielerin Gabi Schottroff mit kratzender Stimme nach dem Spiel zu Volley1: „Es ist megacool, dass wir den Titel gewonnen haben! Die Trainings unter Avital Selinger sind sehr gut gestaltet, halt absolutes Topniveau. Ich bin etwas erkältet und konnte so nicht mein bestes Spiel zeigen.“ Schottroff ist eine stets bescheidene, ehrliche und enorm wertvolle Teamspielerin, die spielerisch und menschlich sowohl von Nationaltrainer Timo Lippuner, als auch von den Volero-Verantwortlichen um Stav Jacobi sehr geschätzt wird. Die Zukunft der Mittelblockerin ist aktuell noch offen.

Nach dem Spiel wird der Volley1-Award-Gewinnerin („Best Swiss Player 2018“) Laura Unternährer auch von Swiss Volley verdientermassen die gleiche Auszeichnung zuteil. Die Volero-Topskorerin ist bei den Medienvertretern und auch bei den Autogrammjägern erneut die begehrteste Spielerin. Ihre ganze Familie (bis und mit Grosseltern) ist angereist und fiebert im Publikum mit – Super-Unti fällt ihrer Schwester Sara nach dem Spiel um den Hals, lacht und blödelt mit ihr herum. Einfach sympathisch!

In der VIP-Zone gibt’s derweil ein Stelldichein mit zahlreicher Volleyball-Prominenz. Die Präsidenten der NLA-Vereine TS Volley Düdingen und Volleyball Franches-Montagnes Christian Marbach und Loic Chapuis schauten sie das Spiel aus dem VIP-Bereich an. Dazu der Patron aus dem Jura Benoit Gogniat mit seiner Gemahlin Maya, Trainer Dario Bettello und auch die charmanten Nationalspielerinnen Thays Deprati und Madlaina Matter (Swiss Volley „Best Youngster“). Timo Lippuner meinte: „Wir haben noch Sponsorentermine mit den Roten Raben Vilsbiburg. Lena Stigrot und co. besuchen unter anderem die Schulen, machen Kindertrainings. Wir brauchen ja Volleyball-Nachwuchs!“ Und Volero-Ultra-Fan Luedin Krishna: „Ich werde das letzte CL-Spiel von Volero Zürich in Istanbul einfach nur geniessen!“

Der NLB-Meistertrainer Dusan Jarotta verriet derweil Volley1 seine Zukunftspläne: „Ich werde künftig weiter in der internationalen Trainerausbildung tätig sein. Doch wenn Volero Zürich dereinst in die Schweiz zurückkehrt, wäre das etwas was mich sehr reizen könnte…“ Es ist ein offenes Geheimnis, dass auch Volero-Präsident Stav Jacobi die hervorragenden Trainerqualitäten von Jarotta kennt und schätzt. Volley1 weiss: Er war einer der ersten Gratulanten zu Jarottas NLB-Meistertitel mit Volley Luzern!

Auch scheint sich nun die Trainerfrage bei Le Cannet geklärt zu haben. Avital Selinger soll das Team an der Côte d’Azur trainieren und „Feuerwehrmann“ Dragutin Baltic wird voraussichtlich eine neue Herausforderung annehmen.

Volley1-Top3: 1. Ana Antonijevic (Volero Zürich), 2. Morgan Bergren (Neuchâtel UC), 3. Alexandra Lazic (Volero Zürich)

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Champions League Kracher Minsk-Novara – Der Volley1 Vergleich

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Es ist das Spiel des Jahres!

Minchanka Minsk empfängt heute Abend (20.00 Uhr) in der Champions League den italienischen Meister Igor Gorgonzola Novara. Die Favoritenrolle liegt klar auf Seiten der Italienerinnen. Volley1 vergleicht die Stars vor dem heutigen Mega-Duell!

Die Meisterschaft dominiert Novara nach Belieben: 9 Spiele, 9 Siege, ungeschlagen, konkurrenzlos, spitze! Derweil hat Minsk letzte Woche mit dem Cupsieg erneut seine Übermacht in Weissrussland untermauert (Minsk spielt in der russischen Liga).

Volley1 vergleicht vor dem Mega-Duell die drei Schlüsselspieler beider Klubs: Stoliar gegen Egonu, Kalinovskaya gegen Chirichella und Kovalchuk gegen Piccinini. Wer hat wo Vorteile?

