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Volley1-Prognose: Das erwarten wir von der neuen Saison 2018/19

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Wer beerbt Volero Zürich und wird Schweizer Meister 2018/19? Wird der Kampf um die Meisterschaft wieder spannend und wer kann überraschen? Volley1 wagt einen persönlichen Ausblick auf das Meisterrennen in der NLA.

Meister
Der Topfavorit Sm’Aesch Pfeffingen wird von Düdingen und Kanti Schaffhausen angegriffen!

Sm’Aesch Pfeffingen: Platz 1
Die Titelentscheidung wird diese Saison mindestens so spannend werden wie letzte Saison, als die Knie von Mäzen Stav Jacobi und seinen hochgepriesenen Ladies im Finale gegen Sm’Aesch Pfeffingen gewaltig schlotterten. Andi Vollmer schaffte es mit dem kleinsten Kader der Liga dem Champions League Titelanwärter bis zum Ende erbittert Paroli zu leisten – der Serienmeister aus der Limmatstadt musste zu fraglichen, sportlich unfairen Mitteln greifen, in dem er bewusst gegen die LAS-Regel verstiess und von Swiss Volley entsprechend gerügt und gebüsst wurde. Das Coaching von Trainer Vollmer ist überragend, kein Trainer hierzulande stellt seine Mannschaft besser auf den Gegner ein als Vollmer. Er mag ein Showman an der Linie sein, der sich auch schon mal in den sozialen Medien über einen Schiedsrichter auslässt – doch seine taktische Versiertheit, den guten Zugang zu seinen Spielerinnen verbunden mit seiner Cleverness ist beeindruckend und wird von allen Seiten mit Anerkennung und Respekt beurteilt. Er soll diese Saison (trotz einigen gewichtigen Abgängen) Sm’Aesch Pfeffingen zum ersten Meistertitel in der Vereinsgeschichte führen!

TS Volley Düdingen: Platz 2
Doch die Verfolger sind besser geworden: Der grösste Herausforderer und meistgenannte Meisterkandidat (u.a. auch von Michel Bolle „Mitch Volleyball TV“ vor Aesch und Lugano)  ist der TS Volley Düdingen, der zweifellos einen starken, eingespielten Kader hat – doch Topskorerin Danielle Harbin alleine wird es kaum richten können. Wir erwarten, dass Düdingen diese Saison auch mal in wichtigen Spielen zubeissen kann. Präsident Christian Marbach könnte sich mit dem Titelgewinn in Düdingen ein Denkmal setzen – entscheidend wird sein, wie hungrig seine Powercats auf den Titel sind. Überragend ist die Brasilianerin Kerley Becker – aber mit Kristel Marbach, Ines Granvorka und der Tessiner Mode-Queen Thays Deprati verfügt Düdingen auch über herausragende (Schweizer) Spielerinnen. Eine wichtige Ergänzungsspielerin ist Samira Sulser, die charakterlich und kämpferisch für jedes Team eine Bereicherung ist. Auch Trainer Dario Betello steht diese Saison unter Erfolgsdruck und muss – nach dem Wegzug von Volero Zürich – einen Titel gewinnen. Seine Tessiner Coolness wird ihm dabei sicher zugute kommen…

VC Kanti Schaffhausen: Platz 3
Auch Kanti Schaffhausen will diese Saison vorne mitspielen und hat aufgerüstet. Nachdem die überragende Chantale Riddle nach ihrer schweren Verletzung wieder zurück in die Mannschaft kehrt, hat auch die tschechische Nationalspielerin Katerina Halaskova ihren Vertrag verlängert. Zudem ist Nicki Neubauer mit dem Transfer von Volley1-„Rookie oft he Year“ Korina Perkovac ein echter Coup gelungen. Volley1 weiss, dass die halbe Liga (u.a. Sm’Aesch Pfeffingen) hinter Perkovac her war. Die Gründe für den Wechsel nach Schaffhausen liegen gemäss Insidern am Universitätsstandort Zürich und am WG-Zusammenzug mit ihrer besten Freundin und Teamkollegin Marija Smiljkovic. Die Meinung von Andi Vollmer, der in Kanti den Titelfavoriten Nummer 1 sieht, teilen wir nicht. Die Munotstadt verfügt über spielerisch zweifellos gute Spielerinnen, doch ein echter Titelkandidat ist sie nur dann, wenn es Neubauer gelingt, sämtlichen Spielerinnen das Sieger-Gen einzuimpfen und seine (professionelle) Erwartungshaltung auf und neben dem Platz zu vermitteln und durchzusetzen.

