Margarita Kolosov dominiert FIG-Turnier Berlin Team Masters

Oliver Dütschler, Berlin, 27.01.2020

Es läuft richtig gut!

 

Margarita Kolosov (15) dominiert das FIG-Turnier Berlin Team Masters im Horst-Korber Sportzentrum und gewinnt erstmals ein Turnier bei den Senioren. Die beste deutsche Gymnastin zeigt sich in Topform und überflügelt die gesamte internationale Konkurrenz.

 

Und dabei präsentiert sich die Gymnastin aus Schmiden in überragender Form. Mit drei tadellosen Übungen mit den Handgeräten Reifen (18.200), Ball (18.900) und einer spektakulären Keulenübung (19.150) gewinnt sie den Mehrkampf souverän. Dabei lässt sie selbst die international reputierten WM-Teilnehmerinnen in Baku 2019 Elizaveta Iampolskaia (Moldawien), Habiba Marzouk (Ägypten) und Alexandra Kiroi-Bogatyreva (Australien) hinter sich.      

 

„Ich habe überhaupt nicht damit gerechnet, dass ich den Mehrkampf gegen diese starken Gymnastinnen gewinnen kann. Mein Ziel war es, mich für einen oder vielleicht sogar zwei Finals zu qualifizieren. Ich freue mich sehr, dass es mir hier so gut gelaufen ist“, sagt Kolosov.

 

 Margarita Kolosov steht im Mittelpunkt des Interesses.            Heiss begehrte Medaillen bei Berlin Team Masters 

 Foto: OD/SwissRG                                                                    Foto: OD/SwissRG

In den Finals gibt’s für Margarita Kolosov einen kompletten Medaillensatz: Mit dem Ball Gold, mit dem Reifen Silber und mit den Keulen Bronze. Dank diesem Exploit reist sie in zwei Wochen mit viel Selbstvertrauen zum internationalen Turnier nach Moskau, das im Rahmen des legendären Grand Prix Moskau in der altehrwürdigen Lushniki-Arena stattfindet. Danach wird die ehemalige Topjuniorin sich im März voraussichtlich beim Traditionsturnier in Thiais (Frankreich) mit den Weltbesten messen.

 

Bereits kommen erste Vergleiche mit der legendären Magdalena Brzeska laut. Sicher ist: Deutschland darf in der Rhythmischen Gymnastik endlich wieder von einer erfolgreichen Zukunft träumen. Das Fundament legen dabei hervorragende Trainerinnen wie der Weissrussin Yuliya Raskina (TSV Schmiden), welche neben Kolosov mit EM-Kandidatin Darja Varfolomeev und Niki Gocheva weitere talentierte Gymnastinnen betreut - oder Barbara Klima (Bayer 04 Leverkusen), die mit Anna Shenenko und tollen Jungtalenten ebenfalls eine schlagkräftige Truppe geformt hat.

 

 

              

  Trainerin Yuliya Raskina mit dem TSV Schmiden.                  Die Halle des Horst-Korber Sportzentrums.

  Foto: OD/SwissRG                                                                  Foto: OD/SwissRG

 

Am Rande: Derweil sich Kolosov Schritt für Schritt die Karriereleiter nach oben kämpft, versucht Habiba Marzouk bei den afrikanischen Meisterschaften das Ticket für die Olympischen Spiele 2020 in Tokyo zu lösen, auch Alexandra Kiroi-Bogatyreva, die am australischen Nationalfeiertag mit einer brillanten Keulenübung souverän Gold gewann (19.450), versucht in Australien die Olympia-Qualifikation zu schaffen.

 

Ein grosses Kompliment geht an den Veranstalter, der mit einem grossen Engagement und vielen fleissigen freiwilligen Helfern einen tollen Event mit 350 Gymnastinnen aus 16 Nationen auf die Beine gestellt hat.

 

 Alexandra Kiroi-Bogatyreva hat am australischen

 Nationalfeiertag Grund zum Feiern: Foto: OD/SwissRG

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