Stoliar gegen Egonu

Nadzeya Stoliar ist eine zentrale Figur im Minsker Spiel. Sie wird oft von ihren Mitspielerinnen gesucht und zählt mit ihrer enormen Sprungkraft zu den gefährlichsten Minchanka-Akteurinnen. An einem guten Tag kaum zu stoppen!

Paola Egonu gehört zweifellos zu den weltweit besten Volleyballerinnen. Nationaltrainer Timo Lippuner spricht gar von einem „Jahrhunderttalent“. Sie hat auch schon 40 Punkte erzielt. 

Kalinovskaya gegen Chirichella

Anna Kalinovskaya spielt eine bislang tadellose Saison. Sie gehörte bereits in der 1.Bundesliga bei Ladies in Black Aachen zu den gefürchtesten Mittelblockerinnen der Liga. Mit ihrem taktischen Spielverständnis und  Erfahrung  kann sie jede Gegnerin stoppen. 

Cristina Chirichella ist das Aushängeschild der italienischen Super-Nationalmannschaft. Sie ist Leaderin, Anführerin und unbestrittene Leistungsträgerin, für die das Prädikat „Weltklasse“ nicht zu hoch gegriffen ist.

Kovalchuk gegen Piccinini

Oksana Kovalchuk ist das Volleyball-Urgestein der Liga. Grosse Klasse wie die langjährige Nationalspielerin auch im Alter mit 39 Jahren immer noch abliefert– chapeau!

Francesca Piccinini ist altersmässig das Pendant bei Novara. Sie bestritt 408 Länderspiele und nahm viermal bei Olympischen Spielen für Italien teil. Im Jahr 2002 feierte sie mit dem Weltmeistertitel ihren grössten Titel.

Wer gewinnt in der Königsklasse? Die Wettanbieter favorisieren alle Novara mit 10-1. (Vielleicht macht das Mut: Vor 28 Jahren war Mike Tyson im Tokyo Dome gegen James ‚Buster‘ Douglas sogar 42-1 Favorit und unterlag sensationell durch KO in der 10.Runde.)

Der Countdown läuft…

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LUC bodigt auch Cheseaux! Mit Volleyball-Spektakel ins Cup-Viertelfinale

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Advent, Advent ein Lichtlein brennt! Wer sagt denn, dass die Adventszeit ruhig und besinnlich ist: Lausanne UC deklassiert im Achtelfinale des Waadtländer Cup den VBC Cheseaux problemlos in drei Sätzen (25:17, 25:18, 25:17).   

Die Mannschaft von Trainer Pierre Pfefferle dominiert nicht nur die Meisterschaft nach Belieben, sondern trumpft nun auch im Cup noch gross auf. Auch der Traditionsverein Cheseaux kann die Überfliegerinnen von LUC nicht aufhalten. Rumms! Anstatt Siege gibt’s Hiebe von LUC…

Die Partie ist eine einseitige Sache: In allen drei Sätzen lässt LUC zu keinem Zeitpunkt etwas anbrennen. Trotzdem machten die Frauen von LUC dem Heimteam noch ein paar verfrühte Weihnachtsgeschenke in Form von unnötigen Fehlern. Ansonsten wäre das Resultat noch wesentlich höher aufgefallen.

Trainer Pfefferle wechselte mutig, gab auch den jüngeren und unerfahrenen Spielerinnen (beispielsweise Delphinia Al Hallali) wertvolle Spielzeit, die für deren Weiterentwicklung und Selbstvertrauen wichtig ist. Und er sendet so eine Botschaft an sein Team, dass jede Spielerin ein wichtiges Mosaikteilchen des Erfolgs ist!

Die grösste Herausforderung von LUC ist es trotz dem Klassenunterschied in der Meisterschaft und bisher im Waadtländer Cup die Konzentration zu jedem Zeitpunkt hoch zu halten. Der Durchmarsch von der vierten Liga in die zweite Liga und nächstes Jahr in die erste Liga scheint vorprogrammiert.

Weihnachten in Argentinien und im Wallis

Nach dem Spiel sagte Alana Blagojevic: „Wir hatten einige Hochs und Tiefs im Spiel, doch es macht Freude mit diesem Team zu spielen.“ Auch ihre jüngere Schwester Anja, die letzte Saison noch für Cheseaux (1. Liga) spielte und dieses Jahr im NLA-Team von Teemu Oksanen vorgesehen war, freute sich: „Ich fühle mich sehr wohl bei LUC, doch ich habe auch viele schöne Erinnerungen an diese Halle und an Cheseaux.“

Wer will dieses Team stoppen? Der Aufstieg in die zweite Liga scheint bereits nach der Meisterschafts-Hinrunde als perfekt – und nun bläst man zum Angriff auf den Titel (Waadtländer Cup)!