Viteos NUC: Platz 4
Auch den Cupfinalisten aus Neuchatel, Viteos NUC, sollte man nicht zu früh abschreiben. Allerdings hat der Verein mit Zuspielerin Morgan Bergren seine beste Spielerin verloren und hat daher wohl nicht mehr die gleiche Klasse wie letztes Jahr. Aber mit den (z.T. ehemaligen) Schweizer Nationalspielerinnen Martina Halter, Tabea Daillard, Meline Pierret sowie den Neuzuzügen Sarah Troesch, NLB-Meisterin Jana Wigger und Serienmeisterin Julie Lengweiler ist der Verein relativ breit und solid aufgestellt – auch Xenia Staffelbach verfügt über das Potential, zu einer der grössten Entdeckungen dieser Saison zu werden. Doch reicht die Qualität, um ernsthaft um den Titel zu spielen? Wir meinen nein – einzig die treuen NUC-Fans sind hierzulande unerreicht. Gespannt darf man auch auf die neue Trainerin Lauren Bertolacci sein, die bei den Herren in Luzern hervorragende Arbeit geleistet hat. Sie wird voraussichtlich von der charmanten Italienerin Laura Girolami assistiert. Ein Europacup Platz ist für die Neuenburgerinnen Pflicht.

Volley1 Prognose 2018/19:
1.) Sm’Aesch Pfeffingen
2.) TS Volley Düdingen
3.) VC Kanti Schaffhausen
4.) Viteos NUC
5.) Volley Genève
6.) Volley Lugano
7.) VBC Galina Schaan
8.) ZESAR-VFM
9.) VBC Cheseaux

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1 Comment

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  1. Martin

    7. Juli 2018 at 6:05

    Mit den Top 4 bin ich einverstanden. Deren Reihenfolge ist aber wirklich schwer einzuschätzen. Hätte Sm’Aesch soviele Spielerinnen wie Düdingen vom letztjährigen Erfolgsteam halten können, würde ich sie klar als Nummer 1 sehen. Bin mir aber noch nicht sicher, ob die bislang angekündigten Neuen bei Sm’Aesch alle die Qualität der Vorgängerinnen auf ihren Positionen erreichen werden. Mein Bauch sagt Sm’Aesch eher schwächer, Düdingen mehr oder weniger gleich stark, Kanti eher noch stärker, NUC ist schwer einzuschätzen (aber ich dem trau dem neuen Coach einiges zu). Wirklich spannende Ausganslage nach meiner Meinung!
    Cheseaux und vorallem Genf sind recht still bislang was Infos angeht. Galina scheint mir ein wenig schwächer aufgestellt zu sein (weniger Ausländerinnnen, kein Europacup). Lugano auch mit neuem Coach aus Italien und einigen neuen Transfers ist auch schwer einzuschätzen. Den VFM schätze ich doch ein wenig stärker als Platz 8 ein. Aber ist alles nur Bauchgefühl, bin ja kein Experte.

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1. Titel für Cheseaux! Überragende Kyra Holt rettet Neuchâtel UC vor Pleite

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Da ist der Titelfavorit Neuchâtel UC (NUC) nochmals mit einem blauen Auge davongekommen. Die US-Amerikanerin Kyra Holt rettete den Supercupsieger vor einer Blamage…

28:30, 25:23, 18:25, 22:25  

Das Team von Lauren Bertolacci schien nach dem Europacup-Showdown gegen Las Palmas (Spanien) sichtlich müde. Die beiden Asse Tia Scambray und Marteene Bettendorf blieben diesmal eher blass, kamen über die gesamte Spielzeit gesehen nicht wie gewohnt auf Touren. Dafür trumpfte die überragende Power-Spielerin Kyra Holt umso stärker auf!

  1. Satz: Die Neuenburgerinnen starteten mit Méline Pierret anstatt Sarah Trösch in der Starting Six. Zu Beginn bekundete Cheseaux sichtlich Mühe bei der Annahme und war gleich mehrmals einen Schritt zu spät. Doch insbesondere Captain Oriane Haemmerli sorgte mit ihrer Spielübersicht, dass sich die Mannschaft von Teemu Oksanen zunehmend steigerte und selber gute Akzente setzen konnte. Auch spielte dem Heimteam in die Karten, dass die Überfliegerin Marteene Bettendorf diesmal nicht den besten Tag einzog. Nichts desto trotz konnte Cheseaux einen Satzball nicht nutzen und musste den Satz mit 30:28 abgeben.
  2. Satz: Auch dieser Satz war bis Satzmitte ausgeglichen. Erwartungsgemäss war die spielerische Klasse mehrheitlich auf Seiten der Neuenburgerinnen, doch dank einem enormen Kämpferherz (Bertolacci: „Cheseaux fight like crazy!“) und einer sackstarken Oriane Haemmerli leistete Cheseaux erbitterten Widerstand und konnte so bis zum Satzende mithalten. Auch Cassidy Baird und Aleksandra Arsovic sorgten mit ihrer Power wiederholt für Glanzmomente. Auch diesmal brachte Oksanen das 14-jährige Talent Julie Monge wieder, die gleich einen Top-Service aufs Parkett zauberte. Derweil ihre Mutter Cécile sichtlich stolz am Offiziellentisch mithalf. Bombenstimmung in der Halle: 25:23 – Cheseaux krallte sich den Satz!
  3. Satz: Der Satzausgleich für Cheseaux war verdient und es wäre wohl für NUC noch schlimmer gekommen, wenn nicht Tyra Holt cooler als „Coolman“ Peter Steiner im Milka-Werbespott agiert hätte. Auch Xenia Staffelbach machte ein solides Spiel. Beim Stand von 16:8 für NUC wurde Nationalspielerin Julie Lengweiler (in Pink-Turnschuhen) eingewechselt. Bei der durchzogenen Leistung von Kapitän Tia Scambray hätte man sich gewünscht, dass die ehemalige Volero-Spielerin, auf die der ehemalige Volero-Startrainer Anderson Rodrigues (Olympiasieger) stets grosse Stücke hielt, früher zum Einsatz gekommen wäre. Nach dem Spiel meinte Bertolacci zu Volley1: „Julie ist eine wichtige Spielerin, sie wird künftig mehr spielen.“ Na das ist ja mal eine klare Ansage… Der Satz ging mit 25:18 an das favorisierte NUC!
  4. Satz: Innert Kürze führte Cheseaux mit 9:1 – der Aussenseiter auf direktem Weg zum Satzausgleich? Nein! Je länger der Satz dauerte, brach das Heimteam zunehmend ein. Und auf der anderen Netzseite spielte Holt weiter auf konstant hohem Niveau und sorgte mit ihrer Power für den Unterschied der zwei Mannschaften. Schliesslich konnte sich NUC mit 25:22 durchsetzen und so einen Siegertanz aufs Parkett legen. Da ist man nochmals mit einem blauen Auge davon gekommen…

Bei der Wahl der besten Spielerinnen fiel die Wahl (der Trainer) auf Tia Scambray und Marine Haemmerli. Die sympathische Scambray schien vollkommen überrascht von der Wahl und sämtliche Mitspielerinnen blickten auf Kyra Holt, die mit Abstand (!) die beste Spielerin auf dem Platz war. Natürlich sind solche Wahlen stets persönliche Ansichtssache – doch kann und soll sich ein Trainer, der voll und ganz auf das Spiel fokussiert ist, während dem Spiel wirklich noch mit einer solchen Wahl beschäftigen…?

Volley1 fragte „The Woman of the Match“ Kyra Holt: Sie haben heute den Unterschied gemacht – wie fühlt man sich als „Versicherung“ der Mannschaft?

Kyra Holt lachte: „Es ist immer gut, wenn man eine Versicherung hat… Ich bin einfach glücklich, dass wir gewonnen haben. Ich versuche stets, mir keinen Druck zu machen und ohne Stress zu spielen.“ Brisant: Der Vater der Power-Spielerin war übrigens Basketballprofi in der NBA…

Und das Cheseaux-Küken Julie Monge meinte: „Ich spiele seit meinem siebten Lebensjahr in diesem Verein. Das Niveau in der NLA ist natürlich wesentlich höher als letztes Jahr in der 1.Liga, doch es macht mir grossen Spass!“

Last but not least: Der 1. Titel ist perfekt: Die besten Bäcker kommen aus Cheseaux! Bei keinem NLA-Verein gibt es derart leckeres Gebäck wie beim Provinzclub. Schokodonuts, Rhabarberwähe, Zitronenkuchen, Marmorkuchen etc. Da kommt jeder Volleyballfreak auf seine Kosten! Klubikone Doris Stierli stolz: „Das Gebäck wird alles von vielen engagierten Leuten aus dem Verein gemacht. Wir sind hier in Cheseaux wie eine grosse Familie!“

Volley1-Top 3: 1. Kyra Holt (NUC), 2. Oriane Hämmerli (VBC Cheseaux), 3. Tabea Daillard (NUC)

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Erster Dreier perfekt! US-Girl Shelby Sullivan macht Gerlafingen froh

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Geht doch! Ein Super-Trio aus Shelby Sullivan, Aniara Munoz und Dünya Kilic zaubert den VBC Gerlafingen zum souveränen 3:1-Sieg (15:25, 25:18, 25:17, 25:20) gegen den letztjährigen NLA-Absteiger Edelline Köniz. Dank diesem Dreier darf die Mannschaft von Trainer Christian Ruff weiterhin von den Playoffs träumen!