Libero Floriane Paschoud analysiert treffend: „Wir konzentrieren uns primär auf die Meisterschaft, der Waadtländer Cup ist für uns ein Bonus. Die anderen Mannschaften in der dritten Liga spielen teilweise gutes Volleyball, doch wir spielen eine Stufe drüber. Wir verfolgen unser langfristiges Ziel beharrlich und versuchen stets unsere beste Leistung abzurufen.“

Nun werden die Batterien über Weihnachten wieder aufgeladen, um im neuen Jahr wieder nahtlos dort anzuknüpfen, wo man dieses Jahr aufgehört hat. Angriffs-Ass Yiting Cao wird in Argentinien feiern, das Team-Küken Delphinia Al Hallali bei den Grosseltern im Wallis.

Joyeuses Fêtes de Noël à tous!

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Mega-Lausanne nicht zu stoppen: Halber Aufstieg schon perfekt!

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Spitzenreiter Lausanne UC bleibt nach dem souveränen 3:1 Sieg (25:27, 25:17, 25:22, 25:15) weiterhin ohne Niederlage.  

Die Frauen von Lausanne UC fegen durch die 3. Liga, räumen gnadenlos jeden Gegner aus dem Weg. Am Montagabend musste der VBC Pully dran glauben. Pierre Pfefferles Truppe machte dem Gegner zuerst ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk und feierte anschliessend im neunten Spiel den neunten Sieg!

Dieses Mega-Lausanne ist nicht zu stoppen – wann schicken die ersten Gegner die Punkte gleich mit der Post in die olympische Hauptstadt?

Die Haupteingänge blieben alle geschlossen, so gelangten eine Hand voll interessierte Volleyball-Afficionados nur durch einen Nebeneingang in die Sporthalle. Die Spielansetzung unter der Woche abends spät um 20.45 Uhr ist alles andere als glücklich gewählt – mehrere Spielerinnen waren darüber verärgert. Da braucht es mehr Fingerspitzengefühl bei der Spielansetzung…

Der Tabellenführer musste auf die Schwestern Alana und Anja Blagojevic sowie weiterhin die Langzeitverletzte Annaelle Cobo (alle Knieverletzung) verzichten.

Im ersten Satz legte LUC wie die Feuerwehr los, lag schnell mit zehn Punkten (17:7) in Front – doch dann schalteten Yiting Cao, Alexandra Sola, Aline Chacon und co. zwei Gänge zurück. Es schlichen sich zunehmend mehr unnötige Eigenfehler im Spiel des haushohen Favoriten ein, und man höre und staune… Pully holte sie doch tatsächlich noch den ersten Satz!

Geschenke erhalten die Freundschaft hatte sich LUC da wohl gedacht. „Pas de cadeaux, les filles!“ (Anm. d. Red. „Keine Geschenke, Mädels!“), rief die Mutter einer Spielerin – und damit es auch wirklich alle verstehen, auch in englischer Sprache „Christmas is over!“

Fertig lustig! Jetzt legte LUC nochmals eine Schippe drauf! 

In den folgenden Sätzen dominierte LUC wieder so deutlich, wie man es von Beginn weg erwartet hatte, derweil dem Heimteam und Tabellenvierten Pully mit zunehmender Spieldauer allmählich die Puste ausging. So beschenkte LUC den Gegner mit einem Satzgewinn und sich selbst mit einem 3-Punkte-Sieg! Mit durchschnittlicher Leistung zum Sieg – das nennt man Klasse!

Mittelblockerin Sonja Giger analysierte treffend: „Wir haben den Gegner zu Beginn sehr gut im  Griff gehabt – danach sind wir das Spiel streckenweise zu locker angegangen. Mit einer guten Defense und viel Kampfgeist haben sie dagegengehalten. Doch mit zunehmender Spieldauer sind wir aus dem Loch gekommen!“

Und Mathematik-Studentin Daniela Spadaro: „Das war nicht unser bestes Spiel, wir waren alle ziemlich müde. Doch Hauptsache wir konnten auch diesen Sieg einfahren. Morgen um 8.00 Uhr geht’s für mich an der Universität weiter…“

Der halbe Aufstieg ist perfekt! Nach der Hinrunde steht LUC mit 26 Punkten aus neun Spielen unangefochten einsam an der Tabellenspitze!

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