Beim VBC Gerlafingen wird hervorragende Arbeit geleistet: Thomas und Maja Nyffenegger betreiben einen enormen Effort, damit das Dorf Gerlafingen (5118 Einwohner) auf der Schweizer Sport-Landkarte vermerkt ist. Sie sind mit Leib und Seele dabei, leben für ihren Volleyballverein – chapeau!

Das Spiel zwischen VBC Gerlafingen und Edelline Köniz ist ein Duell zweier Mannschaften, die man vor der Saison in der Tabelle eigentlich weiter vorne erwartet hat. Doch von Beginn weg zeigen beide Mannschaften temporeiches Volleyball, spielen mit Engagement und Leidenschaft. Die Zuschauer freuen sich ab dem Spektakel und feuern die Mannschaften lautstark an.

1.Satz: Die Gäste aus Köniz sind stärker, spielen konzentrierter und machen weniger Eigenfehler. Insbesondere die Gymnasiastin Chiara Montani weiss zu gefallen. Sie besuchte einst die Talent School und spielte im Nachwuchs des TS Volley Düdingen. Ihr Vater war ein leidenschaftlicher NLB-Handballer (Visp) und NLA-Tennisspieler („Gegen Roger Federer hat er aber nie gespielt…“). Der Neuzugang vom VBC Kerzers zeichnet sich vor allem durch eine solide Annahme, einen guten Absprung und kräftigen Smash aus. Immer wieder lässt sie ihr Potential aufblitzen und bringt die Gastgeberinnen in arge Schwierigkeiten. Auch Sandra Maurer ist eine wichtige Stütze im Team und lässt wiederholt ihre Klasse aufblitzen. So schaukelt Agris Leitis Team den 1. Satz problemlos mit 25:15 nach Hause!

2.Satz: Der Gerlafingen-Trainer Christian Ruff scheint in der Pause die richtigen Worte gefunden zu haben, den seine Mannschaft tritt fortan wie ausgewechselt auf. Schnell steht es nach einer Aufschlagskette von Andeia Leite Pereira 7:0. Die US-Amerikanerin Shelby Sullivan, die sogar ein Bundesliga-Offerte auf dem Tisch hatte, treibt ihre Mitspielerinnen pausenlos an. Und: Aniara Munoz hämmert die Bälle mit einer Wucht ins Feld, dass man sich diesen Geschossen nur ungern in den Weg stellt. Ratzfatz und der Satz geht mit 25:18 an das Heimteam!

3.Satz: Auch in diesem Satz macht Gerlafingen im gleichen Tempo weiter und wirkt insgesamt als Kollektiv etwas stärker als das junge Team aus Köniz. Die Zuspielerin Dünya Kilic setzt ihre Mitspielerinnen wiederholt hervorragend in Szene, damit diese nur noch abschliessen müssen. Kilic spielt seit 14 Jahren Volleyball, arbeitet als Primarlehrerin (3. Klasse) in Gerlafingen. „Einige meiner Schüler sind auch hier unter den Zuschauern, das freut mich. Ich habe selber nie gedacht, dass ich eines Tages in der NLB spielen kann“, gibt sie sich bescheiden. Mit ihrer Hilfe schnappt sich „Gingu“ auch diesen Satz mit 25:17…

4.Satz: Nun will Gerlafingen den Sack zu machen: Shelby Sullivan und Aniara Munoz laufen zu Höchstform auf und auch Lisa Steffen zeigt sich als verlässlicher Wert. Brisant: Sullivan hat im Sommer noch auf den Philippinen für Manila gespielt und belegte den 2.Platz. Nach dem Spiel klatscht sie mit kleinen Kindern ab, einige hängen ihrem Idol um den Hals. Shelby liebt Gerlafingen und Gerlafingen liebt Shelby! „Ich mag diese familiäre Atmosphäre – auch die Natur, der Lifestyle hier in der Schweiz ist toll“, sagt die lebensfrohe Mittelblockerin aus Dallas, Texas. Ihr Vertrag dauert noch bis Weihnachten – mit der Playoff-Qualifikation könnte sie Gerlafingen das schönste Geschenk überhaupt machen. Nach dem 25:20 Matchball ballt sie die Faust – Spiel, Satz, Sieg!

Volley1-Top 3: 1. Shelby Sullivan (VBC Gerlafingen), 2. Chiara Montani (Edelline Köniz), 3. Aniara Munoz (VBC Gerlafingen)

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Timo, die Volleyball-Schweiz ist verliebt in EM-Hoffnung Sarina Brunner!

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Der TS Volley Düdingen fegt Kanti Schaffhausen mit 3:2-Sätzen (25:16, 18:25, 28:26, 24:26, 15:10) vom Platz.

Die überragende Spielerin auf dem Platz: Sarina Brunner (21)! Der Neuzugang der Powercats ballert sich in die Herzen der Schweizer Volleyballfans!

Erst ihr Knaller-Auftritt beim 3:1 Sieg gegen den Supercup-Sieger Neuchâtel UC (NUC), nun knipste der Shootingstar schon wieder. 3:2 schoss Düdingen den meistgenannten Titelfavoriten ab, Brunner punktete 26mal, verwertete auch souverän den Matchball.

Und die Düdinger haben die Aussenangreiferin schon jetzt in ihr Herz geschlossen.

Wer ist Shootingstar Sarina Brunner? Angefangen hat sie mit Volleyball in der 3.Klasse (Schulnote 6 im Turnen), besuchte später die Talent School/Academy. Trotzdem schaffte sie nie den Sprung in eine Nachwuchsauswahl. Letzte Saison spielte sie in der 1.Liga für den VBC Kerzers. Ihr Vater war Zehnkämpfer, ihre Mutter spielte Volleyball (NLB/Uni Bern). Beruflich absolvierte Brunner das KV, arbeitet heute 80% im Event-Management. Ihre Hobbies: Singen, vor allem Worship-Lieder  (auch bei Hochzeiten).

Worship-Lieder sind Lobpreislieder, die insbesondere in den USA bei vielen jungen Menschen sehr populär und immer stärkeren Zulauf finden.  Unvergessen als Box-Superstar Evander Holyfield (Hall of Fame) am 28.06.1997 gegen Mike Tyson singend in die bebende MGM Grand Garden Arena in Las Vegas einmarschierte und 17.000 Fans tanzten. Tyson biss ihm in der 3.Runde das Ohr ab und sorgte damals für einen der grössten Skandale der Sportgeschichte. Das war genau zehn Tage vor Brunners Geburt…

Bei diesen TopLeistungen kann für sie der Song von Europe „The Final Countdown“ bald zur Realität werden: Die EM-Teilnahme  2019 in den vier austragenden Ländern Ungarn, Polen, Slowakei und Türkei!

Timo, diese Powerfrau wollen wir an der EM jubeln sehen.

Der Trainer Dario Bettello ist begeistert: „Sie hat einen schnellen Arm, ist in der Annahme stark und auch im Block aufgrund ihrer Sprungkraft solid. Sie kann uns viel helfen.“ Und Präsident Christian Marbach unterstreicht: „Ich würde mich freuen, wenn sie an die EM fahren könnte! Sie hat eine gute Einstellung, ist willig und ist sehr reif für ihr Alter.“

Und selbst Volleyball-Kritiker Michel Bolle meint: „Ich habe schon vor einiger Zeit erstmals von Sarina Brunner gehört. Sie ist athletisch stark, springt gut und hat enorme Power. Sie erinnert mich von der Spielweise an Laura Unternährer. In dieser Form gehört sie zweifellos in die Nati!“

Die Volleyball-Schweiz ist verliebt in Sarina.

Natitrainer Timo Lippuner: „Der EM-Zug ist für sie nicht abgefahren! Im Dezember haben wir nur 4 Tage, da bleibt – ausser bei Verletzungen – keine Zeit für Experimente. Aber wenn sie weiterhin so abliefert, wird sie auf jeden Fall aufgeboten.“

Und Brunner flirtet zurück: „Es fägt! Natürlich wäre eine EM-Teilnahme ein Traum! Ich wurde bisher aber noch von niemandem kontaktiert, so versuche ich einfach mich hier Schritt für Schritt zu verbessern.“

Knipst Brunner auch in den weiteren Pflichtspielen für die Düdingerinnen, ist für sie die EM-Teilnahme mit der Nationalmannschaft zum Greifen nah…

Volley1-Top 3: 1. Sarina Brunner (TS Volley Düdingen), 2. Karla Klaric (Kanti Schaffhausen), 3. Sabel Moffett (TS Volley Düdingen)

Foto: Ulf Schiller

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